T. S. Orgel: Deadly Ever After - Blut und Schnee (Buch)

T. S. Orgel
Deadly Ever After - Blut und Schnee
Heyne, 2026, Hardcover, 608 Seiten, 24,00 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

Das Leben könnte ach so schön sein - wenn es da nicht zu jeder Zeit und überall Menschen gäbe, die sich bereichern, ihre Macht ausweiten und Andere beherrschen wollen.

Zu diesen Gestalten gehört die weiße, selbstgekrönte Kaiserin. Nachdem sie ihr eigenes Königreich in einem Handstreich an sich gerissen hat, entsendet sie ihre Schergen, allen voran die Wilde Jagd, um auch die übrigen Reiche der Welt zu unterwerfen. Die Untoten dieser Jagd ziehen mordend durchs Land, schleifen Befestigungswälle und Burgen, hängen Adelige und Herrscher am Strick auf und köpfen besonders renitente Gegner mit Vorliebe gleich selbst.

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BRZRKR 5: Blutlinien 2 (Comic)

BRZRKR 5
Blutlinien 2
Text: Keanu Reeves, Matt Kindt, Jason Aaron
Titelbild: Ron Garney, Matt Kindt
Zeichnungen: Ron Garney, Salvador Larroca
Übersetzung: Stephanie Pannen
Cross Cult, 2026, Paperback, 112 Seiten, 20,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Auch wenn die Hauptreihe schon lange abgeschlossen ist, so gibt es aus dem langen Leben des unsterblichen Helden doch jede Menge weitere Geschichten zu erzählen. Zwei davon präsentiert Cross Cult nun im fünften Band von „BRZRKR“, in dem die „Blutlinien weitergeschrieben wurden.


Dschingis Khan hört von einem unbezwingbaren Krieger, der schon lange zur Legende geworden ist. Der Kriegsherr und Anführer der Mongolen versucht diesen Mann, der unsterblich und unzerstörbar zu sein scheint, für sich zu gewinnen. Doch kann dieser Pakt auf Dauer wirklich gutgehen?

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Algernon Blackwood: Hände des Todes (Buch)

Algernon Blackwood
Hände des Todes
Übersetzung: Achim Hildebrand
Titelbild: Björn Ian Craig
2025, Paperback, 398 Seiten, 15,00 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

Mit dem vorliegenden Sammelband setzen Michael Schmidt und Achim Hildebrand ihre verdienstvolle editorische Arbeit an den Erzählungen von Algernon Blackwood konsequent fort. Nach „Aileen“ (2018) und “Traumpfade“ (2024) liegt nun ein weiterer Band vor, der eindrucksvoll belegt, warum Blackwood zu den zentralen Stimmen der klassischen englischen Schauer- und Übernatürlicher-Literatur zählt - und warum er im deutschsprachigen Raum noch immer neu zu entdecken ist.

Wie schon bei den Vorgängerbänden, beschränken sich Herausgeber und Übersetzer nicht auf bekannte Texte, sondern legen den Fokus bewusst auf bislang unübersetzte oder schwer zugängliche Erzählungen. Besonders positiv fällt dabei ins Gewicht, dass selbst vorhandene KI-Übersetzungen nicht einfach übernommen, sondern kritisch geprüft und für diese Ausgabe neu, sensibel und literarisch überzeugend von Menschen übertragen wurden. Diese editorische Sorgfalt hebt den Band wohltuend von bloßen Zusammenstellungen ab.

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Sabaa Tahir: A Reaper at the Gates (Buch)

Sabaa Tahir
A Reaper at the Gates
An Ember in the Ashes 3
(A Reaper at the Gates, 2018)
Übersetzung: Barbara Imgrund
Karte: Jonathan Roberts
cbt, 2025, Paperback, 508 Seiten, 15,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

„A Reaper at the Gates“ ist bereits der dritte Band der „An Ember in the Ashes“-Reihe. Die Romane erschienen vor einigen Jahren bereits unter „Elias und Laia“ bei One, werden aber nun noch einmal von cbt in neuer Ausstattung und mit Farbschnitt herausgegeben. 

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Daniela Zanger: Urquell - Die Säulen der Magie 3 (Buch)

Daniela Zanger
Urquell
Die Säulen der Magie 3
Traumschwingen, 2025, Taschenbuch, 552 Seiten, 22,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Inzwischen verbinden Gareth und Beltane mehr als nur einfache „Herzfesseln“, denn ein „Blutbund“ hat ihre Seelen so eng miteinander vereint, dass sie nun im Finale von „Die Säulen der Magie“ vielleicht getrennt werden, aber niemals allein sind. Wieder wandelt Autorin Daniela Zanger dabei auf den Spuren ihres großen Vorbildes Gillian Bradshaw.


Weitere zehn Jahre sind vergangen, in denen Beltane und Gareth herrschen und vier Kinder aufgezogen haben. Es scheint alles friedlich, aber sie wissen, dass da draußen immer noch der dunkle Magier Tamwyn lauert und auf Rache sinnt. Vor allem hat er nun ein neues Werkzeug, das er gegen sie einsetzen kann: Nelia, Gareths uneheliche Tochter.

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Catherine Egan: The Factory - Es gibt kein Entkommen (Buch)

Catherine Egan
The Factory - Es gibt kein Entkommen
Factory-Dilogie 1
(The Factory, 2025)
Übersetzung: Leo H. Strom
Fischer Sauerländer, 2026, Paperback, 352 Seiten, 16,90 EUR

Rezension von Christel Scheja

Mit der „Factory“-Dilogie taucht die kanadische Autorin Catherine Egan voll in das Genre der Near-Future-Dystopien ein und beschreibt eine Welt, die in gewissen Bereichen durchaus einmal so aussehen könnte. Allerdings geht es in „The Factory - Es gibt kein Entkommen“ erst einmal um etwas ganz anderes.


Der dreizehnjährige Asher hat vielleicht das große Los gezogen, denn er wird in eine Forschungseinrichtung für saubere Energie eingeladen. Dort sollen andere und er nicht nur eine gute Bildung, sondern auch eine großzügige Bezahlung für ihre Familien erhalten. Und Geld kann seine Mutter gerade sehr gut gebrauchen.

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Axie Oh: Der Junge aus dem Reich der Schatten (Buch)

Axie Oh
Der Junge aus dem Reich der Schatten
Floating World 2
(The Demon and the Light, 2025)
Übersetzung: Nadine Mannchen
Loewe, 2026, Paperback, 480 Seiten, 17,95 EUR

Rezension von Christel Scheja

In „Das Mädchen aus der schwebenden Welt“ spielte die Akrobatin Ren die Hauptrolle in einer Geschichte, die harmlos begann, dann aber schnell in einen Kampf zwischen Gut und Böse ausartete. Und natürlich durfte auch mit dem jungen Kopfgeldjäger Sunho ein männlicher Gegenpart nicht fehlen.


Ren musste sich ihrer Vergangenheit stellen, nachdem sie ihre Lichtmagie entfesselte, um ihre Freunde zu retten. Sie hat ihr Erbe und damit ihre rechtmäßige Stellung als Himmelsfee angenommen und muss nun beweisen, ob sie Symbol bleiben oder Herrscherin sein will, denn nicht alle stehen auf ihrer Seite.

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Andrea Tillmanns: Die Tage des Drachen (Buch)

Andrea Tillmanns
Die Tage des Drachen
Titelbild und Illustrationen: Marlene Walkenhorst
2025, Paperback, 282 Seiten, 14,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Nach einer längeren Pause, in der sie vor allem als Hochschullehrerin in Ostwestfalen-Lippe arbeitete, hat sich Andrea Tillmanns dazu entschlossen, sich auch wieder an ihre schriftstellerische Seite zu erinnern. Sie veröffentlicht daher nicht nur ihre alten Romane noch einmal neu, sondern auch Kurzgeschichten-Sammlungen wie die hier vorliegende „Die Tage des Drachen“. Ganz neu sind die Illustrationen von Marlene Walkenhorst.


Herzstück der Sammlung ist die Novelle „Im Zeichen des Melgrim“, in der die junge Thania versucht, ihr Leben als Heilerin zu meistern, aber schon bald durch den von ihr geretteten Frett in einen größeren Konflikt gerät, der sie zwingt, erst einmal alles aufzugeben.

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J. R. R. Tolkien: Die Bovadium Fragmente (Buch)

J. R. R. Tolkien
Die Bovadium Fragmente
Herausgegeben von Christopher Tolkien
Zusammen mit „Die Ursprünge von Bovadium“ von Richard Ovenden
(The Bovadium Fragments, 2025)
Übersetzung: Helmut W. Pesch
Hobbit Presse, 2026, Hardcover, 160 Seiten, 24,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Viele kennen J. R. R. Tolkien nur durch „Der Herr der Ringe“ und die weiteren Texte rund um Mittelerde, die sein Sohn Christopher Tolkien posthum zusammengestellt und herausgegeben hat. „Die Bovadium Fragmente“ fallen ganz aus der Reihe, beziehen sie sich doch weniger auf klassische Sagen-Motive sondern gelten eher als Satire auf die für Tolkien viel zu modernen Entwicklungen.

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Marcus Kliewer: Die Besucher - Wenn du sie hereinlässt, werden sie nie wieder gehen (Buch)

Marcus Kliewer
Die Besucher - Wenn du sie hereinlässt, werden sie nie wieder gehen
(We Used to Live Here, 2024)
Übersetzung: Tobias Schnettler
Goldmann, 2026, Taschenbuch, 400 Seiten, 14,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Der kanadische Autor Marcus Kliewer debütierte mit „Die Besucher - Wenn du sie hereinlässt, werden sie nie wieder gehen“ zunächst auf Reddit, wo er die Geschichte in Fortsetzungen präsentierte, ehe sie auch für einen Verlag und schließlich sogar für Netflix interessant wurde, nachdem sie einen Preis für die unheimlichste Geschichte des Jahres gewann.


Eve und Charlie freuen sich über das Haus, das sie für einen Schnäppchenpreis in einem entlegeneren Winkel von Oregon erwerben konnten. Sie wollen es in aller Ruhe renovieren und dann vielleicht sogar mit Gewinn weiterverkaufen.

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