Sherlock Holmes 73: Die trügerische Spur (Hörspiel)

Marc Gruppe & Sir Arthur Conan Doyle & R. Austin Freeman
Sherlock Holmes 73
Die trügerische Spur
Sprecher: Joachim Tennstedt, Detlev Bierstedt u.a.
Titelbild: Bastien Ephonsus
Titania Medien, 2026, CD, ca. 81 Minuten, ca. 9,99 EUR

Rezension von Christel Scheja

Man sieht sich immer ein zweites Mal, das scheint auch auf den Klienten in der 73. Folge von „Sherlock Holmes“ von Titania Medien zuzutreffen. Denn der Mann, der in „Die trügerische Spur“ seine Hilfe sucht, ist selbst einmal von Holmes überführt worden.


Frank Belfield ist kein Unbekannter für Holmes und Watson. Aber sie sind dennoch erstaunt, dass er nun zu ihnen kommt, denn er braucht Hilfe. Nach der Gefängnisstrafe scheint aus ihm ein besserer Mensch geworden zu sein, nicht zuletzt durch die Hilfe seiner Frau.

Deshalb ist es nun ein Schock für ihn, als Mörder gesucht zu werden. Und tatsächlich sprechen auch alle von der Polizei sichergestellten Indizien gegen ihn. Doch der Meisterdetektiv entdeckt wieder einmal Unstimmigkeiten, die andere übersahen.


Es sind gleich zwei Dinge, die in diesem Hörspiel anders sind als sonst, denn nicht nur, dass ein ehemaliger Verbrecher die Hilfe von Holmes sucht, auch darf der Meisterdetektiv diesmal auch forensisch aktiv werden und tatsächlich Fingerabdrücke und Blut untersuchen. Das hatten die Hörer in den letzten Hörspielen selten.

Ansonsten ist aber alles, wie man es fast schon gewohnt ist, denn irgendwie gehören auch das Wort-Geplänkel der Männer mit Mrs. Hudson und ihrer Kusine inzwischen einfach mit dazu.

Die Handlung mag ruhig wirken, ist aber keineswegs langweilig, weil immer wieder neue Hinweise und Andeutungen in den Raum geworfen werden, die nicht nur den Verdächtigen betreffen, sondern auch das Opfer.

So wird nach und nach eine Spur aufgebaut, die letztendlich zum richtigen Täter führt. Angenehm dabei ist auch, dass zumindest Lestrade recht angetan von Holmes’ Hilfe ist, aber die üblichen Sticheleien auch nicht fehlen dürfen.

Auf jeden Fall wird der Zuhörende von Anfang bis Ende angenehm unterhalten, was auch wieder einmal den Stammsprechern zu verdanken ist, die wieder einmal - zusammen mit Musik und Geräuschen - für das richtige Ambiente sorgen.

Wer den Meisterdetektiv endlich einmal wieder als forensischen Ermittler erleben will, der sollte ruhig zu „Eine trügerische Spur“ greifen, der stimmungsvollen und unterhaltsamen 73. Folge aus der „Sherlock Holmes“-Reihe von Titania Medien.