Mario Hackel: Tod eines Magiers - Chroniken der Magie 1 (Buch)

Mario Hackel
Tod eines Magiers
Chroniken der Magie 1
2024, eBook, 4,99 EUR

Rezension von Christel Scheja

Mario Hackel dürfte einigen Lesern schon durch seine „Palineas“-Serie bekanntgeworden sein. Nun erzählt er mit „Tod eines Magiers“ nicht nur „Die Chroniken der Magie“, sondern auch eine Geschichte aus seiner Welt Eristria, für die man aber keine Vorkenntnisse mitbringen muss.


In der Grenzstadt Habron wird ein mächtiger Magier tot aufgefunden. Natürlich verdächtigt man erst einmal seine Sklavin, die ihn zuletzt gesehen hat. Aber ein ungewöhnliches Ermittler-Team, bestehend aus einem Kadetten der Garde und einer Wildelfe, entdecken schon bald Ungereimtheiten.

Vielleicht könnte der Taschendieb Kalen weitere Antworten geben, doch bevor es dazu kommt, flieht dieser mit der Sklavin. Und so gibt es schon bald ein Katz-und-Maus-Spiel um die Wahrheit, die viel mehr verbirgt, als bisher zu ahnen war, denn auch dunkle Kräfte haben ihre Finger mit im Spiel.


Die Geschichte nutzt die Strukturen eines Krimis, um viel mehr zu tun, denn der Mord erlaubt auch noch einen spannenden Blick auf die Gesellschaftsstruktur, Politik und verschiedenen Völker der Welt. Dabei kommt die magische Seite des Ganzen ebenfalls nicht zu kurz.

Mario Hackl nimmt sich die Zeit, die Figuren gezielt aufzubauen, so dass man sie sich - ebenfalls wie ihre Umgebung - gut vorstellen kann. Das Ermittler-Team verspricht Spannungen, aber nicht leidenschaftlicher Art - jeder bleibt für sich eigenständig. Zudem erhalten auch einige wichtige Nebenfiguren genug Profil und entwickeln sich zu weiteren wichtigen Charakteren, die in der Handlung eine tragende Rolle spielen. Und auch der Gegenspieler ist nicht ohne, bleibt er doch keine blasse Randfigur.

Die Ermittlungen bieten von Anfang an eine gewisse grundlegende Spannung, die ein wenig über die ruhigen ersten Kapitel hinwegtäuschen. Je mehr aber ans Licht kommt, desto actionreicher wird es. Der Showdown hat sich ebenfalls gewaschen und bietet sogar ein paar nette Wendungen.

Alles in allem scheint die Handlung erst einmal in sich geschlossen, macht aber auch keinen Hehl daraus, dass das erst der Anfang der Schwierigkeiten war und einige Charaktere neben den Ermittlern sicher keine Eintagsfliegen bleiben.

Das Ganze wird flott und kurzweilig erzählt, so dass trotz des erstaunlich ruhigen Anfangs und der alltäglichen Szenen keine Langeweile aufkommt und man später auch noch Lust auf Mehr bekommt.

„Tod eines Magiers“ ist offensichtlich das erste Kapitel der „Chroniken der Magie“ und macht mit einer Handlung, die zunächst den Kriterien des Krimis folgt, aber schon bald fantasylastiger wird, alles richtig, denn auch wenn die Geschichte erst mal in sich geschlossen scheint, so wird doch eines klar: Das Abenteuer vor farbenprächtiger Kulisse und mit lebendigen Figuren im Gepäck hat gerade erst begonnen.