Silja Sillanpää & Pasi Pitkänen: Das Rätsel der Schlangen - Serpentis 1 (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Mittwoch, 21. Oktober 2026 12:19

Silja Sillanpää & Pasi Pitkänen
Das Rätsel der Schlangen
Serpentis 1
(Ouroboros 1: Sateenkaarikäärme, 2024)
Übersetzung: Elina Krizokat
Oetinger, 2026, Hardcover, 264 Seiten, 16,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
In einem bestimmten Alter ist noch alles möglich und Abenteuer dürfen einfach nur schräg und verrückt wirken. Genau dieses Gefühl fangen die beiden finnischen Künstler Silja Sillanpää und Pasi Pitkänen in ihrem farbig illustrierten Buch „Das Rätsel der Schlangen“ ein, dem Auftakt der „Serpentis“-Reihe.
Nachdem sein Leben gänzlich auf den Kopf gestellt wird, da seine Großeltern ins Heim müssen, die ihn bisher aufgezogen haben, beschließt der zwölfjährige Stein wegzulaufen und nach seiner Mutter zu suchen, die vor vielen Jahren verschwunden ist.
Das führt ihn nicht nur zu einem geheimnisvollen Runenstein, sondern auch in eine Unterwelt voller Geheimnisse, durch die ein Zug fährt, dessen Lok wie eine Schlange aussieht und in den Waggons sehr unterschiedliche Menschen leben.
Und natürlich kann er nicht wirklich irgendwem trauen, denn gerade die Erwachsenen scheinen es darauf anzulegen, ihn immer wieder zu belügen. Gerade einmal ein gleichaltriges Mädchen, das zwar schroff daherkommt, aber ihm immer wieder hilft, ist eine verlässliche Gefährtin.
Die Macher fahren alle möglichen schrägen Ideen auf, die vor allem die Erwachsenen in diesem Zug als schräge Sonderlinge in Szene setzt. Immerhin kommt der junge Held ganz gut damit zurecht, da er selbst in solch eine Familie geboren wurde. Und es scheint als könnte er sich Hoffnung machen, seine Mutter wiederzufinden - doch wer von den anderen meint es ehrlich, und warum ist es so immens wichtig, irgendwie in die Lock zu gelangen?
Die Geschichte wird jedenfalls flott erzählt und nett in Szene gesetzt, denn die Künstler lassen sich so Einiges einfallen, was vor allem jungen Lesern gefallen wird. Erwachsene mögen das Ganze etwas nüchterner sehen, dürften aber auch ab und an ins Schmunzeln kommen, wenn ihnen der Spiegel vorgehalten wird.
Auch die phantastische Seite kommt zum Tragen, wird doch immer wieder mit Mythen und Legenden gespielt und das Geschehen mit eigenen Ideen verbunden.
Die Story endet zudem mit einem vorläufigen Abschluss, da zumindest ein Ziel erreicht wird. Aber natürlich gibt es auch noch genug offene Fragen, die Lust auf Mehr macht.
„Das Rätsel der Schlangen“, der erste Band der „Serpentis“-Reihe, ist ein freches und abgedrehtes Fantasy-Abenteuer für alle jungen Leser ab zehn Jahren, die Lust auf eine rasante, aber dennoch warmherzige Geschichte haben.