Vitali Konstantinov: Wenn nicht die Menschen (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Sonntag, 22. März 2026 08:55

Vitali Konstantinov
Wenn nicht die Menschen
Kunstanstifter, 2026, Hardcover, 56 Seiten, 28,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Was wäre, wenn nicht die Menschen die sogenannte Krone der Schöpfung geworden wären, sondern ganz andere Wesen, die wir gemeinhin heute eher als Tiere ansehen? Diese Frage stellt sich der Künstler Vitali Konstantinov, der Architektur, Grafik, Malerei und Kunstgeschichte studierte und schon seit Jahren Bücher verfasst und selbst illustriert, die in über vierzig Ländern veröffentlicht wurden. Sein neuester Band ist deshalb auch mit „Wenn nicht die Menschen“ betitelt.
Was ist Zivilisation? Wie und warum hat sie sich überhaupt entwickelt? Und welche Eckpunkte gibt es, die entscheidend sind? Das erklärt der Künstler anhand der Menschen, ehe er sich an mehrere Gedankenspiele macht, die durchaus ihren Reiz haben.
Was also wäre, wenn die Dinos nicht ausgestorben wären, sondern sich eine Zivilisation aufgebaut hätten, oder auch Delphine und Oktopusse schon viel früher in Gang gekommen wären, oder gar Waschbären und andere Affenarten? Wie sähen deren Städte aus?
Diese bekommt man tatsächlich in fünf ausklappbaren Bildern zu sehen, bei denen der Künstler seiner Phantasie freien Lauf lässt. Man darf staunen über Oktopolis und Dino City, Waschbärlin aber auch die Affenstadt und noch viel mehr.
Die Texte gehen natürlich nicht in die Tiefe, weil er mit dem Buch Kinder im Grundschulalter erreichen will, die ihre Phantasie noch spielen lassen können und wollen und deshalb mit den Bildern sehr viel anfangen können. Zudem vermittelt er Einiges an Wissen über die ausgewählten Arten, die durchaus das Potential dazu haben können, sich vielleicht doch noch weiterzuentwickeln. Und er verpackt das alles in kurze, überschaubare Texte, die nicht überfordern.
Das Buch ist wunderbar für junge Leserinnen und Leser geeignet, lädt aber auch Eltern ein, es zusammen mit ihren Kindergartenkindern zu genießen und dabei selbst die eigene Phantasie zu wecken.
Das macht „Wenn nicht die Menschen“ zu einem liebenswerten Gedankenspiel für Jung und Alt, das vielleicht nicht sonderlich in die Tiefe geht, aber irgendwie doch schon Hand und Fuß hat und dazu einlädt, sich selbst solche Städte auszudenken.