Alexander Kühl Du sollst nicht töten Titelbild: Giusy Amé Blutwut, 2020, Taschenbuch, 218 Seiten, 14,95 EUR
Rezension von Elmar Huber
„Auch wenn der Anblick etwas anderes vermuten ließ, drückte sie zwei Finger an den Hals der Frau, um einen vermeintlichen Puls zu messen. Die Feststellung, dass es sich um eine Leiche handelte, war aber nicht der Grund, weshalb die Ermittlerin die Augen aufriss. Auf dem Unterleib der Toten lag eine Art Teller… mit einem menschlichen Gesicht.“
Eine Vermisstenmeldung führt Kurt Stolze und Paula Reichmann ins Haus des pensionierten Mediziners Lutz Franke, wo sie in einen sprichwörtlichen Albtraum stolpern. Im Keller des Hauses finden die LKA-Beamten nicht nur die verschwundene Ehefrau und den Sohn des Arztes - beide tot und mit Spuren grausamster Verstümmelungen und Folterungen -, hinter einer Geheimtür erwartet sie außerdem ein wahres Schlachthaus. Opfer, deren Verschwinden an die dreißig Jahre zurückreicht. Doch warum hat Franke plötzlich mit dem Morden aufgehört und jetzt auf einmal Frau und Sohn abgeschlachtet? Diese Frage muss zunächst offenbleiben; Franke sitzt unzurechnungsfähig in der Psychiatrie.
Gruselkabinett 167 Flaxman Low - Der Fall Hammersmith E. & H. Heron & Marc Gruppe (Script) Sprecher: Rolf Berg, Bernd Kreibich, Jonas Minthe u.a. Titelbild: Ertugrul Edirne Titania Medien, 2021, 1 CD, ca. 68 Minuten, ca. 8,99 EUR
Rezension von Christel Scheja
Flaxman Low wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts von dem Autor Hesketh Vernon Prichard und seiner Mutter erfunden und gilt als einer, wenn nicht sogar der erste Detektiv des Übersinnlichen. Schon mehrfach wurden die Geschichten in der „Gruselkabinett“-Reihe umgesetzt, nun ist eine weitere Geschichte an der Reihe: „Der Fall Hammersmith“.
Doktor Strange: Season One Season One: Doc Strange (2012) Text: Grek Pak Titelbild: Julian Totino Tedesco Zeichnungen: Emma Rios Übersetzung: Michael Strittmatter Panini, 2013, Paperback, 116 Seiten, 14,95 EUR
Rezension von Elmar Huber
Bei einem Autounfall werden die Hände des brillanten Chirurgen Stephen Strange irreparabel geschädigt. Auf seiner verzweifelten Suche nach Heilung stößt der Arzt auf die Legende eines Mönchs, genannt „Der Uralte“, der in einem Tempel im Himalaya leben soll und der dem Doktor möglicherweise mit Magie helfen könnte. Trotz seiner Skepsis macht sich Strange auf den Weg, um diese letzte Möglichkeit zur Genesung zu nutzen. Der Alte erkennt das magische Potenzial in Strange und beginnt, ihn auszubilden.
Amazon hat heute angekündigt, dass man "Der Greif" nach dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Hohlbein als Serie verfilmt. Er ist der mit 40 Millionen verkauften Büchern weltweit erfolgreichste lebenden Roman-Autor Deutschlands.
In "Der Greif" geraten die drei Außenseiter Mark, Memo und Becky auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden in Berührung mit einer phantastischen Welt, genannt der Schwarze Turm. Dort plündert und unterjocht der Greif, ein weltenverschlingendes Monster, seit Jahrhunderten alle Lebewesen gnadenlos. Und ausgerechnet die drei Freunde scheinen dazu bestimmt zu sein, diese Schreckensherrschaft zu beenden.
Die Showrunner Erol Yesilkaya (Buch) und Sebastian Marka (Regie) adaptieren den Stoff in sechs Episoden. "Der Greif" ist eine Produktion von W&B Television in Kooperation mit DogHaus Film für Amazon Studios. Ausführende Produzenten sind Quirin Berg und Max Wiedemann ("Dark") sowie André Zoch ("Die Säulen der Erde").
"Wir waren schon als Teenager alle Fans des Romans und die Begeisterung stellt sich auch heute als erwachsener Leser sofort ein", sagte Quirin Berg. "Sebastian und Erol haben eine beeindruckende Vision und ich freue mich sehr, dass wir heute dank Amazon in der Lage sind einen so großen und faszinierenden Stoff als Serie zu realisieren und damit Millionen Zuschauer weltweit zu begeistern." Erol Yesilkaya und Sebastian Marka: "Unsere Adaption von "Der Greif" hat einen absolut frischen Zugang zum Fantasy Genre - ein wenig, als hätte sich Donnie Darko in Mittelerde verirrt."
Markus Lawo (Hrsg.) Abartige Geschichten - Baker Street Titelbild: Markus Lawo Hammer Boox, 2020, eBook, 4,99 EUR (auch als Taschenbuch erhältlich)
Rezension von Elmar Huber
„„Etwas geht vor sich in der Stadt“, flüstert sie. „Es gärt geradezu, wird sich bald schon Bahn brechen. Der Rauch aus den Fabrikschloten liegt wie ein Schleier über der Wirklichkeit und macht die Menschen blind für das, was um sie herum passiert. Es ist furchtbar und wunderschön zugleich. Sie wissen genau, wovon ich rede, nicht wahr?“ (Sascha Dinse: „Post Mortem“)
Wolfgang Brunner: „Das ewige Leben des John Smith“ Ein laut geführter Disput aus dem Nebenzimmer in der Baker Street 221b weckt das Interesse des angehenden Schriftstellers Arthur Conan Doyle. Er beschließt, die Räume seines Nachbarn aufzusuchen, wo ihn John Smith und Sherlock Holmes bereits erwarten; nichts anderes war das Ziel ihres arrangierten Gesprächs. Dort wird Doyle überraschend Zeuge einer bizarren Operation, mit der John Smith gedenkt, sich von seiner Krankheit zu heilen und sein Leben zu verlängern.
Bentley Little Der Berater (The Consultant, 2015) Übersetzung: Heiner Eden Buchheim, 2019, eBook, 5,99 EUR (auch als Hardcover erhältlich)
Rezension von Elmar Huber
„Die Gespräche verstummten, und die versammelten Manager drehten die Köpfe nach vorne. Der Mann neben Matthews war groß und schlank. Er trug eine rote Fliege. Sein Haar war merkwürdig hellbraun, fast schon orange, und zu einem Bürstenschnitt frisiert, was seine ohnehin schon hohe Stirn noch riesiger erscheinen ließ. Seine Miene war ausdruckslos wie die eines Roboters, der darauf wartete, eingeschaltet zu werden. Bedächtig ließ er seine Augen über das sitzende Publikum schweifen, ohne an jemandem Bestimmtes hängen zu bleiben.“
Im Wurdack Verlag ist die Ausgabe 4 von "!Time Machine" erschienen, die sich schwerpunktmäßig mit Artikeln, Rezensionen und mehr dem Mars widmet. (Zeitschrift, A4, 64 Seiten, 5,60 EUR)
Aus dem Inhalt: Boomer und der MAD-Chef (Udo Klotz) Abt. 10 – Historiker: Der Wilhelminische Mars (Ralf Bodemann) Mars-Perle: Ashley, Lost Mars (Christian Hoffmann) Abt. 4 – Geologen: Terraforming Mars (Udo Klotz) Abt. 4 – Geologen: Terraforming Mars (Spiel) (Udo Klotz) Mars-Perle: Bisson, Mars Live (Christian Hoffmann) Abt. 6 – Akustiker: Mars ist kein Spaß (Wolfgang Both) Mars-Perle: Eschbach, Das Marsprojekt (Udo Klotz) Abt 7 – Mobiloptiker: Die Grünen Männchen vom Roten Planeten in SW und Bunt (Udo Klotz) Mars-Perle: Vaughn, Martians abroad + Heinlein, Podkayne of Mars (Christian Hoffmann) Abt. 12 – Chronologen: Chronologie der Marsbesiedelung (Udo Klotz) Mars-Perlenkette: The War of the Worlds (Udo Klotz) Mars-Perlen: The War of the Worlds (Christian Hoffmann) Abt 9 – Spiegel-Ethnologen: Kleine Geschichte der Marsianer (Hans Frey) Mars-Perle: Abret, Das Jahrhundert der Marsianer (Udo Klotz) Abt. 13 – Nonkonformisten: Das Rote Unkraut vom Mars (Christian Hoffmann)
Dieses Jahr kehrt der König zurück. Das Charakter-Design der Original-Anime-Serie "Godzilla Singular Point" stammt von Kazue Kato ("Blue Exorcist"). Darüberhinaus wurde Godzilla selbst vom legendären Studio-Ghibli-Zeichner Eiji Yamamori neu gestaltet. Hier ist ein erster Promo zur Serie, die man Netflix wird sehen können.
Der Barde 3 Das Vermächtnis der Baba Jaga David Seinsche Hrsg.: Alisha Bionda Titelbild und Innenillustrationen: Shikomo Arunya, 2020, eBook, 2,99 EUR
Rezension von Elmar Huber
„Die Frau nahm all ihren Mut zusammen, drehte sich langsam in die Richtung, aus der das Flüstern kam und öffnete die Augen einen Spalt weit. Nur wenige Meter von ihr entfernt stand ein Wesen, hell schimmernd wie ein Sonnenstrahl, der sich im Morgentau bricht.“
In der Taverne ‚Zum schwankenden Lampion‘ präsentiert der Barde Manchego seinem lauschenden Publikum eine Geschichte, die ihn selbst über die Maßen berührt:
Blade Runner 2019: Los Angeles (Blade Runner 2019 1-4) Text: Michael Green, Mike Johnson Zeichnungen: Andrés Guinaldo Übersetzung: Bernd Kronsbein Panini, 2020, Paperback, 112 Seiten, 15,00 EUR
Rezension von Elmar Huber
Detective Aahna „Ash“ Ashina ist eine der ersten und besten „Blade Runner“, Polizisten, die dafür ausgebildet sind, illegale Replikanten (körperlich starke, künstliche Menschen mit begrenzter Lebenszeit, die ursprünglich für schwere körperliche Arbeiten in den Kolonien auf anderen Planeten hergestellt wurden) auf der Erde aufzuspüren und in den Ruhezustand zu versetzen (zu töten).
Auf Befehl von oben soll sie sich eines Vermisstenfalls annehmen: Frau und Tochter des einflussreichen Industriellen Alexander Selwyn sind am Tag zuvor, auf dem Heimweg von einer Geburtstagsparty, spurlos verschwunden. Es gelingt Ash, das Fahrzeug der Frau zu finden und von da an die Spur der Vermissten weiter zu verfolgen. Je mehr die Polizistin bei ihrer Suche erfährt, desto mehr beginnt sie, an den Beweggründen ihres Auftraggebers zu zweifeln.
Netflix kündigt "Pacific Rim: The Black" mit diesem Promo für den 4. März an. In der neuen Zeichentrickserie steigen Kaiju aus dem Meer empor und überrennen Australien. Zwei Geschwister suchen mithilfe eines alten Jaegers nach ihren vermissten Eltern und kämpfen ums Überleben.
Im Arcanum Fantasy Verlag ist die Anthologie "Tod des Helden" erschienen, herausgegeben wurde sie von Volkmar Kuhnle. (Titelbild: Igor Shaganov, Taschenbuch, 422 Seiten, 15,00 EUR)
Der Tod des Helden ist immer ein entsetzliches Ereignis. Man begleitet den Helden auf abenteuerliche Fahrten, trifft fremde Menschen und Wesen und lernt andere Länder kennen. Man erlebt Liebe und Leid hautnah. Wenn der Held am Ende stirbt, was zum Glück nur selten vorkommt, dann ist das ein trauriges Ende. Doch was, wenn der Held mitten in der Erzählung stirbt? Wie soll die Geschichte weitergehen? Einen Ersatzhelden hat man nicht immer dabei. Wie nun so eine Geschichte endet, darüber machten sich 25 Autorinnen und Autoren Gedanken. Herausgekommen ist eine bunte Mischung mit vorzeitig verstorbenen Helden. Und Geschichten die dennoch ein gutes (?) aber erfolgreiches Ende finden.
Antebellum USA 2020, Regie: Gerard Bush und Christopher Renz, mit Janelle Monáe, Eric Lange, Jena Malone u.a.
Rezension von Elmar Huber
Die schwarze Soziologin und Frauenrechtlerin Veronica Henley (Janelle Monáe: „Hidden Figures“, „Willkommen in Marwen“) erwacht aus einem Albtraum, in dem sie als Sklavin namens Eden zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs auf einer Baumwollplantage gearbeitet hat, wo Unterdrückung, Mord und die Vergewaltigung der Sklavenfrauen an der Tagesordnung sind.
Während einer kurzen Promotion-Reise für ihr neues Buch macht sie nicht nur einige merkwürdige Erfahrungen, es tauchen auch Personen aus ihrem Traum dort auf.
Valentina Morelli Tod zur Mittagsstunde Kloster, Mord und Dolce Vita - Schwester Isabella ermittelt 1 be-ebooks, 2020, 3,99 EUR (auch als Taschenbuch erhältlich)
Rezension von Elmar Huber
„Mit gerafftem Rock trat sie auf den Glockenturm zu. Sie schaffte drei Schritte, bis sie erneut innehielt. Da war etwas, das ihre Aufmerksamkeit weckte. Ein Schatten auf dem Boden. Nein, kein Schatten. Eine Gestalt. Schwester Isabella wusste es zunächst nicht einzuordnen. Als hätte jemand einen Lumpen Kleider achtlos dahingeworfen. Doch dann erkannte sie ihren Fehler. Es waren keine Kleiderlumpen. Es war ein Mensch.“
Bei einem Blick vom Glockenturm des Convento di Nostra Cara Regina Maria erblickt Isabella ihre Mitschwester Raffaella, die mit verrenkten Gliedern im Klosterhof liegt; offenbar vom Glockenturm in den Tod gestürzt. Selbstmord scheint für eine Ordensschwester doch sehr unwahrscheinlich, ebenso wie ein Unfall, den die Höhe der Brüstung mit Sicherheit verhindert hätte. Auch die merkwürdige Handhaltung der Toten lässt Isabella keine Ruhe. Es sieht aus, als hätte sie mit letzter Kraft die Zahl 6 in den Sand gezeichnet.
Batman Metal (Dark Days: The Casting 1; Dark Days: The Forge 1; Dark Knights Rising: The Wild Hunt 1; Dark Nights: Metal 1-6, 2017/2018) Text: Scott Snyder, Grant Morrison u.a. Titelbild: Greg Capullo Zeichnungen: Greg Capullo, Jonathan Glapion u.a. Übersetzung: Ralph Kruhm Panini, 2019, Paperback, 284 Seiten, 28,00 EUR
Rezension von Elmar Huber
Wieder einmal wird das DC-Universum in seinen Grundfesten bedroht. Eine nie dagewesene Gefahr rollt auf die Erde zu. Geheimniskrämer Batman hat schon so etwas geahnt und für diesen Fall einmal mehr, ohne das Wissen seiner Superheldenkollegen, einige Vorbereitungen getroffen. Doch scheint der Dunkle Ritter selbst noch nicht alle Zusammenhänge zu kennen.
Stephanie Pinkowsky Seelensplitter: Zwischen Schuld und Begehren 2018, Paperback, 304 Seiten, 10,90 EUR (auch als eBook erhältlich)
Rezension von Christel Scheja
Die 1992 in Reinbek geborene Stephanie Pinkowsky entdeckte schon im Kindesalter die Lust am Schreiben und gewann später auch einige Kurzgeschichten-Wettbewerbe. Mit ihrer ersten Romanreihe wagte sie auch gleich einen mutigen Schritt, denn mit „Zwischen Schuld und Begehren“ dem ersten Band der „Seelensplitter“-Trilogie, fasste sie gleich ein ungewöhnliches Thema an.
Helene wächst ohne Eltern bei Tante und Onkel auf, die ihr eine liebevolle Familie sind. Das hindert sie aber nicht daran, nach der Schule die Geliebte eines älteren und verheirateten Mannes zu sein und später auch noch von ihm schwanger zu werden.
Daniel Sand Irren ist göttlich 2020, Paperback, 330 Seiten, 10,69 EUR (auch als eBook erhältlich)
Rezension von Christel Scheja
Leider gibt es zum Autor keine Informationen, vermutlich aber ist der Roman „Irren ist göttlich“ sein Debüt, so wie das Buch auch die erste Veröffentlichung des Verlages ist. Und man hat sich viel vorgenommen, vermutlich wird es nicht das einzige „Abenteuer vom Würfelplaneten“ bleiben.
Thariel ist eigentlich ganz zufrieden mit seinem Leben in dem kleinen Dorf am Rande des Sumpfes. Er hat eine gute Arbeit, nette Freunde und kann kleine Abenteuer erleben. Doch dann wird er eines Tages überraschend von Gott verflucht. Weil niemand ihm glaubt, dass er unschuldig ist, reist der junge Mann in die Hauptstadt, um zu erfahren, warum das geschehen ist und wie er wieder frei von der Verwünschung werden kann. Das ist der Beginn eines haarsträubenden Abenteuers durch Raum und Zeit, denn sehr schnell merkt Thariel, dass in der Residenz des Gottes nicht alles mit rechten Dingen zugeht.