Bert Lingnau: Singende Barsche (Buch)

Bert Lingnau
Singende Barsche
Klatschmohn, 2022, Taschenbuch, 212 Seiten, 11,80 EUR

Rezension von Christel Scheja

Bert Lignau veröffentlicht seit 2008 monatlich einen alten Kriminalfall im „kulturkalender“, die nun auch vom Klatschmohn Verlag in einem Band zusammengefasst werden. „Singende Barsche“ ist bereits der zweite Band der Reihe „Lustige und bewegende Kriminalfälle aus Mecklenburg und Vorpommern“.


Es sind Morde, die eine ganze Gegend, ja ein Dorf erschüttern wie „An der Mergelgrube“ oder „Der Fall Grabowski“. Oft genug sind es die üblichen Sexualstraftaten, aber auch emotionale Erpressung kann den Gewaltakt auslösen. Oder auch Vertuschungsversuche wie in „Im Feindesland“. Amüsanter sind da die Gaunereien und Schelmen-Stücke, die sich so manch ein listiges Schlitzohr erlaubt, um die Obrigkeit auszutricksen, wie in „Krummer Hund“ oder „Mäh! Möh!“. Und nicht zuletzt kommen auch eifrige Hundenasen zu ihrem Recht, schräge Tatabläufe, die die Ermittler zum Schwitzen bringen und nicht zuletzt auch völlig aus dem Ruder gelaufene Taten.

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Blade of the Immortal - Perfect Edition 7 (Comic)

Hiroaki Samura

Blade of the Immortal - Perfect Edition 7

Übersetzung: Christine Steinle

Cross Cult, 2022, Paperback, 446 Seiten, 25,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Wie immer frei von Bearbeitungen und in einem größeren Format erscheint nun auch der siebte Band der Perfect Editon von „Blade of the Immortal“. Dazu werden auch einige Farbbilder der Magazin-Ausgabe abgedruckt.


Eigentlich hätte sie ihn ja umbringen können, aber Rins Ehrgefühl siegt, als sie sieht, das Kagehisa Anotsu schwer erkrankt ist. In diesem Moment zögert sie, eine Meuchlerin zu werden und sorgt so dafür, dass er sich erholen und neue Pläne schmieden kann. Zwar muss er sich noch der Schüler eines ermordeten Meisters erwehren, aber das stärkt ihn, während Rin dafür endlich Manji wiedersieht und beide nun auch noch in die Rängespiele eines Provinzherren geraten, der besonderes Interesse an dem Ronin hat.

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Jörg Kleudgen (Hrsg.): Yuggoth - Ein Reiseführer (Buch)

Jörg Kleudgen (Hrsg.)
Yuggoth - Ein Reiseführer
Originalanthologie
Titelbild: Mario Heyer
Innenillustrationen: Jörg Kleudgen
Basilisk, 2022, Paperback, 134 Seiten, 18,90 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

Es gilt ein Jubiläum zu feiern - immerhin liegt der zehnte Reiseführer im Basilisk Verlag vor. Die Reiseführer der Edition Arkham begleiten die Leser seit Jahren zu den Orten aus dem Kosmos um die Großen Alten von H. P. Lovecraft. In den längst vergriffenen und in Sammlerkreisen nur für sehr viel Geld antiquarisch zu bekommenden ersten Reiseführern besuchten wir solch mystische Orte wie Dunwich, Arkham, Kingsport, Ultar oder R’lyeh.

Erneut hat Jörg Kleudgen gerufen und fünf Autoren haben sich mit ihren Geschichten um den kalten Zwergplaneten am Rande unseres Sonnensystems beteiligt.

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A. Kaiden: Teirish Dominion (Buch)

A. Kaiden
Teirish Dominion
2017, Paperback, 308 Seiten, 10,99 EUR

Rezension von Christel Scheja

A. Kaiden ist wohl das Pseudonym einer 1985 in Landau geborenen Autorin, die im realen Leben als Sachbearbeiterin im Bereich Treasury tätig ist. In ihrer Freizeit schreibt sie leidenschaftlich gerne Bücher für Jugendliche und Erwachsene, die sich vor allem in den phantastischen Genres bewegen.


Im Traum erscheint Melisse die geheimnisvolle Göttin Kiandra, die sie um Hilfe bittet. Sie braucht jemanden, der eine schreckliche Katastrophe aufhält und so in ihrer Welt den Frieden bewahrt. Ohne lange darüber nachzudenken sagt das junge Mädchen zu und wird auf die „Teirish Dominion“ versetzt, ein gigantisches Unterseeboot, das wie ein Kreuzfahrtschiff wirkt. Doch wie soll sie dort die Nadel im Heuhaufen - sprich die Attentäter - finden, die das Schiff in nicht allzu ferner Zukunft zerstören werden?

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Tonikawa - Fly me to the Moon 7 (Comic)

Kenjiro Hata

Tonikawa - Fly me to the Moon 7
Übersetzung: Etsuko Tabuchi & Florian Weitschies
Cross Cult, 2022, Paperback, 200 Seiten, 7,99 EUR

Rezension von Christel Scheja

„Tonikawa - Fly me to the Moon“ nimmt sich tatsächlich die Zeit, eine Beziehung zwischen Junge und Mädchen langsam zu erzählen und dabei naiv und unschuldig zu bleiben, etwas, das natürlich auch dafür sorgt, dass die Entwicklungen nur langsam vonstatten gehen.


Noch immer wohnt das junge Ehepaar im Badehaus. Dort geht Tsukasa den Besitzern zur Hand, während Nasa wieder arbeitet. Sie sind immerhin schon bei Küssen und Umarmungen angelangt, aber weiter ist noch nicht viel passiert. Doch wollen sie versuchen, weiter an ihren Liebesleben zu arbeiten. Nasa möchte mit seiner Freundin gerne eine echte Hochzeitreise machen, aber vorher muss er - weil es sich gerade anbietet - einen Film-Marathon mit ihr durchziehen.

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Joachim R. Steudel: Jobst von Wüstenteich (Buch)

Joachim R. Steudel
Jobst von Wüstenteich
2022, Paperback, 302 Seiten, 10,69 EUR

Rezension von Christel Scheja

Der 1959 geborene Joachim R. Steudel hat mehrere Handwerksberufe erlernt und in diesen gearbeitet, bis er 1995 in die EDV-Branche umsiedelte. Schreiben ist seine Leidenschaft seit der Schulzeit, und nach einer Trilogie präsentiert der in Thüringen geborene und dort lebende Autor nun sein Herzensprojekt „Jobst von Wüstenteich“.


Nach dem ersten Drittel des 14. Jahrhunderts ist die Annektierung Thüringens durch den fränkischen Adel abgeschlossen. Nun streiten sich verschiedene Adelsgeschlechter um Land, Macht und Einfluss und der Deutschritterorden erhält Schenkungen, um sich aus der ganzen Sache herauszuhalten. Die einfache, vor allem die slawische Bevölkerung leidet unter den Übergriffen der verschiedenen Machtparteien. Das bekommt auch Jobst zu spüren, der Bastardsohn eines Ritters, der allerdings eine recht gute Bildung erhielt und nach einer spannenden Wallfahrt nach Santiago de Compostela vor den Trümmern seiner Heimat steht - nicht ahnend, dass er schon bald in einem üblen Intrigennetz steckt.

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Katja Brandis: Im Herz des Weißen Waldes - Daresh 1 (Buch)

Katja Brandis
Im Herz des Weißen Waldes
Daresh 1
Titelbild: Max Meinzold
Fischer KJB, 2022, Hardcover, 396 Seiten, 17,00 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

Fantasy aus deutschen Landen erfreut sich glücklicherweise seit Jahren zunehmender Beliebtheit. Teuere Übersetzungen auf der einen Seite, aber auch deutschsprachige Autoren, die wahrlich nicht schlechter als die angloamerikanischen Vorbilder sind, trugen dazu bei, den Trend, nur Fantasy-Romane aus den englischsprachigen Ländern bei uns zu veröffentlichen, umzukehren.

Zwischen 2002 und 2004 erschien die vorliegende Trilogie bereits einmal bei Ueberreuter und überzeugte Kritiker wie Leserinnen und Leser gleichermaßen. Nun legt die Jugendbuchabteilung von Fischer die Reihe neu auf.

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Love of Kill 2 (Comic)

Fe

Love of Kill 2
(Love of Kill Vol. 2, 2021)

Übersetzung: Etsuko Tabuchi & Florian Weitschies

Cross Cult, 2022, Paperback, 162 Seiten, 7,99 EUR

Rezension von Christel Scheja

„Love of Kill“ erzählt die Geschichte einer Kopfgeldjägerin und eines Auftragskillers, die einander auf merkwürdige Weise umkreisen. Während Chateau Dankworth ihre Ruhe haben will, ist Ryang-ha Song mehr als interessiert an ihr.

So hat er schon mehrfach versucht ihre Aufmerksamkeit zu erringen, indem er sich in ihre Aufträge eingemischt hat, zuletzt musste er sie sogar vor einem unbekannten Attentäter retten und in Sicherheit bringen. Doch die Kopfgeldjägerin bleibt stoisch. Ihr ist es eher unangenehm, dass der Typ ständig ihre Aufgaben vorwegnimmt und ihr die Ziele auf einem Silbertablett serviert. Letztendlich aber scheint er der Einzige zu sein, auf den sie sich verlassen kann.

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Life Lessons with Uramichi 5 (Comic)

Gaku Kuze
Life Lessons with Uramichi 5
Übersetzung: Stefanie Probst
Cross Cult, 2022, Paperbach, 160 Seiten, 7,99 EUR

Rezension von Christel Scheja

Was die Serie „Life Lessons with Uramichi“ eigentlich aussagen will, entschließt sich nicht immer. Aber die Geschichte um einen Studenten, der nebenher als Moderator für eine Kinderserie arbeitet, ist eben nicht nur eine Comedy.


Uramichi jedenfalls hat sich mit seiner Arbeit arrangiert und versucht nicht länger, sich gegen die Ungerechtigkeiten zu wehren, die dort hinter den Kulissen passieren. Aber er hat eine andere Art gefunden, seinen Zynismus auszudrücken. Vor allem ist er jetzt begeistert in Social Media präsent. Und da geht es diesmal darum, Beiträge zum Jubiläum der Serie zu posten, die es teilweise in sich haben. Aber auch sonst müssen sich die Moderatoren wieder mit altklugen und vorwitzigen Kindern herumschlagen, die ihnen freche Fragen stellen und neues Merchandise entwickeln.

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Golden Kamuy 17 (Comic)

Satoru Noda
Golden Kamuy 17
Übersetzung: Burkhard Höfler
Cross Cult, 2022, Paperback, 202 Seiten, 10,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

„Golden Kamuy“ schildert auch weiterhin eine spannende Verfolgungsjagd, denn nun, wo sie langsam aber sicher immer weiter in den Norden ziehen, kommen auch weitere Mitspieler dazu, die ebenfalls keine guten Absichten haben.


Kiroranke und Asirpa arbeiten immer noch daran, russisches Herrschaftsgebiet zu betreten. Sie haben zwar die Unterstützung örtlicher Ainu, aber auch die Russen sind ihnen auf der Spur, weil sie einen von ihnen wiedererkannt haben. Denn Kiroranke ist ein Attentäter, hat eine hochrangige Person auf dem Gewissen. Gleichzeitig erfährt Asirpa endlich mehr über ihren Vater, den sie nur kurz als Nopperabu kennenlernen durfte. Und ihre Wurzeln vertiefen sich.

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