Ichi The Killer 1 (Comic)

Hideo Yamamoto
Ichi The Killer 1
Übersetzung: Jan-Christoph Müller
Cross Cult, 2026, Paperback, 210 Seiten, 10,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Kampfkunst und Yakuza sind gerade bei den japanischen Action-Mangas nicht wegzudenken. Und gelegentlich dürfen auch Killer zu Helden werden, so wie in diesem Fall. Zumal die Hauptfigur auch eine besondere Eigenart hat.


Ichi ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Heulsuse, aber genau dann sollten die Leute in seiner Nähe vorsichtig sein. Nur ein falsches Wort und es ist um sie geschehen. Denn mit den Tränen fallen auch die Hemmungen und er wird zu einer wahren Killermaschine.

Das macht ihn zu jemandem, der unter Gangstern und Yakuza gefürchtet ist. Deshalb wird er auch zu einem Gejagten als nach dem Mord an dem Boss Anjo seine wahre Identität ans Licht kommt und der sadomasochistischer Kakihara auf ihn angesetzt wird.


Der hat natürlich einen Plan. Aber bis es erst einmal so weit ist, dürfen die Leser natürlich Ichi kennenlernen, der normalerweise ein umgänglicher und freundlicher junger Mann ist, der sich scheinbar durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Aber es gibt auch Momente, in denen er mit einer Klinge in seinem Schuh und seinen Kampfsport-Skills loslegt und nicht mehr zu bremsen ist. Immerhin hat er ein paar Aufräumer, die ihm auf Schritt und Tritt folgen.

Viel mehr als das erfährt man auch erst mal nicht. Man erhält durch kleine Rückblenden zwar Einblick in seine Kampfsport-Ausbildung, aber leider nicht, wie er überhaupt zu einem Killer geworden ist, was ihn antreibt, oder wozu er gehört. Nur eines ist klar: Auch Ichi ist Teil dieser dunklen und grausamen Welt, die nicht bereit ist, irgendwem etwas zu verzeihen. Und er selbst mag zwar manchmal Gefühle zeigen, dennoch bleibt er meistens hart.

Alles in allem gehört „Ichi The Killer“ zu den Action-Mangas, die durch ihre Brutalität eher erwachsene Leser ansprechen wollen. Denn diese kommt nicht nur in den Kämpfen zum Tragen, auch sonst wird in der Unterwelt hart und grausam miteinander umgegangen, selbst wenn mal nicht geballert wird oder die Fäuste fliegen.