Devney Perry: Rites of the Starling - Befreie das Monster (Buch)

Devney Perry
Rites of the Starling - Befreie das Monster
Shield of Sparrows 2
(Rites of the Starling, 2026)
Übersetzung: Michelle Gyo & Kerstin Fricke
Karte: Elizabeth Turner Stokes
Heyne, 2026, Hardcover, 672 Seiten, 24,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Vor etwa einem Jahr startete die Reihe mit „Shield of Sparrows“, nun gibt es mit „Rites of the Starling - Befreie das Monster“ auch schon die dramatische Fortsetzung der erfolgreichen Romantasy-Saga, die immerhin auch mit einer interessanten Handlung voller Abenteuer und Magie punkten kann und sich nicht nur um die Beziehung der Helden dreht.


Monster fallen immer wieder über die fünf Reiche von Calandra her, aber den Herrschern ist es gelungen, dem Ganzen wenigstens etwas Einhalt zu gebieten - einerseits mit fähigen Jägern, andererseits aber auch mit einem magischen Pakt. Prinzessin Odessa sollte ihn für Turah erfüllen, erlebte dadurch aber eine Befreiung aus ihren düsteren Los.

Allerdings erfüllte sie die Aufgabe nicht, die ihr ihr Vater auferlegt hatte. Denn anstatt den Monsterjäger Ransom zu töten, verliebte sie sich in ihn. Allerdings wurden die beiden durch schicksalhafte Umstände und eine erschütternde Wahrheit getrennt. Und nun, entführt von einem mächtigen Priester, versucht sie ihn wiederzufinden, und vielleicht auch sich selbst.


Die Geheimnisse, die zum Ende des letzten Bandes hin enthüllt wurden, bestimmen nun nämlich die Handlung der weiteren Geschichten, die auch den Blick auf die Welt erweitern und zudem weitere Fragen aufwerfen. Denn nun erfährt man von einem Nachbarkontinent, auf dem noch die alte Sprache gesprochen wird. Dessen Bewohner sind ganz offensichtlich auch für die Monster verantwortlich, zumindest deutet das eine weitere Handlungsebene um die geheimnisvolle Caspia an. Wie diese letztendlich mit der Geschichte von Odessa zusammengehört - das wird erst zum Ende hin ersichtlich und wirft weitere spannende Fragen auf.

Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, denn Odessa will sich natürlich nicht von Ransom trennen lassen, den sie schließlich wiederfindet. Allerdings kommen durch eine Seuche weitere Schwierigkeiten auf sie zu.

Alles in allem baut die Autorin so vor allem ihren Hintergrund weiter aus und macht damit neugierig auf Mehr.

Allerdings sollte man sich auch auf ein paar Längen einstellen, denn die erste Hälfte des Romans plätschert eher vor sich hin, auch die zusätzliche Handlungsebene verwirrt ein wenig, da außer Kleinigkeiten nicht wirklich viel passiert. Aber zum Ende hin zieht die Spannung noch einmal deutlich an und dann geht es Schlag auf Schlag. Die dort folgenden Enthüllungen stellen jedenfalls so Einiges auf den Kopf, was Leser bisher geglaubt haben mögen. Zudem entwickeln sich die Figuren spannend weiter, vor allem Odessa selbst.

„Rites of the Starling - Befreie das Monster“ setzt die Saga spannend fort, auch wenn sich die Handlung zunächst etwas zieht, aber danach setzt die Autorin auch weiterhin mehr auf sich entwickelnde Figuren und einen immer interessanter werdenden Hintergrund, der mehr als nur ein Setting ist. Natürlich fehlen auch die knisternden Seiten der Romantasy nicht, halten sich aber in Grenzen.