Kayvion Lewis: Thieves’ Gambit (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Mittwoch, 05. August 2026 10:57

Kayvion Lewis
Thieves’ Gambit
Thieves’ Gambit 1
(Thieves’ Gambit, 2023)
Übersetzung: Christa Prummer-Lehmair, Heide Horn
dtv, 2026, Taschenbuch, 432 Seiten, 12,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
„Thieves’ Gambit“ erschien bereits vor zwei Jahren als Hardcover mit Farbschnitt bei dtv. Die Geschichte um Rosalyn Quest und ihre Teilnahme an einem höchst gefährlichen Wettkampf mit anderen jungen Talenten erscheint nun auch noch als kostengünstigeres Taschenbuch.
Rosalyn gehört einer wahren Dynastie von Dieben an und wurde schon ihr ganzes Leben darauf trainiert, eines Tages in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten. Bisher ist sie aber immer nur an deren Seite und unterstützt sie. Was sie allerdings auch ärgert.
Doch gerade, als sie Anstalten macht, aus dem Familien-Business auszusteigen, wird ihre Mutter entführt. Wenn Rosalyn sie retten will, muss sie an einem berühmt-berüchtigten Wettbewerb teilnehmen, dem sogenannten „Thieves’ Gambit“.
Und das ist im Prinzip auch das hauptsächliche Thema der Geschichte, denn der Wettbewerb zwingt Leute, die eigentlich Rivalen sind, dazu, für die Coups mehr oder weniger zusammenzuarbeiten.
Viel wird im Vorfeld eigentlich nicht erklärt, man erfährt nur, dass es ganz offensichtlich verschiedene etablierte Familien gibt, die schon seit Generationen ihr Geld mit Gaunereien, Einbrüchen und Diebstahl verdienen - je gewagter, desto lukrativer. Und so lernen auch die Leser die Sprösslinge dieser Dynastien kennen, die alle mehr oder weniger miteinander konkurrieren. Und wie so oft kommen bei diesem Treffen der Junioren auch Gegenspieler hinzu, die die Heldin natürlich schon von früher her kennt.
Das Abenteuer spielt mit den Klischees und Themen des Heist-Genres, inszeniert gewagte Diebstähle, um die Spannung recht hoch zu halten und bietet doch auch immer wieder noch Momente, in denen die Helden zusammenarbeiten und sich deshalb auch näher kennenlernen. Dabei dürfen auch einige romantische Gefühle nicht fehlen, wobei es auch erst einmal dabei bleibt und die leidenschaftlichen Momente ganz ausgeblendet bleiben.
Und damit auch die Fortsetzung noch zieht, darf das Ganze mit einem fiesen Cliffhanger enden.
Alles in allem geht die Geschichte nicht sonderlich in die Tiefe, sondern will in erster Linie unterhalten. Deshalb bleiben die Figuren auch nur oberflächlich charakterisiert, ebenso wie ihre Konflikte. Und nicht zuletzt wird die Action geboten, die man auch schon aus anderen Geschichten um junge Agenten oder Diebe kennt.
„Thieves’ Gambit“ ist ein unterhaltsames Abenteuer mit viel Action, einem guten Schuss Drama und interessanten Wendungen, das vor allem die jungen Leser ansprechen wird, die auch schon „Alex Rider“ und andere junge Agenten zu schätzen wussten. Das Geschehen wird natürlich auch noch mit vielen Klischees und einem Schuss Romantik garniert.