Wonder Girl: Heimkehr (Wonder Girl # 1-7, 2021/2022) Text: Joelle Jones Zeichnungen: Joelle Jones, Adriana Melo, Leila Del Duca Übersetzung: Frank Rehfeld Panini, 2022, Paperback, 188 Seiten, 22,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Yara Flor ist aktuell die Heldin, die die Stelle von Wonder Woman einnimmt und vorher als Wonder Girl aufgetreten ist. Die junge Frau wusste lange Jahre nichts von ihrer besonderen Herkunft und Bestimmung, das ändert sich aber nun in ihrer eigenen Reihe: „Wonder Girl: Heimkehr“.
Als ganz normales Mädchen wuchs Yara bei Pflegeeltern auf, genauer bei ihrer Tante, in Idaho. Allerdings weiß sie, dass sie in Brasilien geboren wurde, ein Land, in das es sie immer mehr zurückzieht. So bricht sie eines Tages auf, um ihre Wurzeln wiederzufinden. Was sie nicht ahnt ist, dass auch die Götter des Olymp auf ihre Absichten aufmerksam geworden sind und sich darüber beraten, was sie tun soll. Denn eine düstere Prophezeiung deutet an, dass sie diejenige sein könnte, die einem der existierenden Amazonenstämme den Untergang bringen könnte.
Die „phantastisch!“ bietet in der 86. Ausgabe wieder die gewohnte Mischung aus Artikeln, Besprechungen und Interviews zu phantastischen Themen, mit einem deutlichen Hang zur Science Fiction, auch wenn diesmal eine der Kurzgeschichten durchaus zur Fantasy gerechnet werden kann.
„Die Totenfrau“ ist eine der drei Erzählungen, die dieser Band bietet. Sie stehen relativ am Anfang des Magazins, noch vor den Interviews mit Peter Nuyten und Herbert Genzmer. Bei den Artikeln beschäftigt sich man unter anderem mit dem Autor Charles Platt, der sich im Bereich des Horrors auslebt, aber auch Cory Doctorow, der in der Tradition anderer großer Dystopisten steht.
Auf einem Anwesen mit mysteriöser Geschichte treffen sich jede Nacht die acht Mitglieder eines Clubs, um sich um Mitternacht düstere Geschichten zu erzählen - und nach übernatürlichen Anzeichen aus dem Jenseits Ausschau zu halten.
Der beliebten Buchreihe von Christopher Pike wird nun von den Machern von "Spuk in Hill House" ein Leben auf den Bildschirmen eingehaucht, Netflix kündigt "Gänsehaut um Mitternacht" für den 7. Oktober an. Hier ist ein erster Promo.
Die sensationelle Wonder Woman (Sensational Wonder Woman 1-7, 2021) Text: Stephanie Phillips, Andrea Shea u.a. Zeichnungen: Meghan Hetrick, Bruno Redondo u.a. Übersetzung: Andreas Kasprzak Panini, 2022, Paperback, 156 Seiten, 18,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Wonder Woman feiert in diesem Jahr ihren 80. Geburtstag; nicht die Figur selbst, sondern ihr Erscheinen im Comic. Im Jahr 1942 erschienen erstmals die Abenteuer der Amazonenprinzessin, die sich so zu den anderen amerikanischen Superhelden gesellte. Über die Jahrzehnte hat sie viele Veränderungen durchgemacht. Diesen Facetten ihrer fiktiven Geschichte tragen die Künstler in „Die sensationelle Wonder Woman“ nun mit ganz unterschiedlichen Kurzgeschichten Rechnung.
Nur ein kleiner Gefallen USA 2018, Regie: Paul Feig, mit Anna Kendrick, Blake Lively, Henry Golding u.a.
Rezension von Elmar Huber
Die verwitwete Hausfrau Stephanie Smothers (Anna Kendrick) ist die Eltern-Streberin schlechthin, nebenbei Bloggerin, stets adrett aufgeräumt und immer an vorderster Front, wenn freiwillige und ehrenamtliche Ämter zu übernehmen sind. Eines Nachmittags lernt sie in der Schule ihrer Kinder die extravagante Emily (Blake Lively) kennen, ein zynischer Luxus-Vamp, der vorwiegend von Martinis lebt, irgendwo ist schließlich immer Abend. Wider Erwarten freunden sich die ungleichen Frauen an, und Stephanie bietet sich als Nanny für Emilys Sohn Nicky an. Schon bald darauf nimmt Emily Stephanie beim Wort und bittet sie, Nicky von der Schule mit nach Hause zu nehmen (der titelgebende „kleine Gefallen“), sie selbst wäre wegen eines beruflichen Notfalls nicht abkömmlich.
Der Sommer wird gelb! Die Minions, die kleinen gelben Helferlein der größten Superbösewichte aller Zeiten, sind längst Kult und haben Einzug in die Kinderzimmer und die Pop-Kultur weltweit gehalten. Nun kommt mit "Minions - Auf der Suche nach dem Mini-Boss" die lang ersehnte Fortsetzung des Sommer-Kinohits von 2015. Endlich erfahren wir, wie die Minions und Gru zu einem unschlagbaren Team wurden.
In den 70ern und noch immer auf der Suche nach einem neuen tyrannischen Herrscher treffen die Minions auf ein Kind, das sich anschickt, der größte Bösewicht aller Zeiten zu werden, und die Hilfe der gelben Truppe dringend brauchen kann: Gru.
Keine Frage, dass bei diesem Sommer-Hit jede Menge Chaos, Spaß und Flower-Power vorprogrammiert sind Gru wird wieder von der deutschen Synchronlegende Oliver Rohrbeck gesprochen. Regie führt noch einmal Kyle Balda ("Minions", "Ich - Einfach unverbesserlich 3"). "Minions - Auf der Suche nach dem Mini-Boss" kommt am 30. Juni in die deutschen Kinos. Hier ist ein weiterer Trailer.
Willkommen bei "The Face" - der einzigen Show, bei der nur das Äußere zählt! Die Sendung ist der große Renner im Fernsehen - und die Lieblingssendung des Präsidenten Isimo. Er will, dass alle seinem Motto folgen: "Sauber bleiben!" Das Schöne ist erwünscht, Makel sind nicht erlaubt. Kai dreht durch, als er es in die Show schafft, während Roxy, deren Vater als Kameramann bei der Produktion dabei ist, allein schon das Konzept ablehnt. Als es plötzlich zu einer Geiselnahme im Studio kommt, können Kai, Roxy und ein paar andere Kinder fliehen. Die Geiselnehmer verlangen den Rücktritt des Präsidenten. Stück für Stück kommen die Kinder der Wahrheit näher.
"The Face - Der Club der hässlichen Kinder - Wie alles begann" erzählt die Vorgeschichte zum 2019 erschienen Science-Fiction-Film "Der Club der hässlichen Kinder" vom NDR. Im Film geht es um den jungen Paul, der als "hässlich" bezeichnet wird und deswegen in einem totalitären Überwachungsstaat verfolgt wird. Die achtteilige Serie ist ab morgen immer von Montag bis Donnerstag ab 20.10 Uhr bei KiKA, im KiKA-Player und auf kika.de zu sehen.
Britta Habekost Stadt der Mörder Kommissar Julien Vioric ermittelt 1 Penguin, 2021, Hardcover, 464 Seiten, 20,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Die 1982 in Heilbronn geborene Britta Habekost studierte Literatur und Kunstgeschichte, bevor sie lange Jahre als Museumsführerin arbeitete und dabei auch ihre Liebe zu bestimmten Autoren entdeckte und einer Epoche, die es auch Paris in sich hat: die 1920er Jahre. Hier siedelt sie „Stadt der Mörder“ an, den ersten Band ihrer Reihe „Kommissar Julien Vioric ermittelt“.
Julien Vicoric hat als Ermittler der Pariser Polizei schon jede Menge an Mordopfern gesehen, aber diesmal kommt selbst in ihm das Grauen hoch. Denn der sechzehjährige Clement Faucogney ist auf grausamste Weise ermordet worden, und er bleibt nicht der Einzige. Ein Serienmörder mit perversen Absichten scheint umzugehen. Gleichzeitig macht er die Bekanntschaft einer jungen Frau aus der Provinz, die nach Paris gekommen ist, um ihre Schwester zu suchen. Schon bald gerät sie an undurchsichtige Leute, die behaupten Künstler zu sein, aber tatsächlich ein Buch hüten, das die Taten des Serienkillers sehr genau beschreibt.
Nachdem „Der letzte Krieger“ auf dem Kontinent Theroia verhindern konnte, dass die anderen Völker, wie zuvor die Menschen, ausgelöscht wurden (Band 1), segelt er nach Dion, wo er zu seiner großen Überraschung auf Menschen trifft, die offenbar von dem besiegt geglaubten Übel bedroht werden. Als „Der letzte König“ organisiert er die Verteidigung und schafft es tatsächlich, viele Dionier zu retten und Elanyas Tod zu rächen (Band 2).
„Blade Runner“ schließt die Lücke zwischen den beiden Filmen weiter. Die zweite der Mini-Serien beginnt im Jahr 2029, die Heldin allerdings bleibt dieselbe, denn Aana „Ash“ Ashina ist zur Erde zurückgekehrt und hat ihre Arbeit wieder aufgenommen.
Doch es hat sich in den Jahren ihrer Abwesenheit viel verändert. Und auch Aana ist nicht mehr die, die sie einmal war. Die Replikanten, die insgeheim einen Aufstand vorbereiten, bleiben nicht mehr im Dunkel, sie treten unter der Führung von Yotun offen hervor, und das hat auch Konsequenzen für sie.
Um ihrem griesgrämigem Nachbar Harold Grainey (James Caan) eins auszuwischen, starten die beiden Teenager Ethan (Logan Miller) und Sean (Keir Gilchrist) von Ethans gegenüberliegendem Elternhaus aus das Projekt „Heimsuchung“. Mit allerlei technischem Schnickschnack möchten sie dem Witwer vorgaukeln, dass es in seinem Haus spukt. Gleichzeitig dokumentieren sie das Experiment und Harolds Reaktionen mit zahlreichen Kameras, die sie in und um das Haus platziert haben.
Das prominent platzierte Zitat auf dem Frontcover sowie das Motiv sollen natürlich an Hitchcocks „Das Fenster zum Hof“ erinnern oder wenigstens an die Teenie-Version „Disturbia“ mit Shia LaBeouf. Doch weder hat die Szene im Film eine Entsprechung noch ist mit dem Vergleich das Thema getroffen.
Der US-amerikanische Zeichner Ken Kelly ist gestern im Alter von 76 Jahren gestorben. Von ihm stammten unzählige Titelbilder für Bücher und Comics; vorwiegend war er bekannt für Arbeiten, die Conan und Tarzan darstellten. Daneben stammten die Cover einiger LPs von Kiss oder Manowar von ihm.
Im Laufe der Geschichte wurden die Wikinger als berühmt-berüchtigte und rücksichtslose Krieger dargestellt, die Schlachten auf dem Meer austrugen. Doch die Realität gestaltet sich weitaus komplexer. Als die Wikinger fremde Länder eroberten, vermischten sich ihre Kultur und ihre Angehörigen mit der einheimischen Bevölkerung. Im Laufe der Jahrhunderte entstanden durch diese Vermischung der Welten neue Kulturen und Identitäten. Erst jetzt, dank umfangreicher archäologischer Forschung und fachkundiger Textanalyse von Manuskripten wie den isländischen Sagen, entsteht ein klares Bild davon, wer die Wikinger waren und wie sie unsere Welt geprägt haben.
National Geographic zeigt ab morgen immer sonntags ab 21.50 Uhr als Deutschlandpremiere die Doku-Reihe "Wikinger: Aufstieg und Untergang".
Jennifer Estep Sense of Danger (A Sense of Danger, 2020) Übersetzung: Vanessa Lamatsch Piper, 2022, Paperback, 414 Seiten, 17,00 EUR
Rezension von Carsten Kuhr
Washington, D.C. ist voll von Regierungsbehörden. In den Bürogebäuden der US-Hauptstadt arbeiten sie, die Angestellten, Beamten und Agenten. Die Herren in fast schon uniformen dreiteiligen, zumeist dunkelgrauen oder schwarzen Anzügen, die Damen in Kostümen und Pumps. Charlotte Locke arbeitet als Analystin in einer dieser Behörden. Na gut, einer etwas anderen, besonderen Behörde. Einer nämlich, die sich mit der Verfolgung und Ausschaltung von übersinnlich begabten Verbrechern beschäftigt. In aller Regel sind die Agenten, ob im Einsatz an der Front oder wie Charlotte im Büro, selbst begabt, zumeist sind schon ganze Familien-Generationen für die Section 47 tätig gewesen.
Wenn zwei Menschen zur selben Zeit sterben, landen sie im Quindecim, einer Zwischenwelt zwischen Leben und Tod, die aussieht wie eine edle Bar. Der Barkeeper Decim begrüßt die Neuankömmlinge, die keine Erinnerungen an die jüngste Vergangenheit mehr haben, und eröffnet ihnen, dass sie nun in einem Spiel um ihr Leben gegeneinander antreten müssen. Heißt im Klartext: Eine der Personen wird wiedergeboren, die andere landet in der Hölle. Eine bewusst herbei geführte Extremsituation, in der nicht wenige von Decims Gästen ihr wahres Gesicht zeigen, um das Spiel um jeden Preis für sich zu entscheiden.
Pennyworth (Pennyworth 1-7, 2021/2022) Text: Scott Bryan Wilson Zeichnungen: Juan Gedeon Übersetzung: Katrin Aust Panini, 2022, Paperback, 164 Seiten, 19,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Alfred Pennyworth, Butler und Ersatzvater von Bruce Wayne, gehört wie Robin schon lange zum Batman-Kosmos. Zwar ist er in den aktuellen Geschichten um den Dunklen Ritter nicht mehr am Leben, es bot sich aber an - gerade wegen der Fernsehserie -, seine Vergangenheit zu beleuchten. Und die war, darf man „Pennyworth“ glauben, alles andere als langweilig.
Weiter geht es mit den Geschichten aus einer Ära, die weit vor dem Imperium liegt und in der die Alte Republik noch eine Blütezeit erlebt. Das „Star Wars“-Universum ist aber auch zu dieser Zeit nicht frei von Konflikten, vor allem in den äußeren Regionen tut sich Einiges, wie durch die Übergriffe der Nihil sichtbar wird, gegen die selbst die Jedi machtlos scheinen.
Das erste Mal vergisst man nie. Die junge Vampirin Juliette hat sich als ihr erstes Opfer die neu zugezogene Calliope ausgesucht. Doch zu Juliettes Überraschung handelt es sich bei ihr um eine Vampirjägerin. Beide müssen feststellen, dass es gar nicht so leicht werden wird, die jeweils andere zu töten - dafür aber umso leichter, sich ineinander zu verlieben.
Die erste Staffel von "First Kill" hat am 10. Juni exklusiv auf Netflix Premiere, hier ist eine Featurette.