Sara Hashem: The Jasad Crown (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Dienstag, 21. Juli 2026 12:56

Sara Hashem
The Jasad Crown
The Jasad Heir 2
(The Jasad Crown, 2025)
Übersetzung: Michaela Link
Piper, 2026, Hardcover, 702 Seiten, 28,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Genau ein Jahr nach „The Jasad Heir“ erschien tatsächlich der abschließende Band der Dilogie. In „The Jasad Crown“ findet die Geschichte von Sara Hashem eine gelungene Weiterführung und einen angemessenen Abschluss.
Sylvia hat lange Jahre im Verborgenen überlebt, bis ihre Magie und wahre Abstammung durch Arin, den Sohn ihres größten Feindes, ans Licht kamen. Beide haben sich eine Weile verbündet, aber die Urabi-Rebellen hatten andere Pläne mit ihr.
Nun sitzt sie in einer einsamen Berghütte fest und ringt damit, ihre außer Kontrolle geratene Magie zu zügeln und das Vertrauen der Rebellen zu gewinnen, während Arin immer mehr unter Druck gerät und sie auch die Taten seiner Vorfahren in Frage stellen muss.
So wenig sie es beide wollen, die alte Fehde erwacht wieder und stellt sie vor harte Herausforderungen. Zudem scheint ein blutiger Vernichtungskrieg unvermeidlich.
Zwar wird den Lesern der Zweiteiler als Romantasy verkauft, die Geschichte ist aber alles andere als das. Denn auch wenn viele Elemente zunächst vertraut erscheinen, so rückte die übliche Liebesgeschichte doch sehr schnell in den Hintergrund und konzentrierte sich mehr auf die Figuren und ihre Umgebung, die Intrigen und Geheimnisse, die beider Leben überschatten.
Das Worldbuilding mit all der Magie und den damit verbundenen Mythen - wie auch die Politik und kulturellen Eigenheiten -, bekommen ordentlich Raum. Genauso wie die Charakter-Entwicklung der Figuren rund um die beiden Helden herum. Es gibt auch keine einfachen Antworten, sondern nur immer wieder neue komplexe Fragen, die die Figuren vor ziemliche Herausforderungen stellen.
Die Geschichte entwickelt sich deshalb auf allen Handlungsebenen interessant und spannend weiter, das Abenteuer steht im Vordergrund, ohne dabei die Gefühle und Gedanken von Arin und Sylvia zu vernachlässigen.
Die Spannung wird konsequent gehalten, das Ende bietet eine gutdurchdachte und zur Geschichte passende Auflösung, die aber auch nicht ganz ohne Hoffnung bleibt. Das Ganze ist ansprechend geschrieben, verlangt durch seine komplexe Erzählweise und die vielen Details auch Einiges an Aufmerksamkeit.
So ist „The Jasad Crown“ der gelungene Abschluss der Dilogie, die mit „The Jasad Heir“ begann. Was auf den ersten Blick wie Romantasy wirkt, ist allerdings eher komplexe Fantasy für alle Fantasy-Fans die eine spannende, aber auch epische Geschichte mit komplexem Worldbuilding und vielschichtigen Figuren suchen.