Star Wars: Grievous (Comic)

Star Wars: Grievous
(Star Wars - Hyperspace Stories: Grievous, 2026)
Text: Michael Moreci
Titelbild: Michael Cho
Zeichnungen: Caio Filipe
Übersetzung: Matthias Wieland
Panini, 2026, Paperback, 104 Seiten, 14,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Seit der Prequel-Trilogie gehört General Grievous zu den großen „Star Wars“-Bösewichten, die durch ihre große Grausamkeit aufgefallen sind. Und auch in der „Clone Wars“-Serie hatte er immer wieder wichtige Auftritte. Doch so wirklich hat man bisher nichts über ihn erfahren. Das versuchen die Macher der Graphic Novel „Star Wars: Grievous“ zu ändern.


General Grievous gehört zu den Anführern der Separatisten-Armeen und folgt nun einem Befehl von Count Dooku. Er soll auf einem Dschungel-Planeten im Wilden Raum für Unruhe sorgen, um seinen Wert zu beweisen.

Das ist Futter für den Cyborg, der die Truppen der Republik, aber vor allem auch die Jedi abgrundtief hasst. Doch während er seinen Auftrag erfüllt, kommt er auch immer wieder ins Grübeln und versucht seine eigene Identität zu finden.


Allerdings sollte man nicht allzu viel Tiefgang erwarten, denn natürlich steht die Action wieder im Vordergrund und davon wird reichlich geboten, zumal auch die Jedi ihre Auftritte haben und ihn auszuschalten versuchen.

Natürlich werden auch die bedeutenden Helden schnell abgezogen, so dass das Schicksal des verbleibenden Machtnutzers bereits vorgezeichnet ist. Er mag zwar durchaus ein fähiger Jedi sein und die Droiden-Armee mit Grievous hinhalten können, aber der ist entschlossen und skrupellos. Dementsprechend wenige ruhige Szenen gibt es, in denen der Cyborg auch wirklich einmal etwas mehr in sich gehen kann. Tatsächlich scheint er das eher zu vermeiden und seinen Hass schüren zu wollen.

So sind zwar gute Ansätze da, aber sie werden leider nicht allzu weit ausgeführt und vertieft. Heraus kommt dadurch eine actionreiche und düstere Geschichte, die leider aber auch genug Chancen verspielt.

„Star Wars: Grievous“ bietet ordentlich Action für alle Leser, die auch schon die „Clone Wars“-Serie mochten. Anders als dort entwickeln sich aber auch ein paar Dinge bewusst in eine andere Richtung, so dass die Geschichte vielleicht nicht für die Jüngsten lesbar ist. Wer etwas mehr Charaktertiefe erwartet, wird ebenfalls enttäuscht.