Arcana 18 (Magazin)

Arcana 18
Titelbild: Michael Mittelbach
Verlag Lindenstruth, 2013, Heft, 76 Seiten, 4,00 EUR

Rezension von Elmar Huber

Das Herzstück der 18. Ausgabe des „Magazins für klassische und moderne Phantastik“ bildet sicherlich Charles Nodiers Essay „Über phantastische Literatur“ aus dem Jahr 1830, das dank Übersetzer Ulrich Roddewig hier erstmals in einer deutschen Übertragung erscheint. Eine Aufgabe, die sicherlich nicht unbeträchtlich viel Zeit und Fachwissen (Stichwort: Fußnoten) erfordert hat. 

Der Franzose Nodier ist heute vorwiegend als „Übersetzer von Goethes Faust, Herausgeber vieler deutscher und englischer Schriftsteller und Unterstützer der romantischen Bewegung“ bekannt, hat jedoch auch selbst eine nicht unbeträchtliche Menge phantastischer Texte verfasst. Für historisch interessierte Phantastik-Leser ist der blumig vorgetragene Streifzug sicherlich eine lohnenswerte Lektüre, und es ist den Herausgebern nicht genug zu danken, solche Texte fast zweihundert Jahre nach ihrem Entstehen dem beflissenen Publikum in einer Übersetzung zugänglich zu machen.

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Das Lied von Eis und Feuer: Königsfehde 3 (Comic)

Das Lied von Eis und Feuer: Königsfehde 3

(A Clash of Kings - The Graphic Novel Vol. 3)

Autor: George R. R. Martin

Adaption: Landry Q. Walker

Zeichnungen: Mel Rubi

Übersetzung: Kerstin Fricke

Panini, 2021, Paperback, 192 Seiten, 20,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Nach einer längeren, vermutlich auch pandemiebedingten Pause wird die Adaption der „Das Lied von Eis und Feuer“-Romane von George R. R. Martin fortgesetzt. Noch immer halten sich die Macher eng an die Romanvorlage und arbeiten daran, die Geschehnisse des zweiten Buches weiter fort zu führen. Dies ist nun der dritte von vier Sammelbänden dazu.

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Peter Straub: Esswood House (Buch)

Peter Straub
Esswood House
(Mrs. God, USA, 1990)
Übersetzung: Joachim Körber
Edition Phantasia, 2005, Paperback, 168 Seiten, 12,90 EUR

Rezension von Elmar Huber

„„Es gibt nichts Vergleichbares“, hatte ein anderes, damals noch als Freund angesehenes Fakultätsmitglied zu Standish - dem gutgläubigen, jungen Standish - gesagt. „Der Ort ist trotz allem, was die Bibliothek beherbergen soll, praktisch ein Geheimnis. Er ist noch in Privatbesitz, und die Seneschals akzeptieren nur einen oder zwei Forscher pro Jahr. Offenbar hat sich seit den Ruhmestagen, als Edith Seneschal uneingeschränkt herrschte und Künstler im Westflügel, ganz zu schweigen vom Heuschober, Lustbarkeiten nachgingen, viel verändert. Die Familie lebt noch dort, aber in geregelten - und recht seltsamen - Verhältnissen, munkelt man.“ Er war ein in jeder Hinsicht guter Munkler, dieser vorgebliche Freund.“

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Gantz:E 2 (Comic)

Gantz:E 2

Text: Hiroya Oku

Titelbild und Zeichnungen: Jin Kagetsu

Übersetzung: Jan Christoph Müller

Cross Cult, 2022, Paperback, 208 Seiten, 10,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Hiroya Oku ließ seine erste Serie „Gantz“ in der Gegenwart spielen und brachte nach und nach immer mehr Science Fiction mit ein. Nachdem er diese abgeschlossen hat, macht er mit seiner neuen Saga „Gantz: E“ einen Rücksprung in die Vergangenheit.


Hanbei und Masakichi sind eigentlich ertrunken, aber die beiden Bauernburschen kommen in einem Tempel wieder zu sich, in dem ihnen eine schwarze Kugel klar macht, dass sie von nun Streiter im Kampf gegen gefährliche Dämonen sind. Weil sie das Ganze ernstnehmen, werden sie anders als die arroganten Samurai bald zu ausgezeichneten Kämpfern und stellen sich immer gefährlicheren Monstern. Aber können sie wirklich gegen Legenden wie Miyamoto Musashi bestehen?

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XX (DVD)

XX
USA 2017

Rezension von Elmar Huber

„The Box“ (Regie: Jovanka Vuckovic, Vorlage: Jack Ketchum)
Auf dem Heimweg von den Weihnachtseinkäufen lässt ein Fremder den neugierigen Danny in seine Geschenkekiste schauen. Ein Blick, der den Jungen sichtlich verstört und eine anhaltende krankhafte Appetitlosigkeit zur Folge hat. Auch Dannys Schwester Jenny verspürt keinen Hunger mehr, nachdem er mit ihr über den Inhalt der Kiste geredet hat. Dasselbe passiert mit dem Vater. Da erinnert sich Mutter Susan an die Box und sucht den Mann in der U-Bahn.

„The Birthday Party” (Regie: Annie Clark)
Im Haus laufen bereits die Vorbereitungen für Tochter Lucys Geburtstagsparty als Mary die Leiche ihres Mannes in seinem Schreibtischstuhl findet. Offenbar hat er mit Tabletten Selbstmord begangen. Um den Tag nicht zu verderben, hält Mary den Vorfall vor Lucy und dem Hausmädchen Carla geheim. Nun gilt es, die Leiche zu verstecken und den Geburtstag hinter sich zu bringen.

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Nadine Stenglein: Der Bestseller - Deine Geschichte gehört mir (Buch)

Nadine Stenglein
Der Bestseller - Deine Geschichte gehört mir
dp Verlag, 2020, eBook, 6,99 EUR (auch als Taschenbuch erhältlich)

Rezension von Elmar Huber

„Das mit einem braunen Ledereinband versehene Buch lag in der obersten Schublade. Ein Kloß bildete sich in Audreys Kehle, als sie es herausnahm und hastig aufschlug. Es war seltsam, dass ihr Vater es nicht nach Paris mitgenommen hatte. Wahrscheinlich hatte er es vergessen. Sie fand allerlei Vermerke über bereits vollendete Romane, eine Liste mit möglichen Figurennamen und Schauplätzen. Darunter die Stadt, in der er gestorben war. Audrey musste schlucken. Tränen schossen ihr in die Augen.“

Audrey Richards liest im Buchladen ihrer Freundin Grace den Klappentext eines neu erschienenen Thrillers; eine Story, die ihr merkwürdig bekannt vorkommt. Diesen Plot hatte ihr Jahre zuvor ihr Vater, der Bestseller-Autor Monty Richards, als Idee für ein neues Buch erzählt. Sogar die Namen der Hauptfiguren gleichen sich. Doch Monty Richards wurde drei Jahre zuvor in Paris Opfer eines Terror-Anschlags. Merkwürdig ist außerdem, dass es von Gene Hartman, dem Autor des aktuellen Bestsellers, keine Informationen und auch kein Foto zu geben scheint.

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Streamliner 1: Billy Joe (Comic)

'Fane
Streamliner 1
Billy Joe
(Streamliner: Bye-Bye Lisa Dora, 2017)
Übersetzung: Harald Sachse
Splitter, 2017, Hardcover, 88 Seiten, 16,80 EUR

Rezension von Elmar Huber

Zentralwüste 1963: Eines Tages betritt Billy Joe, Anführer der „Red Noses“, die gottverlassene Tankstelle des alten Evel O’Neill, einst erfolgreicher Underdog-Rennfahrer, und dessen Tochter Cristal. Der einsame Ort mitten in der Wüste ist perfekt geeignet für das diesjährige Streamliner-Rennen der Noses, und die O’Neills könnten in wenigen Tagen den Umsatz ihres Lebens machen.

Die Veranstaltung wächst sich mit der Ankunft der weiblichen Motorradklubs „Black Panties“ weiter aus und zieht auch sonst alle möglichen weiteren illustren Gestalten an. Ein Pokerspiel, bei dem Evel O’Neill seine Tankstelle einsetzt, zwingt Cristal, im alten Auto ihres Vaters ebenfalls an dem bevorstehenden Rennen teilzunehmen. Auch das FBI interessiert sich für das sich anbahnende Spektakel.

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Olaf Stapledon: Sternenschöpfer (Buch)

Olaf Stapledon
Sternenschöpfer
(Star Maker, 1937)
Übersetzung: Thomas Schlück
Titelbild: Les Edwards
Verlag Dieter von Reeken, 2022, Paperback, 244 Seiten, 17,50 EUR

Rezension von Carsten Kuhr

Gut vierzig Jahre ist es her, dass eines der Werke, das viele spätere gefeierte Science-Fiction-Autoren beeinflusste, zuletzt auf Deutsch erschien. In der SF- & Fantasy-Reihe legte Heyne 1969 den Roman unter dem Titel „Der Sternenmacher“ das erste Mal auf Deutsch vor, 1982 folgte unter dem leicht abgewandelten Titel „Der Sternenschöpfer“ eine Neuausgabe innerhalb der „Bibliothek der Science Fiction Literatur“. Beide Bücher sind heute antiquarisch nur schwer zu bekommen.

Dieter von Reeken nutzte die Gelegenheit, diesem Missstand abzuhelfen und legt in seinem Verlag eine Neuausgabe vor.

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Victor und Nora: Gegen die Zeit (Comic)

Victor und Nora: Gegen die Zeit
(Victor & Nora: A Gotham Love Story, 2020)
Text: Lauren Myracle
Zeichnungen: Isaac Goodhart
Übersetzung Anne Bergen
Panini, 2021, Paperback, 192 Seiten, 16,99 EUR

Rezension von Christel Scheja

Lauren Myracle hat bereits eine für Jugendliche adaptierte Geschichte um die Anfänge von Catwoman erzählt: nun nimmt sie sich einer anderen ikonischen Figur an, die auch zu den Gegnern von Batman gehört. Vielleicht kann man mit dem Namen Victor Fries zunächst nicht viel anfangen, aber mit der Zeit dürfte die Richtung klar werden.

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Twittering Birds Never Fly 7 (Comic)

Kou Yoneda

Twittering Birds Never Fly 7

Übersetzung: Verena Maser

Cross Cult, 2021, Paperback, 208 Seiten, 12,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Nach den Ereignissen des letzten Bandes konnte man annehmen, dass „Twittering Birds Never Fly“ sein Ende gefunden hätte, aber scheinbar wurden dadurch nur die Karten neu gemischt und ein paar andere Voraussetzungen für die Beziehung geschaffen, die nun in eine neue Runde geht.


Denn Yashiro hat sich nach der Zerschlagung seiner Gruppe etwas zurückgezogen und arbeitet nun in einem zwielichtigen Casino. Er ist nicht mehr der Boss, sondern eher ein niederer Angestellter. Bei Doumeki hingegen sieht es anders aus. Denn der hat sich den Yakuza richtig angeschlossen und ist in deren Rängen aufgestiegen, nachdem er sich selbstlos für die Rettung der Tochter eines Bosses eingesetzt hat. Seitdem ist dieser sehr von ihm angetan und vertraut ihm nun auch wichtigere Aufgaben an.

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