Leandra Seyfried: Tricking a Bad Boy - Sons of Chicago 1 (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Mittwoch, 11. März 2026 07:10

Leandra Seyfried
Tricking a Bad Boy
Sons of Chicago 1
Cove, 2026, Paperback, 432 Seiten, 17,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Mafia-Romance nennt man das Genre, das mittlerweile auch in die New-Adult-Sparte Einzug hält. Die Geschichte verspricht neben leidenschaftlicher Liebe nämlich auch ein wenig Spannung, bewegen sich die Helden doch eher in einer Grauzone. So wie Nova und Dan, die ihren Einstand in „Tricking a Bad Boy“ geben, dem ersten Band der „Sons of Chicago“.
Nova ist eine angehende Geheimagentin, Sie lernt alles, was wichtig ist, um später als Informantin für die Polizei zu arbeiten und so Mitglieder der großen Gangs ans Messer zu liefern. Aber sie verfolgt auch eine eigene Agenda, getrieben von einem alten Schmerz.
Bisher hatte sie immer Kontrolle über alles, bis sie eines Tages Dan Conway begegnet, den als kompromisslos geltenden Sohn eines Gangsterbosses. Weil er den Braten riecht, aber ihre Hilfe benötigt, zwingt er sie dazu, sich als seine Freundin auszugeben.
Auch wenn sie damit unter Druck steht, so ist genau das doch eine gute Eintrittskarte, um tiefer in das Gangster-Milieu einzusteigen und damit in das Herz der Unterwelt einzudringen. Deshalb lässt sich die junge Frau, die selbst aus armen Verhältnissen stammt, auf den Handel ein und gelangt so an Orte, die anderen aus ihrer Organisation bisher verschlossen waren.
Doch das Ganze bringt auch Gefahren mit sich. Denn immerhin kann sie nun leichter denn je auffliegen und zum anderen in verbrecherische Machenschaften geraten, aus denen sie selbst nicht entkommen kann. Dazu kommt auch noch Dan, der schon bald mehr als nur ein Partner ist, weil er bisher nie gekannte Gefühle in ihr auslöst.
Und so nimmt die knisternde Spannung deutlich zu, denn die Leidenschaft lässt Nova gelegentlich unvorsichtig werden. Und eine erschreckende Erkenntnis wirft sie zusätzlich aus der Bahn und sorgt für weitere Komplikationen.
Das alles sind sehr typische Elemente und Klischees, die natürlich immer noch wunderbar funktionieren. Ähnlich wie die beiden Hauptfiguren, die zwar beide als tough dargestellt werden, aber natürlich auch ihre verletzlichen und liebenswerten Seiten haben. Ganz so Badass-Heldin und Bad-Boy-Love-Interest wie im Klappentext dargestellt sind die beiden dann doch nicht, denn der Roman hält gewisse Grenzen ein und taucht nicht allzu tief in irgendwelche Abgründe ein.
„Tricking A Bad Boy“ ist eine solide Mafia-Romanze aus dem New-Adult-Bereich, die tatsächlich Spannung und überraschende Wendungen neben den gängigen leidenschaftlichen Handlungsmustern bietet, aber dabei tatsächlich nicht in die Abgründe der Dark Romance abgleitet.