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Kategorie: Rezensionen
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Veröffentlicht: Montag, 08. Januar 2018 20:40
Charlotte Erpenbeck (Hrsg.)
Das Schiff, das nie hätte gebaut werden dürfen
Machandel, 2017, Taschenbuch, 177 Seiten, 7,90 EUR, ISBN 978-3-95959-066-2 (auch als Hardcover erhältlich, 14,90 EUR, ISBN 978-3-95959-065-5)
Rezension von Gunther Barnewald
Die vorliegende Anthologie ist zweifellos eine der besten SF-Storysammlungen der letzten Jahre, obwohl die fünf hier enthaltenen Geschichten von Autoren stammen, deren Namen kaum bekannt sein dürfte. Aber die Herausgeberin Charlotte Erpenbeck hat es geschafft, hier vier Kurzgeschichten und eine Novelle zu vereinen, die sowohl inhaltlich überzeugen als auch sehr gut zu lesen sind. Thematische Aufhänger der Anthologie scheinen berühmte Märchen gewesen zu sein, welche den Autoren als Inspiration für ihre Erzählungen gedient haben. So verwenden sowohl Detlef Schirrow als auch Tobias Habenicht das berühmte Märchen „Die Geschichte von dem Gespensterschiff „von Wilhelm Hauff als Ideenquelle und beiden (vor allem jedoch Habenicht) gelingen dadurch wunderbar gruselige Sujets und extrem spannende Geschichten, die sich auch noch deutlich voneinander unterscheiden. Während Sylvia Werth schon im Titel bekennt, dass sie sich Hans Christian Andersens Märchen „Das Feuerzeug“ zur Grundlage genommen hat, dient das Märchen „Däumelinchen“ des gleichen Dichters auch Roselinde Dombach als titelgebende Quelle. Gerd Münscher bedient sich wiederum bei den Märchen aus 1001 Nacht und holt sich Anleihen bei „Aladin und die Wunderlampe“.
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