Star Wars - The Acolyte: Die Suchende, Justina Ireland (Buch)

Justina Ireland
Star Wars - The Acolyte: Die Suchende
(Star Wars - The Acolyte: Wayseeker, 2025)
Übersetzung: Andreas Kasprzak
Blanvalet, 2026, Paperback, 386 Seiten, 16,00 EUR

Rezension von Petra Weddehage

Die Jedi-Ritterin Vernestra Roth erkundet schon lange das Outer Rim. Als Suchende ist sie Niemandem gegenüber verpflichtet. Sie lässt sich von der Macht dorthin treiben, wohin diese die Jedi führt. So gelangt die weibliche Jedi zum Planeten Cerifisis.

In der Hauptstadt Norna hilft sie den Obrigkeiten bei ihrem Kampf gegen Piraten. Diese überfallen immer wieder wichtige Transporte voller Wasser und Lebensmittel.

Mitten im Kampf um nicht weniger als das Leben der Planetenbewohner, kommt Meisterin Indara persönlich zu ihr. Diese hat den Auftrag, Vernestra so schnell wie möglich nach Coruscant zu eskortieren. Allerdings erlebt Indara nun die Arbeitsweise von Vernestra mit. Diese ist entschlossen, erst das Machtgefüge auf Cerifis wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Zurück in Coruscant gerät Vernestra mitten hinein in die komplizierte Politik dort. Die verbrecherische Unterwelt der Hohen Republik lässt die Grenzen zwischen beiden Gegensätzlichkeiten verschmelzen. Verrat, Täuschung und Betrug scheinen selbst die Jedi zu betreffen.

Während die Grenzen zwischen Licht und Dunkelheit langsam verschwinden, muss sich Vernestra fragen, wie ihre Hingabe zur Macht damit in Einklang gebracht werden kann. Ein episches Abenteuer beginnt, das der Jedi alles abverlangt.


Justina Ireland hat sich der Vorgeschichte der neuen „Star Wars“-Serie „The Acolythe“ angenommen. Ihre Story ist mit weiblichen Jedi sehr gut aufgestellt und ein spannendes Abenteuer wartet auf die geneigte Leserschaft.

Ihre Figuren werden ausreichend vorgestellt und die verschiedenen Szenarien sind ebenfalls sehr gut beschrieben. Die Story lebt von den Interaktionen der Protagonisten sowie den gefährlichen Situationen, denen diese immer wieder ausgesetzt sind. Das abgeschlossene Abenteuer dürfte Fans dazu animieren, sich der Serie zu widmen.

„Star Wars“ erfreut sich seit Jahren einer riesigen Fan-Gemeinde. Allerdings fragt sich der eine oder andere Fan bestimmt, warum es immer wieder Vorgeschichten gibt. Am Ausgang der Story ändert sich dabei nichts. Palpatine kommt an die Macht und die Jedi werden fast ausgelöscht. So nett es sein kann in die Tiefen der Vergangenheit zu schauen, wäre es doch wünschenswert Geschichten und Serien nach der Skywalker-Ära zu lesen und zu sehen. Wen das nicht stört, ist mit dieser Story und der dazugehörigen Serie allerdings bestens bedient.