Sandra Regnier: Moonlight Heir - Der Prinz des Nachtreichs 2 (Buch)

Sandra Regnier
Moonlight Heir
Der Prinz des Nachtreichs 2
Titelbild: Isabelle Hertz
Oetinger, 2026, Paperback, 400 Seiten, 18,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

In „Midnight Spy“ lernten die Leser Letty kennen, die durch einen magischen Spiegel nach Annwyn reisen konnte und dort als Spionin für den Erlkönig arbeitete. Dadurch lernte sie Will Fitzroy kennen und lieben. Nun geht die Geschichte „Der Prinz des Nachtreichs“ mit „Moonlight Heir“ weiter.


Weil er nicht länger ein Nachtalb sein und in der Welt der Menschen leben will, hat Will seine Kräfte aufgegeben und ist selbst ein Sterblicher geworden. Nun versucht er an der Seite von Letty Fuß in Nottingham zu fassen. Immerhin stehen auch für sie ein paar wichtige Entscheidungen für die Zukunft an.

Allerdings kann er sich bald nicht mehr seinem Erbe und seinen Aufgaben entziehen, denn das Nachtreich liegt in Trümmern, wie ihm seine Schwestern berichten. Zusammen mit Letty muss er sich den Feinden stellen, die alles überrannt haben und retten, was zu retten ist. Selbst wenn das bedeuten müsste, seine Liebe aufzugeben.


Das sind die Weichen, die gleich am Anfang der Geschichte gestellt werden und damit das Abenteuer definieren. Will und Letty haben nur kurz Ruhe, um sich in der Menschenwelt einzufinden und ihre gemeinsame Zukunft zu planen. Denn schon bald werden sie auf offener Straße angegriffen.

Und das bedeutet nur eines: Wenn sie wollen, dass das aufhört, müssen sie sich natürlich ihren Feinden stellen, so gut sie eben können. Dies bestimmt auch die weitere Geschichte, die mit viel Action den Kampf um das Nachtreich beschreibt und die Helden bis an die Grenzen ihrer Kraft führt.

Man merkt auch, dass einige Jahre vergangen sind, denn gerade die Hauptfiguren wirken gereifter und sicherer in ihrem Handeln, sind keine Kinder mehr, sondern junge Erwachsene, die Verantwortung übernehmen. Natürlich darf auch immer noch wieder die Liebe mitklingen, bleibt aber weiterhin im Hintergrund.

Die Handlung findet einen sauberen Abschluss, die Leser dürften mehr als zufrieden über den Ausgang sein. Und auch wenn natürlich einige Klischees bedient werden, so liest sich der Roman auch für den Fantasy-Fan angenehm, bietet das an Spannung, was man sich von solch einer Geschichte wünscht.

Damit schließt „Moonlight Heir“ die „Der Prinz des Nachtreichs“-Dilogie ansprechend und kurzweilig ab. Freunde eines actionreichen Fantasy-Abenteuers werden ihren Spaß haben. Romantische Gefühle sind zwar das Salz in der Suppe, bleiben aber weiterhin angenehm im Hintergrund.