Tipp: "Zeugin der Zeit: Dr. Marianne Koch - Mehr als ein Leben"

Als Schauspielerin drehte sie mit Hollywood-Größen wie Clint Eastwood oder Gregory Peck. Später wurde sie eine der bekanntesten Ärztinnen Deutschlands. In "Zeugin der Zeit: Dr. Marianne Koch - Mehr als ein Leben" zeigt Dr. Marianne Koch eine Seite, die kaum jemand kennt: Als Zeitzeugin berichtet sie von den dramatischen Auswirkungen der NS-Diktatur auf ihre Familie - zu sehen morgen um 20.15 Uhr in ARD alpha.

Geboren 1931 in München, wächst Marianne Koch während der Diktatur der Nationalsozialisten auf. Ihr jüdischer Vater, ein international bekannter Münchner Mediziner, muss früh emigrieren. Seine Herkunft wird zum gefährlichen Familiengeheimnis.
Besonders schmerzhaft: Marianne Kochs Onkel wird Opfer des systematischen Massenmords an Menschen mit Behinderungen, über den lange geschwiegen wurde. Kochs Erinnerungen daran lenken den Blick auf ein weiteres, lange eher wenig beachtetes Verbrechen der Nationalsozialisten.
Nach Kriegsende steht die Jugendliche mit 14 Jahren in einer zerstörten Stadt und einem verunsicherten Land. Die Jahre des Wiederaufbaus, die Sehnsucht nach Normalität und das Schweigen über die Vergangenheit begleiten sie in ihrer Karriere als Filmstar der 50er und 60er Jahre - und später in ihre zweite große Lebensentscheidung: Mit über 40 kehrt sie der Filmwelt den Rücken und wird Internistin.

Dieses Zeitzeugen-Portrait der Regisseurin Michaela Wilhelm-Fischer erzählt vom außergewöhnlichen Leben einer Frau, die Deutschland als Schauspielerin und Ärztin geprägt hat und durch ihren Blick zurück Geschichte persönlich erfahrbar macht.