- Details
-
Kategorie: Rezensionen
-
Veröffentlicht: Montag, 12. Oktober 2009 01:00
Michael Coney
Träume von Pallahaxi
(Hello Summer, Goodbye, 1975 & I Remember Pallahaxi, 2007)
Deutsche Übersetzung von Bernhard Kempen
Heyne, 2009, Taschenbuch, 608 Seiten, 9,95 EUR, ISBN 978-3-52543-6
Von Gunther Barnewald
Der vorliegende Band enthält zwei Romane, die auf dem gleichen Planeten spielen. Während ersterer 1979 erstmals als Heyne Taschenbuch 3673 unter dem Titel »Der Sommer geht« in Deutschland erschienen ist und mittlerweile als Klassiker gilt, ist die Fortsetzung, welche Generationen später auf dem gleichen Planeten spielt, eine Erstübersetzung ins Deutsche.
Wer Coneys Klassiker in der einstmaligen Übersetzung von Yoma Cap schon kennt, den wird an der Neuübersetzung von Bernhard Kempen sicherlich die veränderte Namengebung stören, denn aus dem Protagonisten Alika-Drove wird hier Alika-Druv (der erste Name zeigt dabei immer den Wohn- bzw. Herkunftsort der Person an), Pallahaxi-Starkarm wird zu Pallahaxi-Kraftprotz, Silverjack zu Silbernacken, das Mädchen Ribbon wird zu Bändchen und Pallahaxi-Dickbauch zu Pallahaxi-Wanst, womit der aktuelle Übersetzer vermutlich näher am Original liegt (was allerdings nicht für Drove/Druv gilt, heißt er doch Drove im Original) beziehungsweise die Namen gnadenlos eindeutscht (was sonst durchaus wünschenswert ist, im Fall von »Bändchen« jedoch arg befremdlich wirkt und auch ob der Derbheit der Namen der Pallahaxibewohner die Atmosphäre des Romans deutlich ändert).
Weiterlesen: Coney, Michael: Träume von Pallahaxi (Buch)