S. D. Coverly: The Arcane Arts - Die Kunst der Unterwerfung (Buch)

S. D. Coverly
The Arcane Arts - Die Kunst der Unterwerfung
(The Arcane Arts, 2026)
Übersetzung: Bettina Arlt
Dark Intence, 2026, Hardcover, 512 Seiten, 24,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

„The Arcane Arts“ gehört zu dem weiten Feld der Dark Romance, die inzwischen den Markt erobert. Die Geschichte, die mit einigen phantastischen Elementen und Dark Academia Vibes versehen ist, wird ganz offensichtlich auch verfilmt. Hinter dem Pseudonym stecken übrigens die Autoren Dana Schwartz und Dan Frey.


Professor Rawlins unterrichtet schon eine Weile arkane Methodiken und überschreitet dabei gelegentlich wohl auch die Grenzen des Moralischen, Das ist aber der jungen Studentin Ellsbeth Storer so ziemlich egal, denn sie hat alles verloren, was ihr etwas bedeutete.

Auf der Newlyn Universität und speziell in seinem Master-Studenten-Kurs hofft sie Antworten zu bekommen und ertrotzt sich den Zugang. Und ohne es zu wollen, knisterte es schon bald zwischen der jungen Frau und dem Dozenten…


Immerhin gehört der Roman zu den Geschichten, die die Handlung nicht endlos in die Länge ziehen und sich auch Zeit nehmen, die Figuren zusammenzubringen, ehe sie die leidenschaftlicheren Momente einbringen. Denn mit Storer und Rawlings treffen zwei recht willensstarke Persönlichkeiten aufeinander, die sich auf Augenhöhe begegnen - etwas, was den älteren Dozenten vermutlich besonders an ihr fesselt. Denn sie ist nicht nur beharrlich, sondern auch hochintelligent und gerissen, übersteigt, was das Wissen und den Lerneifer angeht, seine Erwartungen schon bald.

Natürlich steht auch noch ein dunkles Geheimnis im Raum, das ebenfalls nach und nach enthüllt wird und für zusätzliche Spannung sorgt, das vor allem zum Ende hin den Professor zu einer klaren Entscheidung zwingt.

Zwar tun die Autorinnen den Erwartungen an das Genre genüge und bieten die entsprechenden heißen Szenen, aber die Charaktere bleiben sich trotz aller Leidenschaft treu und entwickeln sich sogar weiter.

Der Hintergrund wird nicht vergessen, denn das Verbrechen, was die junge Frau an die Universität führte, wird auch interessant, vor allem aber genretypisch aufgelöst.

Der Roman gehört tatsächlich zu den besseren Dark-Romance-Werken, denn die Handlung wird trotz aller Klischees spannend aufgebaut und abgeschlossen, die Hauptfiguren entwickeln sich weiter, ordnen sich aber auch nicht der Leidenschaft unter. Und nicht zuletzt werden auch die phantastischen Elemente sauber und glaubwürdig eingesetzt.

Das macht „The Arcane Arts“ auch für die Leserinnen und Leser interessant, die neben der dunklen Leidenschaft auch einen kurzweiligen Fantasy-Krimi im „Dark Academia“-Gewand mögen und interessante Charaktere zu schätzen wissen.