Lex Croucher: The Unmagical Life of Briar Jones - Allerbeste Feinde (Buch)
- Details
- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Dienstag, 18. August 2026 21:39

Lex Croucher
The Unmagical Life of Briar Jones - Allerbeste Feinde
(The Unmagical Life of Briar Jones, 2026)
Übersetzung: Maike Hallmann
Tor, 2026, Paperback, 576 Seiten, 18,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Dark Academia steht voll im Trend, gerade romantische Fantasy-Geschichten sind voll von Internaten und Colleges, die nicht so ganz von dieser Welt sind, und in der auch Magie und übernatürliche Wesen eine wichtige Rolle spielen. „The Unmagical Life of Briar Jones - Allerbeste Feinde“ fügt dem Ganzen aber eine frische und ungewohnte Facette hinzu.
Schon seit dey ein Kind ist, träumt Briar Jones davon, zusammen mit demm Freund Seb auf die Temple-Schule für Thaumaturgie zu gehen. Doch während er im Alter von zehn eine Einladung erhält, geht dey leer aus.
Doch sieben Jahre später bekommt Briar die Chance durch einen Sommerjob, in den Archiven der Temple-Schule zu arbeiten. Und dey sieht überraschend auch demm Freund wieder, der sich aber stark verändert hat und zum Schul-Tyrannen geworden ist. Das äußert sich nicht nur auch in einer Charakter-Änderung, sondern auch einen neuen Namen, denn Seb ist nun Bastian und braucht eine Weile, um Briar wiederzuerkennen.
Dey nutzt derweil die Gelegenheit, durch den Job tiefere Einblicke in die Elite-Schule zu erhalten, die in Vielem neuen Wege geht und manchmal auch solche, die bewusst vor der Öffentlichkeit geheimgehalten werden.
Und so kommt es, wie es kommen muss: Schon bald gerät Briar durch die Nachforschungen in Gefahr, hat aber genug Freunde, die dey dabei helfen können, die Wahrheit herauszufinden - auch über Seb.
Man sieht schon an den Pronomen, dass Queerness in dem Buch kein besonderes Thema ist, stattdessen von den Figuren eher als normal angesehen wird, gerade von denen, die auch nicht dem Standard entsprechen.
Briar bleibt überraschend bodenständig. Die Geschichte ebenfalls, denn die Magie bleibt eher im Hintergrund, äußert sich durch kleine, aber feine Details und Enthüllungen, die erst zum Ende hin mehr Raum bekommen. Bis dahin müssen sich die Hauptfiguren mit vielen Intrigen und der extremen Hierarchie in der Schule herumschlagen, die in manchen Schülern tiefe Abgründe geweckt hat.
Die Handlung wird weitestgehend ruhig erzählt, konzentriert sich klar auf die Figuren, die erstaunlich menschlich bleiben und nicht noch besondere Fähigkeiten entwickeln. Das macht das Buch tatsächlich zu etwas Besonderem. Zudem dürften Fans ihre Freude haben, die bereits die Romane von Noah Stoffers und Naomi Novik mochten.
„The Unmagical Life of Briar Jones - Allerbeste Feinde“ spielt auf gekonnte Weise mit den Elementen des Dark-Academia-Genres, verklärt diese aber nicht auf höchst romantische Weise, sondern entfesselt eine an den Krimi angelehnte Geschichte, die nicht nur auf dem Boden bleibt, sondern auch die unschönen Seiten dieser Elite-Internate zeigt. Zudem bleibt die Magie bewusst im Hintergrund und bekommt erst zum Ende mehr Bedeutung.