Das Artwork von Berserk (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Donnerstag, 04. Juni 2026 07:10

Das Artwork von Berserk
(The Artwork of Berserk, 2021)
Übersetzung: Lasse Christian Christiansen
Panini, 2026, Hardcover, 244 Seiten, 40,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Das hier vorliegende Buch über das Artwork von „Berserk“ ist eines der letzten Werke, an dem der 2020 verstorbene Künstler noch mitarbeitete. Herz des Ganzen ist deshalb auch das Interview, das er nur Monate nach seinem Ableben gab. Ansonsten ist Text eher selten.
Denn das Artbook widmet sich bewusst nur den herausragenden und detailreichen Zeichnungen des Künstlers, die sich über die Jahre auch entwickelt haben. Die Bilder sind teilweise den Comics selbst entnommen, teilweise waren es Titelbilder oder Kapitelbilder, die für Magazine entstanden.
Diese sind mehr oder weniger chronologisch angeordnet, wie der Fan leicht erkennen wird. Und dazu kommt dann noch das ausführliche Interview, in dem der Künstler aus dem Nähkästchen plaudert.
Viel mehr findet sich nicht, weder eine Zusammenfassung der Handlung noch eine genauere Zuordnung der Szenen. Deshalb ist der Band wohl in erster Linie an die Fans gerichtet, die die entsprechenden Bilder und die darauf abgebildeten Figuren, Momente und Monster auch zuordnen können.
Das Ganze ist immerhin chronologisch geordnet, denn so kann man die Anfänge des Helden noch einmal genau so nachvollziehen wie das Leben von Guts bei den Falken, den Verrat von Griffith und letztendlich auch die Reise zur Insel der Feen, durch die Kjaskar ihre Gesundheit wiedererlangen soll.
Das Gebotene endet etwas vor den letzten Seiten, die Miura noch selbst zeichnete. Und so erfährt man auch im Interview von einigen Plänen, die der Künstler noch hatte, die er aber nicht mehr umsetzen konnte.
Alles in allem gibt es viel zu schauen, die Zeichnungen kommen auch oft besser auf den großen Seiten als in den Taschenbüchern zur Geltung. Überwiegend sind die Tuschezeichnungen zu sehen, aber es finden sich auch die Titelbilder aller bis dahin erschienenen Bände. Die meisten Illustrationen sind bekannt. Das Interview ist das Sahnehäubchen.
„Das Artwork von Berserk“ ist vor allem ein Fest für die Fans, die die Kunst Miuras in ansprechender Größe genießen wollen. Viel Neues ist deshalb nicht zu finden, wohl aber viele Schlüsselszenen der Saga und ein gelungenes Interview.