Rebecca Mix & Andrea Hannah: I Killed The King (Buch)

Rebecca Mix & Andrea Hannah
I Killed The King
I Killed The King 1
(I Killed the King, 2025)
Übersetzung: Julia Schwenk
cbt, 2026, Paperback, 464 Seiten, 15,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Andrea Hannah und Rebecca Mix haben sich zusammengetan, um eine Geschichte zu erzählen, in die sie ein paar derzeit sehr angesagte Themen packen. „I Killed The King“ ist der Auftakt zu einer bitterbösen Dilogie, die gleich mit einem Paukenschlag beginnt.


Eigentlich soll es ein Tag der Freude sein, denn nach einem Jahrzehnt des Krieges soll endlich Frieden zwischen den verfeindeten Reichen Avendell und Istellia geschlossen werden. Der Unterzeichnung geht allerdings ein Maskenball voraus.

Währenddessen lädt König Costis fünf sehr unterschiedliche junge Menschen in seine Gemächer ein, seinen Sohn und dessen Leibwächter, eine Attentäterin, eine Bestienjägerin und einen illustren Heiler. Und dann geschieht das Undenkbare.

Das Licht geht aus, der König wird überraschend ermordet und die Anwesenden stehen vor gleich mehreren Rätseln. Ist der Schuldige unter ihnen oder kam er von außen? Wurde die Tatwaffe wirklich von ihrem Besitzer geführt?

Die jungen Leute versuchen - so unterschiedlich sie auch sind -, den Mord erst einmal geheimzuhalten und auf eigene Faust herauszufinden, was eigentlich wirklich passiert ist und wer der Schuldige sein könnte. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn das Geheimnis wird nicht lange eines bleiben, wenn sie nicht zusammenarbeiten.

Und tatsächlich scheint jeder der Anwesenden seinen Teil dazu beitragen zu können, das Rätsel zu entschlüsseln, auch wenn sie sich selbst damit in tödliche Gefahr bringen, denn die Feinde könnten überall sein.


Die Handlung beginnt wie ein klassischer Whodunnit-Krimi, entwickelt sich aber schnell zu einer faszinierenden Mischung aus Mystery und Fantasy. Romantische Gefühle gibt es zwischen einigen Figuren auch, aber die bleiben eher im Hintergrund, da es wichtiger zu sein scheint, am Leben zu bleiben und das Geheimnis zu ergründen, das viel tiefer reicht als sie alle vermuten.

Immerhin wird damit der Fantasy ordentlich Raum gegeben, denn die Magie, die Mysterien und auch Fabelwesen werden bald zu wichtigen Elementen der Handlung.

Die Handlung scheint zum Ende hin weitestgehend abgeschlossen zu sein, aber die Autorinnen halten sich ein paar Fragen offen.

Alles in allem bietet die Geschichte einen interessanten Plot. Der Hintergrund und die Figuren kommen anfangs etwas zu kurz und wirken recht blass, das ändert sich aber im Verlauf der Handlung deutlich, so dass man später sogar mit ihnen mitfiebert. Gewalt und Grausamkeiten werden zwar erwähnt, aber nicht sonderlich ausgeführt, so dass alles jugendfrei bleibt.

„I Killed The King“ ist eine spannende und kurzweilige Geschichte, die Krimi und Fantasy unterhaltsam miteinander vermischt und zumindest in diesem ersten Band wesentlich mehr als das Beziehungsgeklüngel bietet, das man es von höfischen Geschichten kennt. Denn auch magische Elemente und mythische Hintergründe kommen zum Zug.