Gung Ho: Tanaka (Comic)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Sonntag, 26. Juli 2026 03:34

Gung Ho: Tanaka
Text: Benjamin von Eckartsberg
Titelbild & Zeichnungen: Tsai Chaiko
Cross Cult, 2026, Hardcover, 80 Seiten, 25,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
In ihrer fünfbändigen Hauptserie „Gung Ho“ erzählten Benjamin von Eckartsberg und Thomas von Kummant die Geschichte einer Welt, in der sich die Menschen in abgeschottete Enklaven zurückziehen mussten, um sich vor der „Weißen Flut“ zu schützen, menschenfressenden Monstern, die plötzlich auftauchten und alles überrannten. Mit „Gung Ho: Tanaka“ springen von Eckartsberg und der Künstler Tsai Chaiko nun in die Vergangenheit zurück und erzählen eine der vielen Vorgeschichten.
Tanaka Hasegawa war und ist Elite-Soldat der japanischen Spezialkräfte, stellt seine Kenntnisse und Fähigkeiten aber auch im Action-Kino unter Beweis, indem er den unerschütterlichen Helden in Samurai-Filmen mimt. Und für den neuesten ist er nun mit Frau und Tochter auf Promotionstour in Paris unterwegs.
Dann aber schlägt die „Weiße Plage“ unerbittlich zu und beraubt ihn seiner Frau. Zunächst ist der Japaner natürlich geschockt, dann aber beginnt er sich zu einem unerbittlichen Kämpfer gegen die Monster zu entwickeln und junge Menschen auszubilden, unter anderem auch seine Tochter Yuki.
Das Prequel ist etwa zehn bis fünfzehn Jahre vor der eigentlichen Serie angesiedelt und die Leser lernen so noch einmal Tanaka Hasegawa von einer ganz anderen Seite kennen. Denn zu dieser Zeit ist er noch ein glücklicher Familienvater, der seine Leidenschaft für die Samurai in Filmen auslebt und zunächst auch nicht daran denkt, dass ihn das Schicksal einmal dazu zwingen wird, das Schwert so entschlossen zu schwingen wie diese.
Doch wie man sich denken kann, schlägt die „Weiße Flut“ unerbittlich zu und beraubt ihm des Liebsten, was er hat, ein Schicksalsschlag, der ihn nachhaltig verändert und dazu bringt, von nun an nur noch seine harte Seite hervorzukehren, was leider auch seine Tochter zu spüren bekommt, die aber letztendlich das Beste daraus macht. Die Beiden gehören zu den entschlossenen und kampfkräftigen Überlebenden.
Natürlich wird auch in diesem Band nicht geklärt, wie die „Weiße Plage“ überhaupt auf die Erde kam, und was eigentlich hinter der Blutgier steckt. Aber die beiden Künstler inszenieren eine unterhaltsame und actionreiche Geschichte, die einigen der Nebenfiguren ein wenig mehr Farbe und Tiefe verleiht und auch ein paar neue Facetten.
Das Ganze fügt sich gut in das „Gung Ho“-Universum ein und wird flott erzählt. Die Zeichnungen passen zum Stil der Hauptserie und bieten ein atmosphärisches und rundes Gesamtbild, das sich sehen lassen kann.
„Gung-Ho: Tanaka“ erzählt eine in sich geschlossene Vorgeschichte zur eigentlichen Saga. Das Geschehen wird spannend und actionreich in Szene gesetzt. Der Band ist sogar für Einsteiger und Neuleser verständlich, da kein Vorwissen benötigt wird.