Im Gespräch mit: Grit Richter

Verlagsgründerin Grit Richter ist staatlich geprüfte Grafik-Designerin und kam eher durch eine Verkettung glücklicher Umstände zu ihrer Berufung - ihrem eigenen Verlag. Der Art Skript Phantastik Verlag ist spezialisiert auf Dark Fantasy, Steampunk und Space Opera. Mit skurrilen Geschichten, außergewöhnlichen Welten und neuen Charakteren bettet sich der unabhängige Publikumsverlag in seine ganz eigene Nische auf dem Markt der Kleinverlage ein.

Weg vom Mainstream und Kopien amerikanischer Bestseller, hin zu deutschsprachigen Originalen - willkommen auf der dunklen Seite der Phantastik. Nach diesem Motto Grit Richter den Verlag seit dem 1. Januar 2012 und konnte bereits einige Aufmerksamkeit erregen. Diverse Nominierungen und Gewinne des Deutschen Phantastik Preises für die Romane und Anthologien des Verlages zeigen, dass die ungewöhnlichen Geschichten auf dem Markt Anklang finden.

Unser Mitarbeiter Carsten Kuhr suchte das Gespräch mit der Verlegerin - es findet sich hier.

Gestorben: Hans Joachim Alpers (1943–2011)

Hans Joachim Alpers ist tot, er ist gestern im Alter von 67 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Alpers zählte zu den Schwergewichten in der deutschen Phantastik-Szene. Die Liste seiner Aktivitäten ist sehr lang, er war langjähriger Herausgeber der "Science Fiction Times", ab 1978 war er verantwortlicher Herausgeber der Reihe "Knaur Science Fiction", ab 1980 betreute er die Reihe "Moewig Science Fiction". Zusammen mit Werner Fuchs und Ulrich Kiesow entwickelte er das Fantasy-Rollenspiel "Das schwarze Auge" und gründete den ersten auf Rollenspiele spezialisierten Verlag, Fantasy Productions. Daneben war er gemeinsam mit Werner Fuchs Inhaber einer literarischen Agentur. 1967 veröffentlichte er unter dem Titel "Erde ohne Menschen" als Jürgen Andreas seine erste Kurzgeschichtensammlung, später folgten weitere Zusammenstellungen, Anthologien und Romane. So schrieb er vor Jahren mit Ronald M. Hahn zusammen diverse Jugendbuchromane, die im Ensslin Verlag erschienen. Daneben zeichnete er zusammen mit Werner Fuchs sowie Ronald M. Hahn für die Sekundärwerke "Lexikon der SF Literatur" (Heyne), "Reclams SF Führer", "Lexikon der Horror-Literatur" und "Lexikon der Fantasy-Literatur" (beide FanPro) verantwortlich. Hans Joachim Alpers wurde mehrfach mit dem Kurd Laßwitz Preis geehrt.