Freya Dawn: Nightfallen - Academy of Death (Buch)

Freya Dawn
Nightfallen - Academy of Death
Three Monsters and their Queen 2
Piper, 2026, Paperback, 304 Seiten, 18,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Es braucht heute offenbar nicht viel, um dunkle Romantik in ein Gewand zu packen, das vor allem jüngere Leserinnen anspricht. Denn letztendlich braucht es nur ein abgeschiedenes College mit düsteren Geheimnissen und gefährlichen Bewohnern. Das hat Freya Dawn bereits im ersten Band ihrer Dilogie „Three Monsters and their Queen“ bewiesen. Nun geht es in „Nightfallen - Academy of Death“ weiter.


Liora hat sich inzwischen daran gewöhnt, die Academy of Death zu besuchen, und sie hat einige Geheimnisse des Colleges herausfinden können. Und so erfahren, dass die attraktivsten Jungen sprichwörtliche Monster sind - und diese es auf sie abgesehen haben.

Nun aber stehen die Prüfungen an, die über Wohl und Wehe der Absolventen, aber auch das der Schule entscheiden. Und die junge Frau steckt mittendrin, gefangen zwischen Verlangen und dem Erbe, das ihre Familie hinterlassen hat.


Die Autorin macht keinen Hehl daraus, dass ihr Schwerpunkt mehr oder weniger auf den leidenschaftlichen Beziehungen liegt, auch wenn die phantastischen Elemente jetzt ein wenig mehr Bedeutung für die Handlung bekommen, um für die nötige Spannung zu sorgen, da die Heldin, nun da sie Einiges mehr über das College und ihre Familie weiß, die magische Seite der anderen Absolventen vor Augen hat, auch in entsprechende Gefahr gerät und etwas tun muss, um zu überleben.

Allerdings ist sie nur eine von vier Erzählstimmen, die ständig wechseln, so dass man nicht wirklich irgendeine Bindung zu einer der Figuren aufbauen kann, kreisen die Gedanken der Ich-Erzähler doch oft nur um ihr Begehren und ihre Leidenschaft und weniger das Problem, das es zu lösen gilt.

Durchmischt ist das ganze natürlich mit jeder Menge leidenschaftlicher Momente, die das übliche Vokabular nutzen und so für das entsprechende Kribbeln im Bauch sorgen sollen. So bedient die Autorin vor allem die Erwartungen von Romance-Lesern, der phantastische Hintergrund wie auch das Abenteuer, bedienen sich letztendlich nur der üblichen Handlungsmuster, so dass der Roman nicht über ein Mittelmaß hinauskommt.

„Nightfallen Academy of Death“ mag zwar den Zweteiler abschließen, bleibt allerdings nicht wirklich in Erinnerung, da die Geschichte so schon oft erzählt wurde und auch die leidenschaftlichen Momente nicht über ein Mittelmaß hinauskommen. Das Buch ist wie sein Vorgänger allenfalls für Neueinsteiger interessant, die gerade einmal Lust auf Dark Romantasy haben.