Star Wars: Klonkriege Deluxe 1: Die Republik zieht in den Krieg (Legends) (Comic)

Star Wars: Klonkriege Deluxe 1
Die Republik zieht in den Krieg (Legends)
(Star Wars: Republic 49-54, 61, 63, 67, Star Wars: Jedi - Mace Windu, Star Wars: Jedi - Shaak Ti, Star Wars: Jedi - Aayla Secura sowie Star Wars: Jedi - Count Dooku)
Text: John Ostrander, Hayden Blackman u.a.
Zeichnungen: Jan Duursema, Stephen Thompson u.a.
Übersetzung: Michael Nagula
Panini, 2026, Hardcover, 408 Seiten, 49,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

„Star Wars: Klonkriege Deluxe“ 1, Die Republik zieht in den Krieg (Legends)“ mag zwar bereits erschienene Titel aus der Legends-Ära von „Star Wars“ berücksichtigen, kann aber im Prinzip auch als Kanon gelesen werden, denn viele Figuren und auch einige der Handlungsstränge sind auch heute wieder Teil des Hintergrunds. Das werden vor allem Fans der Animationsserien sehr gut feststellen können.


Der Krieg zwischen der Republik und den Separatisten ist entbrannt. Seit der Schlacht von Geonosis toben überall Schlachten und ziehen teilweise auch unabhängige Planeten in die Kämpfe mit hinein. Die Jedi werden zu Generalen und führen ganze Klon-Armeen an. Das betrifft auch Obi-Wan Kenobi und seinen noch Padawan Anakin Skywalker, der ab und zu abwesend mit seinen Gedanken wirkt.

Neben ihnen haben auch Jedi ihre ganz eigenen Schlachten zu schlagen. Ausgerechnet Meister Quinlan Vos wird dazu ausersehen, sich in das Lager des neuen Anführers der Separatisten zu schleichen. Und der ist kein anderer als Count Dooku, der einstmals selbst ein Jedi war und deshalb die Taktiken seiner Feinde genau kennt. Deshalb nimmt er auch den vermeintlich Abtrünnigen genauer unter die Lupe und versucht ihn ebenfalls auf die dunkle Seite der Macht zu führen.

Daneben gibt es natürlich jede Menge Action.


Die Geschichte bietet ganze Handlungsstränge und sorgt dafür, dass sich auch Anakin in den Kämpfen bewähren kann, da er noch Padawan ist. Zudem darf man andere Jedi besser kennenlernen, vor allem die Figuren, die erstmals im zweiten Prequel-Film zu sehen waren.

Die Handlung ist natürlich ganz auf die Action ausgerichtet, es gibt aber gelegentlich auch ruhigere Momente, in denen man mehr über die Charaktere erfährt, etwas, was gerade in der Ära bei Dark Horse nicht so selten war. Denn je besser man sie kennenlernt, desto mehr fiebert man mit ihnen mit. Immerhin wagen die Comics auch erstmals, einen Helden auf die dunkle Seite zu führen.

Das Ganze ist sehr dynamisch und spannend gezeichnet, man merkt, dass zu dieser Zeit viele ausgezeichnete Künstler am Werk waren, gerade auch Legenden wie Jan Duursema, die dem Geschehen die richtige Atmosphäre verliehen haben. Zudem können die Geschichten auch problemlos wie der Kanon gelesen werden, da sich vermutlich damals gerade die „Clone Wars“-Animationsserie mit an den Geschichten orientiert hat. Alles in allem ergänzen die Geschichten wunderbar das, was man sich anschauen kann und enden auch noch in einem spannenden Moment, der sicherlich Lust auf die Fortsetzung machen wird.

Die Ausgabe ist auf bestem Kunstdruckpapier, das die Farben und Zeichnungen gut wiedergibt, das etwas größere Format erlaubt es auch, Details besser zu erkennen,

Wer die einzelnen Bände noch nicht kennt oder nur unvollständig hat, aber ein Fan der Klonkriege ist, der kann bedenkenlos zu „Star Wars: Klonkriege Deluxe 1“, „Die Republik zieht in den Krieg (Legends)“ greifen. Denn die Geschichte mag als „Legends“ deklariert sein, funktioniert aber auch im Kanon und ist der Beginn eine der spannenden Nebengeschichten der „Star Wars“-Saga bei Dark Horse.