Sandman: Death (Comic)

Sandman: Death
(Death: The High Cost of Living 1-3 (1993), Death: The Time of Your Life 1-3 (1996))
Text: Neil Gaiman
Zeichnungen: Chris Bachalo, Mark Buckingham, Mark Pennington
Übersetzung: Gerlinde Althoff
Panini, 2026, Paperback, 176 Seiten, 24,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

„The Sandman“ von Neil Gaiman entwickelte sich in den 90er Jahren zu einem Kult-Comic und Klassiker, der auch heute immer noch gerne neu aufgelegt wird. Neben Dream entwickelte sich auch noch eine andere Figur zu einem Liebling der Fans, nämlich Death, der nun ein Band gewidmet ist.

 

Eigentlich hat Sexton schon lange mit seinem Leben abgeschlossen, denn er ist am Boden und jetzt auch noch von einer Menge Müll begraben worden. Da rettet ihm ein seltsames Mädchen das Leben. Sie tritt nicht nur als Goth-Girl in Erscheinung, sondern behauptet auch noch Death zu sein.

Er bleibt nicht der Einzige, der mit ihr zu tun hat, denn auch die desillusionierten Musikerinnen Hazel und Foxglove lernen sie kennen und stellen allein durch ihre Worte schon fest, dass das Leben kostbarer ist als gedacht - und vor allem zählt eines: jeder kleine Moment des Glücks.


Der hier vorliegende Einzelband beschäftigt sich mit Death, eine der sieben Ewigen, die wohl mindestens wenn nicht vielleicht sogar beliebter ist als Dream, und die Zeit, in der sie entstanden ist, lebt und atmet. Sie hat die Gestalt eines klassischen Goth-Girls, und genauso benimmt sie sich auch. Denn ihre Ansicht vom Leben ist eine lockere und offene, sie zeigt, dass sie ihre Aufgabe nicht nur darin sieht, die Seelen der Menschen ins Totenreich zu leiten, sondern auch an die Werte im Leben zu erinnern, die wirklich zählen, damit sie ein paar glückliche Momente haben dürfen.

Das wird mit sehr vielen interessanten Dialogen und Begegnungen garniert. Um zumindest etwas Spannung in die Handlung zu bringen, übernimmt Death auch die eine oder andere Aufgabe, so wie etwa das Herz einer Hexe wiederzufinden, damit sie endlich die Erde verlassen kann.

Das Ganze wird ruhig erzählt, denn nicht die Action steht im Vordergrund, sondern eher die Interaktion und die Unterhaltung der Figuren, die gleichermaßen unterhaltsam wie auch nachdenkenswert sind. Auch wenn die Geschichten inzwischen dreißig Jahre alt sind, so lassen sie sich doch wunderbar lesen.

„Sandman: Death” mag eine Neuauflage sein, aber keine, die man auslassen sollte, wenn man sie bisher noch nicht kannte. Die Geschichten sind auch für die Leute gut verständlich, die die Hauptserie nicht kennen und vor allem so aktuell wie bei ihrem Erscheinen.