Dorian Hunter 18: Kane (Hörspiel)

Neal Davenport, Ernst Vlcek & Marco Göllner (Script)
Dorian Hunter 18
Kane
Sprecher: Thomas Schmuckert, Tim Kreuer, Marco Sand, Regina Lemnitz u.a.
Musik: Moorland Music, Joachim Witt
Cover: Mark Freier
Folgenreich, 2012, 1 CD, ca. 66 Minuten, ca. 8,99 EUR

Von Christel Scheja

Mit der achtzehnten Episode der Hörspielreihe „Dorian Hunter“ beginnt ein neuer Lebensabschnitt für den Dämonenkiller. Asmodi ist besiegt und die Schwarze Familie scheint ohne Anführer hilflos zu sein. Doch das bedeutet nicht, dass die Männer und Frauen der Inquisitionsabteilung des Secret Service nun die Hände in den Schoß legen können – eher im Gegenteil.

Agent Cohen und Lillian Hunter sind auf dem Weg in die schottischen Highlands, um sich dort eine neue psychiatrische Anstalt anzusehen. Agent Winter versucht herauszufinden, wer oder was Schafe gerissen hat und kein wilder Hund sein kann, Steve Powell versucht eine alte Frau zu beruhigen, in deren Garten es spuken soll, Coco Zamis unterstützt einen Pater bei einem Exorzismus und Donald Chapman behält einen Verdächtigen im Auge. Nur Dorian nimmt eine Auszeit von seinem Job und zieht sich in seine Londoner Jugendstilvilla zurück, da ihn die letzten Erfahrungen sehr aufgewühlt haben. Doch er kommt nicht wirklich zur Ruhe, als sich zeigt, dass der neue Freund des autistischen Mediums Philipp Hayward nicht das ist, was er zu sein scheint und auch Coco Zamis in Gefahr gerät, weil ein alter Feind aus der Versenkung aufgetaucht ist: Olivaro, der Schatzmeister der Schwarzen Familie.

Sollte jemand einen Neueinstieg wagen wollen, so bietet sich diese Folge sehr gut dafür an, da ein neuer Handlungsbogen startet und die früheren Ereignisse zwar gelegentlich angesprochen werden, aber nicht mehr so große Bedeutung haben. Schwer wird es nur, die ganzen Personen und ihre Handlungsebenen auseinanderzuhalten, wenn man sie noch nicht kennt. Ist das aber der Fall, kann man ein rasantes actionreiches Abenteuer genießen, das gerne einmal auf eine falsche Fährte führt und andere Elemente der Geschichte miteinander verbindet als vermutet. Auch bekommen hier erstmals wieder Figuren Raum, die lange nicht aufgetreten sind, aber einen interessanten Hintergrund haben.

Nach und nach zieht sich das Netz immer enger, bis Dorian und seine Freunde erkennen müssen, dass Asmodi vermutlich nur der Anfang im Kampf gegen die Schwarze Familie war, denn auch Olivaro ist in seiner Durchtriebenheit nicht zu unterschätzen. Wie immer sind die Sprecher gut bei Laune, wissen ihren Figuren Leben einzuhauchen, treiben Geräuschkulisse und Musik die Spannung auf die Spitze.

Befreit vom Ballast der Vergangenheit kann die Serie „Dorian Hunter“ nun mit der 18. Folge in einen frischen Handlungsbogen durchstarten, was sie nun auch mit vollem Elan tut und dabei wieder einmal Kino für die Ohren bietet, das vor allem actionverwöhnte Grusel- und Mystery-Fans zufriedenstellen dürfte.