Fukushima - Die Chronik einer Katastrophe (Fukushima: Chronique d'un accident sans fin, 2021) Text: Bertrand Galic Titelbild und Zeichnungen: Roger Vidal Weitere Mitwirkung: Christian Blondel Übersetzung: Martin Knopp Cross Cult, 2022, Hardcover, 136 Seiten, 25,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Nach Tschernobyl im Jahr 1986 hat wohl die Katastrophe von Fukushima im Jahr 2011 gezeigt, wie schnell Kernkraftwerke, die eigentlich billig Energie schaffen und die Menschheit voranbringen sollen, auch zu einer Todesfalle werden können und auch noch viele Jahre später Spuren hinterlassen. Und diesmal hat auch die Natur ihren Teil dazu beigetragen.
Zu Beginn des 11. März 2011 ahnt noch keiner, dass das Erdbeben und der nachfolgende Tsunami in der Region Sendai in Japan verheerende Folgen haben kann. In dem größten Kernkraftwerk der Welt gehen die Beschäftigten ihrem Alltag nach und nehmen die Erderschütterungen erst einmal so hin, doch dann folgt ein Schlag nach dem anderen.
Annette Oppenlander Endlos ist die Nacht 2022, Paperback, 340 Seiten, 15,95 EUR
Rezension von Christel Scheja
Annette Oppenlander weiß worüber sie schreibt, denn sie hat über dreißig Jahre in den USA gelebt und konnte daher vor Ort die Gegenden kennenlernen, in denen sie ihre Geschichte anlegt und das nötige Wissen über die Zeit sammeln. Diesmal wendet sie sich in „Endlos ist die Nacht“ der Prohibitionszeit auf ihren Höhepunkt zu.
Samantha verliert durch den Unfalltod ihrer Mutter alles. Schon zuvor haben sie sich eher schlecht als recht als Wäscherinnen durchgeschlagen, nachdem der Vater aus dem Weltkrieg in Europa nicht mehr zurückkehrte und der Bruder auch schon eine ganze Weile nicht mehr da ist. Sie hat nur noch eine Hoffnung: diesen in Chicago wieder zu finden.
Die Königreiche Zol und Akhafa liegen im erbitterten Krieg, als eine tödliche Krankheit, das "schwarze Wolfsfieber", die Invasion des übermächtigen Zol stoppt und zu einem scheinbar friedlichen Miteinander führt. Viele Jahre später wird Zol erneut von der mysteriösen Seuche befallen, die bis dahin als ausgerottet galt. Denn in einem von Wölfen beherrschten Gebiet kommt es in einer Salzmine zu einem folgenschweren Vorfall. Dort müssen Verbrecher ihre Strafen als Sklaven bis zu ihrem Lebensende verbüßen. Unter ihnen ist der ehemalige Kommandant Van aus Akhafa. Eines Nachts fallen Wölfe über die Mine her und töten in einem blutigen Gemetzel fast alle Sklaven, Aufseher und Arbeiter. Es gibt nur zwei Überlebende: Van und ein kleines Mädchen namens Yuna entkommen wie durch ein Wunder dem Tod. Der ehemalige Kommandant nimmt sich Yuna an und begibt sich mit ihr auf die Reise. Zufällig erreichen sie ein kleines Dorf, in dem sie zumindest kurzzeitig ein friedliches Leben führen. Denn der Frieden währt nicht lange. Während sich die tödliche Krankheit immer weiter ausbreitet, geraten Van und Yuna auf der Suche nach einem wirkungsvollen Heilmittel in die Schusslinie...
Hier sind die ersten zehn Minuten aus "The Deer King" von Regisseur Masashi Ando. Der Film läuft ab dem 15. September in den deutschen Kinos.
Mit dem Roman "Nekrolog" von Ben Calvin Hary geht Ende dieser Woche die Mini-Serie "Perry Rhodan ATLANTIS" zu Ende. Diese erzählt von einer unfreiwilligen und ungewöhnlichen Reise in die Vergangenheit, von Perry Rhodan, der auf seinen alten Freund Atlan trifft, von seinen Gefährtinnen, von Maahks und Arkoniden, von Robotern und Androiden.
Doch das ist nicht das Ende; die Geschichte an sich ist abgeschlossen - es bleiben jedoch einige Fragen. Diese werden ab März 2023 aufgegriffen, dann startet mit "Perry Rhodan ATLANTIS 2" die nächste Mini-Serie. Das Konzept stammt wieder von Ben Calvin Hary, sie wird erneut zwölf Romane umfassen, und sie spielt - wie der Name schon andeutet - mit dem Mythos Atlantis.
Nachdem Perry Rhodan bei seiner unfreiwilligen Zeitreise in die Vergangenheit der Erde den Kontinent Atlantis und seine Bewohner vor einer Katastrophe bewahrt hat stellt man fest, dass eine solche Reise durch die Zeit ihre Tücken hat: Der Raumfahrer muss sich - obwohl er auf der Erde ist - buchstäblich mit einer anderen Welt auseinandersetzen. Und er erkennt: Er muss erneut Atlantis und damit seinen Heimatplaneten retten.
Die Schlacht um das Dorf der Schwertschmiede ist in der Serie „Demon Slayer“ immer noch im vollen Gange. Und Tanijiro, der erst kurz vorher seine schweren Verletzungen auskuriert hat, steckt natürlich wieder mittendrin.
Hatengu und Gyokku hören mit ihren Attacken nicht auf, so dass nun auch die Säulen des Dorfes gefordert sind. Ausgerechnet Tokito ist aber ebenfalls nicht auf der Höhe seiner Kräfte, so dass es an Tanijiro ist, den Hauptkörper von Hatengu aufzuspüren. Denn nur wenn dieser vernichtet wird dann haben sie einen Sieg errungen. Doch auch wenn der Dämon im Minaturformat ist, ist er nur schwer zu besiegen, selbst mit Nezukos Hilfe. Und dann naht auch noch der Sonnenaufgang.
Peter R. Krüger & J. Anders Wir sind die Roboter Sternenlicht 12 Titelbild: Thomas Budach Saphir im Stahl, 2022, Taschenbuch, 190 Seiten, 13,00 EUR
Rezension von Carsten Kuhr
Nach dem desaströsen Krieg gegen die Frogs ist die menschliche Hegemonie auseinandergebrochen. Die Sternenlicht-Vereinigung ist die größte der verbliebenen Sternen-Koalitionen.
Wir schreiben das Jahr 3167. Die Sternenlicht-Vereinigung sieht sich an allen Grenzen Aggressoren gegenüber, die man nicht wirklich einschätzen kann. Schlachtschiffe werden an den wichtigsten Grenzen stationiert und massiert, für Sondereinsätze - seien sie auch noch so wichtig - ist schlicht kein Material übrig.
Mit dem zehnten Band geht die „Birthright“-Serie nun in die letzte Runde. Zwar war der große Showdown bereits im letzten Band und das Böse in Gestalt des Gottkönigs Lore ist besiegt, aber noch lange ist nicht alles in Ordnung.
Es ist vor allem Brennans und Mikeys Verdienst, dass die beiden Welten nun nicht mehr überlappen, auch wenn es natürlich noch einige Monster zu erledigen gilt, die auf der Erde verblieben sind. Brennan ist verschollen und wenn man etwas von ihm hört, ist es nichts Angenehmes. Außerdem sitzen die Eltern der beiden Brüder auf Terenos fest. Also ist es an Mikey, noch einmal zum Helden zu werden. Tatsächlich gibt es eine Möglichkeit, die Verlorenen zurückzuholen, doch das hat auch seinen Preis.
Auch im dritten Band von „My Home Hero“ ist die Sache für Tetsuo noch nicht vorbei, denn der eigentlich bisher unbescholtene Büroangestellte gerät immer tiefer in den Sumpf, den die Yakuza geschaffen hat.
Immerhin ist es ihm gelungen, die Konfrontation mit Kubo zu überleben, einen Yakuza, der mit allen Wassern gewaschen war. Allerdings hat man nun auch Einiges gegen ihn in der Hand und wird weiter verfolgt. Außerdem suchen seine Freunde immer noch nach dem getöteten Nobuto. So muss der Mann, der sich Verbrechen bisher nur auf dem Papier ausgedacht hat, auch weiterhin dem Pfad in die Dunkelheit folgen; aber er hat einen guten Grund dazu, will er seine Frau und seine Tochter um jeden Preis schützen - koste es was es wolle.
Die Comiciade kommt zurück ins belgische Eupen. Am 25. September werden sich Comiczeichner-Legenden wie Hermann Huppen zusammen mit vielen jungen Zeichnerinnen und Zeichnern im in den Alten Schlachthof präsentieren. Ein Tag mit vielen Gesprächen, Treffen, Austausch, Zeichnen, Workshops, Ausstellungen und einem bunten Rahmenprogramm mit einem abschließenden Cosplay-Wettbewerb. Von 11.00 bis 18.00 Uhr werden stündlich wechselnde Workshop angeboten, Gespräche. Lesungen auf der Bühne werden Comics erfahrbar machen und natürlich werden viele Comics von Künsterinnen und Künstlern vor Ort live signiert.
Die 38. Wetzlarer Tage der Phantastik finden in diesem Jahr vom 9. bis 11. September statt, sie drehen sich rund um den Wahnsinn in der Phantastischen Literatur, in Bühnen-Inszenierungen und im Film.
Wer phantastische Geschichten liebt, weiß, dass in manchen der Wahnsinn lauert... #Wann immer man beim Lesen ins Zweifeln kommt, ob der gelesene Text einen kranken Geist schildert oder Zeugnis übernatürlicher Ereignisse ist, haben wir es mit lupenreiner Phantastik im Sinne Tzvetan Todorovs zu tun. Diesen spannenden Texten wollen Literatur- und Filmwissenschaftler sowie Soziologen und Psychologen im Rahmen der 38. Wetzlarer Tage der Phantastik auf die Spur kommen. An drei Tagen geht es um Romane, Novellen, Dramen und Filme, die den Wahnsinn im Zentrum haben. Eingeladen sind alle, die Freude an Phantastischer Literatur haben und sich von den Vorträgen neue Inspiration für die weitere Lektüre wünschen.
Die Tagung ist eine Kooperationsveranstaltung des Instituts für Romanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Phantastischen Bibliothek Wetzlar und ist für Studierende der Justus-Liebig-Universität kostenfrei. Das Programm findet sich hier.
Rob Jones Der Fluch der Medusa Joe Hawke 4 (The Curse of Medusa, 2018) Übersetzung: Madeleine Seither Titelbild: Michael Schubert Luzifer, 2022, Taschenbuch, 298 Seiten, 13,95 EUR
Rezension von Carsten Kuhr
Ex-Special-Forces-Kämpfer Joe Hawke hat ja gerade in der letzten Zeit so Einiges erlebt, das ein Weltbild komplett auf den Kopf gestellt hat. Die alten Götter sind real, es gibt Menschen, die nicht altern, Geheimnisse wohin das kundige Auge auch blickt. Mittendrin dabei immer ECHO, eine private Geheimorganisation mit Sitz auf der paradiesischen Insel Elysium, die Joe, nachdem er seine Integrität und Befähigung mehr als nachgewiesen hat, das Angebot macht, in ihre Reihen aufgenommen zu werden.
Nick - Pionier des Weltalls 3 Albtraum Erde 2 Fred Hartmann Titelbild: Axel Blotevogel 2022, Taschenbuch, 308 Seiten, 16,00 EUR
Rezension von Carsten Kuhr
Mit drei Expeditionsschiffen, bemannt mit den besten Frauen und Männern des Planeten, startet die Menschheit eine mehrjährige Forschungsreise, die nicht nur dazu dienen soll das Universum selbst zu erforschen, sondern auch wissenschaftliche Theorien zu verifizieren.
Dehnt sich das Universum wirklich aus, gab es einen Urknall, ja geht das Universum selbst in einem Art Moebius-Band wieder in sich selbst über? Fragen, die die Wissenschaftler beantworten sollen.
Auf dem Kreuzfahrtschiff "Noahfuture" geht es hoch her. Dabei ahnen die feierwütigen Passagiere nicht, was sich im dritten Unterdeck verbirgt: Ihr vermeintliches Traumschiff ist in Wahrheit das erste und letzte Rettungsboot der Menschheit, die Arche Noah. Aber deren Besatzung ist die Weltrettung inzwischen leid. WDR 3 sendet morgen um 19.04 Uhr das Hörspiel "40 Tage Regen" von Jens Rachut, es steht nach der Sendung zum Download zur Verfügung.
Der neue "John Sinclair"-Podcast bietet ein Interview mit dem Autor Ian Rolf Hill, von dem derzeit ein Vierteiler innerhalb der Serie erscheint.
Das Label WinterZeit hat bei YouTube diverse Folgen der Reihe "Sherlock Holmes - Die alten Fälle (Reloaded)" eingestellt, "Das Tal der Furcht" zum Beispiel findet sich hier.
Diese Woche neu erschienen auf CD und digital im Netz ist das Hörspiel "Das Schwarze Auge" Folge 16 ("Die Spuren der Träumer").
Diese Woche neu erschienen auf CD ist das Hörspiel "Tony Ballard" Folge 45 ("Bei Vollmond kommt der Tod").
Die Ärzte haben heute die lebenserhaltenden Maschinen bei Anne Heche abgestellt und die US-Schauspielern für tot erklärt. Die 53jährige war am Freitag der Vorwoche mit ihrem Auto unter Drogeneinfluss in Los Angeles in ein Haus gerast, hierbei zog sie sich unter anderem schwere Brandwunden und Hirnverletzungen zu. Bekannt war sie aus Filmen wie "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" (1997), "Volcano" (1997) oder "Psycho" (1998); im Serienbereich sah man sie zum Beispiel in "Aftermath" (2017) und "The Brave" (2017/2018).
Netflix hat die Serie "Love, Death + Robots" um eine weitere und somit vierte Staffel verlängert.
ProSieben FUN zeigt die achte Staffel von "The Flash" ab dem 1. September immer donnerstags ab 20.15 Uhr als Deutschlandpremiere.
„Mieruko-chan - Die Geister, die mich riefen“ dreht sich auch weiterhin um eine junge Frau, die das Übernatürliche sehen kann und versucht damit fertig zu sehen. Aber mittlerweile merkt sie auch, dass sie vielleicht mehr bewirken kann.
Ein neuer Lehrer bereitet ihr Kopfschmerzen, denn er ist von fiesen Geistern umgeben und sie muss sich fragen, ob er ihr und ihrer Freundin schaden will oder aber selbst nur ein Opfer ist, das nicht wirklich los kommt. Die Konfrontation bleibt nicht aus, lässt das Mädchen aber erkennen, als sie der Sache genauer auf den Grund geht, dass sie vielleicht §iniges mehr bewirken kann als sie dachte. Und das ist auch gut so, das macht sie selbstbewusster.
Brian K. Vaughan Paper Girls - Die komplette Geschichte (Paper Girls: The complete Story, 2022) Text: Brian K. Vaughan Titelbild und Zeichnungen: Cliff Chiang Übersetzung: Sarah Weißbleck Cross Cult, 2022, Paperback, 800 Seiten, 60,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Mit ihrer Serie „Paper Girls“ schufen Brian K. Vaughan und Cliff Chiang eine nicht nur mit mehreren Preisen ausgezeichnete Geschichte, sondern auch eine, die nun für Prime Video in eine achtteilige, erstaunlich werkgetreue Serie umgesetzt wurde.
Vier Mädchen bringen im Jahr 1988 im Vorort einer amerikanischen Großstadt frühmorgens die Tageszeitungen vor die Tür der Kunden und erleben so Einiges, gerade in den Nächten, in denen zuvor Party angesagt war. Einige kontaktieren sich mit Walkie Talkies und bilden eine enge Gemeinschaft. Doch als die junge Erin zu ihnen stößt, wird alles anders.
Maddrax 588 Der Dunkle Ruf Michael Edelbrock Titelbild: Néstor Taylor Bastei, 2022, Romanheft, 68 Seiten, 2,10 EUR
Rezension von Matthias Hesse
„Die Revolution ist wie Saturn, sie frisst ihre eigenen Kinder,“ lässt Georg Büchner seinen Namensvetter George Danton sagen, bevor die konkurrierende Clique um Robbespierre das einstige Gesicht der Revolution aufs Schafott schickt. Dieser Ausspruch hat es von der Bühne zum geflügelten Wort gebracht - und kommt abgewandelt auch in Michael Edelbrocks „Maddrax“-Debüt vor. Dort ist es die lovecraftartige „Dunkle Stadt“, die nun ihre Anhänger verschlingt, um ihr finsteres Herz nach einem derben Rückschlag wieder zu stärken. Wie die Lemminge folgen die Jünger des Kultes zu Hunderten dem Dunklen Ruf, so der Name dieser Episode.
Mika Ich kann dich nicht erreichen 1 Übersetzung: Nana Umino Cross Cult, 2022, Paperback, 160 Seiten, 7,99 EUR
Rezension von Christel Scheja
„Ich kann dich nicht erreichen“ bedient ein Thema, das im Boys-Love-Bereich nicht ganz unbekannt ist und immer wieder neu aufgegriffen wird - mal mehr, mal weniger amüsant. Dieser Titel scheint zu den ernsteren zu gehören.
Eigentlich kennen sie sich seit ihrer Kindheit, aber in der Schule trennen sie Welten, denn Yamato sieht nicht nur gut aus, er gehört auch mit zu den Klassenbesten, während Kakeru ein unscheinbares kleines Kerlchen ist und bei den Schulnoten unteren Durchschnitt erreicht. Die beiden kommen gut miteinander aus, weil Kakeru annimmt, dass er für Yamato nur ein guter Kumpel ist, mit dem man mal was unternehmen kann. Aber dann macht ihm der ach so beliebte Freund ein erstaunliches Geständnis.