Ben Aaronovitch: Die Füchse von Hampstead Heath - Eine Abigail-Kamara-Story (Buch)

Ben Aaronovitch
Die Füchse von Hampstead Heath
Eine Abigail-Kamara-Story
(What Abigail Did That Summer, 2021)
Übersetzung: Christine Blum
dtv, 2021, Taschenbuch, 224 Seiten, 9,95 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Carsten Kuhr

Peter Grant, unser Ex-Bobby und inzwischen angehender Magier in Diensten des Folly, einer Unterabteilung des Yard, entstammt einer Familie aus Sierra Leone. Als Begabter ist er der erste Magie-Lehrling seit Jahrzehnten. Dass seine Nichte Abigail auch über das Talent verfügt, hat sich bei einem seiner Fälle gezeigt. Nightingale, seit gut einem Jahrhundert Leiter der Spezialabteilung, hat sich den Namen dick mit Füller in seinem Notizbuch vermerkt - mit der modernen Technik hat er es ja nicht so -; noch aber ist der Teenager schlicht zu jung, um in den aktiven Dienst übernommen zu werden.

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J. H. Praßl: Thorn Gandir - Aufbruch - Chroniken von Chaos und Ordnung 1 (Buch)

J. H. Praßl
Thorn Gandir - Aufbruch
Chroniken von Chaos und Ordnung 1
Titelbild: Annelie Lamers & J. H. Praßl
Acabus, 2013, Paperback, 542 Seiten, 18,00 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Carsten Kuhr

Er wurde, nicht unbedingt nach seinem eigenen Willen, zum General der Truppen ernannt. In den Schlachten gegen die aufständigen Sklavenheere sollte er dem Imperium Siege schenken, allein: er scheiterte.

Die Rede ist von Thorn Gandir, seines Zeichens Waldläufer, der im letzten Angriff der früheren Sklaven auf die Garnison der 14. Legion das Liebste verlor, das er auf der Welt besaß: eine Elfe, der er sein Herz geschenkt hatte.

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Stefan Barth: Hollywood Kills (Buch)

Stefan Barth
Hollywood Kills
2021, Paperback, 408 Seiten, 13,98 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Christel Scheja

Der in Hagen geborene Stefan Barth lebte eine Zeitlang in Los Angeles, ist aber nun in Berlin heimisch. Er schreibt Drehbücher und Serien für zum Beispiel „Der Clown“, „Alarm für Cobra 11“ und „Das Blut der Templer“, hat sogar bei einem Film Regie geführt: „Mowtown“ lief 2013 in einigen Kinos. Seit einiger Zeit ist er auch als Autor aktiv, und versucht jetzt in seinem dritten Roman, „Hollywood Kills“, die Atmosphäre der Action-Filme der beiden letzten Jahrzehnte des 20 Jahrhunderts einzufangen.


Das Leben hat es mit Cosmo Ancona nicht gut gemeint. Der Ex-Bulle hat durch einen schweren Fehler alles verloren, was ihm etwas bedeutete, angefangen von seiner Familie bis hin zu Freunden und Job. Geblieben sind ihm nur der Alkohol und seine Erfahrungen, die er nun als Privatdetektiv mehr schlecht als recht einsetzt.

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Maddrax 566: Im Schatten des Schafotts, Oliver Müller (Buch)

Maddrax 566
Im Schatten des Schafotts
Oliver Müller
Titelbild: Néstor Taylor
Bastei, 2021, Romanheft, 68 Seiten, 2,00 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Matthias Hesse

Am Ende des Romans herrscht beim Titelhelden etwas Katerstimmung: Nach vielen verlustreichen Kämpfen, tragischen Ereignissen und einem brutal gescheiterten Plan ist „nicht viel gewonnen; der Status quo hatte sich kaum verändert.“ Kaiser de Rozier beurteilt die missliche Lage zwar ein wenig zuversichtlicher, doch sein Zweckoptimismus kann über eines nicht hinwegtäuschen: „Im Schatten des Schafotts“ von Oliver Müller ist eine jener Episoden, in denen die Gesamthandlung der Serie in den Hintergrund tritt und stattdessen den geneigten Lesern in einem abgeschlossenen Abenteuer vor Augen geführt werden soll, was aktuell in der dunklen Zukunft der Erde auf dem Spiel steht: Jene Macht, die von der kosmischen Entität des Streiters ausgeht und von seinen religiös fanatisierten Dienern, den „Dunklen“, wie eine Krankheit in die Welt getragen wird, scheint man kaum aufzuhalten.

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Kathrin Tordasi: Nachtschattenwald - Auf den Spuren des Mondwandlers (Buch)

Kathrin Tordasi
Nachtschattenwald - Auf den Spuren des Mondwandlers
Sauerländer, 2021, Hardcover, 350 Seiten, 16,00 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Gunther Barnewald

In der nahen Zukunft hat sich das Gesicht der Welt völlig verändert. Berlin ist größtenteils von einem grünen Pflanzendschungel überwuchert, die wenigen noch lebenden Menschen haben ihre wenigen Refugien der Zivilisation, halten sich aber, vor allem nachts, von den wilden Teilen des Waldes fern. Handys funktionieren nicht mehr, genauso wie andere Fernmeldetechniken; keiner scheint zu wissen, was im Rest der Welt so vor sich geht.

In dieser Welt wächst der kleine Finn heran, der, als er sechs Jahre alt ist, mit seiner dreizehnjährigen Schwester Hannah zusammen, im Nachtschattenwald verloren geht. Als Hannah Hilfe holen will, verschwindet sie. Nur der von Hannah versteckte Finn wird am nächsten Tag von Erwachsenen im Wald gefunden.

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Linus Junkmann: Introvertiert - Die leise Revolution (Buch)

Linus Junkmann
Introvertiert - Die leise Revolution
Introvert: den tysta revolutionen
Bad Project, 2021, Taschenbuch, 306 Seiten, 9,99 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Christel Scheja

Der schwedische Autor Linus Jonkman ist als Schriftsteller und Vorleser in seiner Heimat beliebt und verbindet seine Geschichten und Sachbücher mit jeder Menge Psychologie und einem Schuss Humor. In „Introvertiert - Die leise Revolution“ widmet er sich einem Thema, das auch ihn stark betrifft.


In den letzten sechzig bis siebzig Jahren ist die Extrovertiertheit zur gesellschaftlich anerkannten Norm geworden. Nur wer es schafft, sich als kontaktfreudig und flexibel zu erweisen, besitzt in den Augen der anderen eine hohe Sozialkompetenz; diejenigen, die es nicht sind, gelten als schüchtern, arrogant oder im schlimmsten Fall auch als psychisch krank, und werden gezwungen sich anzupassen.

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Marianne Labisch & Gerd Scherm (Hrsg.): Die Residenz in den Highlands - Ein Roman in Episoden (Buch)

Marianne Labisch & Gerd Scherm (Hrsg.)
Die Residenz in den Highlands - Ein Roman in Episoden
Titelbild und Innenillustrationen: Gerd Scherm
p.machinery, 2021, Hardcover, 162 Seiten, 24,90 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Carsten Kuhr

Willkommen im äußersten Nordwesten Schottlands. Hier, nahe der kleinen, abgelegenen Ortschaft Shegra am Loch na Lerig liegt sie, die Residenz, ein Altersheim, eine Pflegeanstalt, ein Rückzugsort für ganz besondere Wesen.

Die Anstalt wird von dem Koryphäen Doktor Renato Lazarus und der Eigentümerin, Lady de Lily geleitet, letztere vor mehr als 2 Millennia Herbergsmutter in Nazareth und nicht willens, einem armen Paar ein Zimmer zur Verfügung zu stellen.

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Phillip P. Peterson: Universum (Buch)

Phillip P. Peterson
Universum
Tor, 2021, Paperback, 442 Seiten, 16,99 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Gunther Barnewald

In der Zukunft werden noch immer grausame, blutige Kriege geführt, obwohl man mittlerweile Raumschiffantriebe entwickelt hat, mit denen man sozusagen mit Überlichtgeschwindigkeit reisen kann, ohne allzu große Zeitdehnungen zu verursachen (fachlich Zeitdilatation; also kurze Reisen, während im Universum viel Zeit vergeht).

Obwohl der Menschheit nun das ganze Universum offen steht, wird immer noch erbittert miteinander gerungen. Mike Warnock war Soldat, und hat als solcher, durch das unkritische Ausführen eines Befehls, unsagbare Schuld auf sich geladen, warf er doch eine neuartige Bombe auf einen dicht bevölkerten Planeten, und löschte damit alles Leben dort aus.

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Richard Chizmar: Gwendys Zauberfeder (Buch)

Richard Chizmar
Gwendys Zauberfeder
(Gwendy´s Magic Feather, 2019)
Übersetzung: Sven-Eric Wehmeyer
Heyne, 2021, Hardcover, 270 Seiten, 12,99 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Gunther Barnewald

Gwendy, eine Protagonistin, die Stephen King dereinst (ca. 2015) erdacht hatte, hätte beinahe nie das Leben der literarischen Welt erblickt, da der Autor mit seiner Idee nicht recht weiter kam. Erst durch den Kontakt mit Autor Richard Chizmar, dem King sein Fragment zukommen ließ, erlangte Gwendys Geschichte als „Gwendys Wunschkasten“ (im Original „Gwendy´s Button Box“; in Deutschland unter anderem als Heyne Hardcover) 2017 doch noch ihre Vollendung.

Danach hatte Chizmar die Idee, die Geschichte 2019 mit einer inzwischen erwachsenen Protagonistin nochmals fortzuführen (ein weiterer Band mit Gwendys Abenteuern ist für 2022 geplant!).

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Falk Röbbelen: Chimäre (Buch)

Falk Röbbelen
Chimäre
2021, Paperback, 392 Seiten, 12,99 EUR (auch als eBook erhältlich)

Rezension von Christel Scheja

Der 1970 geborene Falk Röbbelen lebt mit seiner Familie in Hamburg. Er ist Jurist und Unternehmer, leitet eine Agentur, die zum Beispiel digitale Dachwerbesysteme auf Taxen vermarktet. Mit dem Schreiben begann er bereits während seines Studiums und brachte zwei Musicals auf die Bühne, später einen Roman. „Chimäre“, sein zweites Buch, beginnt wie ein Krimi, endet dann aber wie ein Thriller, bei dem jede Minute zählt.


Eine Frau wird ermordet aufgefunden. Sie ist an ihr Bett gefesselt und so führen die Spuren schon bald in die BDSM-Szene. Doch noch brisanter ist der Fund, den die Beamten des hinzugezogenen Landeskriminalamtes dann im Sportflugzeug der Toten machen, denn das ist mit C4, einem hochgefährlichen Sprengstoff aus militärischen Beständen, gefüllt.

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