Star Wars: Die Zuflucht - Ein Bad Batch Roman, Lamar Giles (Buch)

Lamar Giles
Star Wars: Die Zuflucht - Ein Bad Batch Roman
(Star War: Sanctuary, 2025)
Übersetzung: Andreas Kasprzak
Blanvalet, 2026, Paperback, 416 Seiten, 13,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

The Bad Batch alias Schadenscharge oder Kloneinheit 99 hat seit den animierten Serien „The Clone Wars“ und „The Bad Batch“ einen Platz im „Star Wars“-Universum. Anders als viele ihrer Kameraden wirkte die Order 66 nicht auf sie, so dass sie begannen, die Befehle des Imperators zu hinterfragen, gerade weil sie auf Kamino auch auf das Klonmädchen Omega trafen, das eine besondere Bedeutung für sie haben sollte. Später ließen sie sich auf dem Planeten Pabo, nieder und übernahmen als Söldner Aufträge, so wie in „Die Zuflucht“.

 

Um Geld zu verdienen, lassen sich die Klone auf die Zusammenarbeit mit der Glücksritterin Phee Genoa ein. Der erste Auftrag wirkt noch einfach und ist schnell erledigt. Es geht darum, ein Artefakt aus einer Auktion zu stehlen. Aber schon der zweite Teil, der sie näher an ihr eigenes Ziel bringen soll, hat es in sich.

Denn dabei läuft für Hunter, Wrecker, Tech und Omega nicht alles so, wie sie es sich erhoffen. Sie wissen zwar, dass sie einander vertrauen können, aber trifft das auch auf Phee zu und die neuen Leute, die sie dann auch noch anschleppt?


Die Geschichte von Lamar Giles fügt sich wunderbar in den Kanon der animierten Serie ein und spielt irgendwann in oder zwischen der zweiten und dritten Staffel, genau legt er sich nicht fest, damit auch andere Fans ihren Spaß haben können.

Der Autor nimmt zudem Bezug auf andere wichtige Institutionen dieser neuen Ära von „Star Wars“, knüpft durch die Erwähnung eines ganz bestimmten Geheimprojektes des Imperators auch immer wieder kleine Fäden zum Hintergrund. Zudem spielt auch das ISB (Imperiales Sicherheitsbüro) eine wichtige Rolle und stellt einen der wichtigsten Gegenspieler. Denn immerhin bleibt das Treiben der Schadenscharge nicht unbeobachtet. Und da sie auf den Fahndungslisten stehen…

Aber all dies ist so gut in den Hintergrund eingebettet, dass man eigentlich kein Vorwissen mitbringen muss. Wichtige Informationen werden in die Handlung eingebaut, in erster Linie stehen aber das eigentliche Abenteuer und die Interaktion der Klone miteinander im Vordergrund.

Die Geschichte bleibt auf einem jugendfreien Niveau, Gewalt und Grausamkeiten werden ab einem bestimmten Level ausgeblendet. Obwohl die Figuren selbst nicht sonderlich in die Tiefe gehen, erhalten sie doch genug Profil, um mit ihnen mitzufiebern. Das Ganze ist flott und ohne Längen geschrieben, man merkt auch, dass der Autor die Serie gut studiert und deren Atmosphäre eingefangen hat.

„Die Zuflucht“ ein unterhaltsamer Bad-Patch-Roman zu „Star Wars“ dessen Abenteuer sehr viel Spaß macht und für die Fans auch interessante Querverweise zu Ereignissen aus dieser Zeitspanne des Universums liefert.