A. K. Caggiano: Summoned to the Wilds: Die Blume des Bösen (Buch)

A. K. Caggiano
Summoned to the Wilds: Die Blume des Bösen
Villains and Virtues 2
(Summoned to the Wilds - Villains and Virtues 2, 2022)
Übersetzung: Kerstin Fricke
Titelbild und Illustration: Jyotirmyee Patra
Tor, 2026, Paperback, 528 Seiten, 18,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Sie haben sich vielleicht nicht gesucht, aber gefunden - und sind seither aneinander gebunden: der gefährliche Blutmagier und Halbdämon Damien Maleficus Blutdorn und die eigenwillige Lays Ammalie Avington, die auch als Diebin Amma unterwegs war. Nach „Throne in the Dark: Die Flamme des Bösen“ geht es nun in „Summoned to the Wilds: Die Blume des Bösen“, dem zweiten Band von „Villains & Virtues“, weiter.

 

Um seinen Vater aus dem Gefängnis zu befreien, braucht Damien eigentlich das Amulett, welches sich leider mit Amma verbunden hat. Er könnte sie töten, aber weil er sich in sie verliebt hat, sucht er nun nach anderen Mitteln und Wegen, obwohl sich ihre Wege erst einmal getrennt haben.

Dennoch entführt er sie aufs Neue aus der Burg ihrer Eltern und zieht mit ihr in die Wildnis, um dort inmitten von fiesen Monstern, verführerischen Vampiren aber auch recht eigenwilligen Hexen Mittel zu finden, Amma von dem Amulett zu trennen. Dabei werden ihnen natürlich zahlreiche Steine in den Weg gelegt.


Auch wenn der Ton heiter bleibt und die Monster und Gegenspieler eher wie Parodien ihrer selbst daherkommen, verfolgt die Autorin nun den Weg weiter, eine romantische Geschichte zu erzählen, was man diesem Band besonders deutlich anmerkt. Denn die Quest ist mehr oder weniger nur der Antrieb für die Handlung, die auf der anderen Seite auch immer wieder von Geplänkel ausgebremst wird. Denn natürlich umkreisen sich die beiden weiter; Amma kommt ihrem Auserwählten immer näher, während der noch versucht, Abstand zu wahren, was auch immer weniger gelingen will.

Letztendlich wird er zwar oft genug daran erinnert, dass er ja eigentlich eine Aufgabe zu erfüllen hat, aber ob er das wirklich will, steht auf einem anderen Blatt, das merkt man auch im Streit mit seinem Bruder an, der das Ganze nur kopfschüttelnd beobachtet.

Die Autorin spult eine klassische Heldenreise ab, bringt die Helden natürlich immer wieder in Gefahr und trennt sie auch schon mal voneinander, damit auch Amma eine Chance bekommt, zu wachsen und mehr über sich und die in ihr schlummernden Kräfte zu lernen. Denn natürlich hat das Amulett auch Auswirkungen auf sie.

Ganz im Hintergrund werden dann natürlich auch ein paar Weichen gestellt, die auf den Abschlussband hinarbeiten. Aber alles in allem gestaltet sich der Mittelband der Trilogie doch weniger wie ein Abenteuer, als eine Liebesgeschichte, die jetzt langsam Fahrt aufnimmt. Das Ganze ist unterhaltsam geschrieben, geht allerdings nicht sonderlich in die Tiefe, schon gar nicht beim Hintergrund oder den Figuren.

„Summoned to the Wilds: Die Blume des Bösen“ ist die unterhaltsame und augenzwinkernd geschriebene Fortsetzung der „Villains & Virtues“-Trilogie. Das Abenteuer bleibt trotz der Heldensuche eher im Hintergrund, dafür bekommen die Romantasy-Fans jede Menge Futter fürs Herz.