Cells at Work 3 (Comic)

Akane Shimizu
Cells at Work 3
Übersetzung: Burkhart Höfler
Cross Cult, 2019, Paperback, 192 Seiten, 10,00 EUR, ISBN 978-3-96433-190-8

Rezension von Christel Scheja

Immer wieder neue Aspekte der Arbeit, die die Zellen des menschlichen Blutes leisten, kommen in diesem dritten Band von „Cells at Work“ ans Licht. Die Künstlerin hat einen ziemlichen Spaß daran, ein bisschen medizinisches Wissen spielerisch an ihre Leser zu vermitteln.


Weiter geht es mit dem verpeilten roten Blutkörperchen AE3803, das seine Arbeit wieder aufgenommen hat und nun Sauerstoff ans Herz liefert und Stickstoff zurück in die Lunge bringt. Natürlich kommt es auch diesmal wieder etwas vom Weg ab und hat dabei auch ein paar haarsträubende Erlebnisse.

Denn nun da der Winter vor der Tür steht, trainieren die T-Zellen besonders hart und tun was sie können, um die Viren und Bazillen aufzuhalten. Allerdings steht nicht jede Zelle die müsste die harten Übungen durch und fliegt raus. Doch das kann dazu führen, dass eine dieser gelangweilten Zellen einen neuen Freund findet und so der Feind infektiös unter den Zellen landet. Dann aber ist erst richtig etwas los und das Chaos bricht aus.


Die Künstlerin bemüht sich schon, die Geschichte unterhaltsam und lehrreich zu gestalten, dabei aber auch ihre Leser immer wieder zum Schmunzeln zu bringen. Doch das Schema beginnt sich langsam abzunutzen, wiederholt sich im Grunde doch das, was man schon aus den anderen Bänden kennt. Immerhin nutzt sie die Gelegenheit ein paar der schon öfter aufgetretenen Figuren weiter auszubauen und zu gestalten, allerdings bringt sie da auch nicht allzu viele neue Aspekte ein, so dass die Charaktere auf der Stelle treten.

Die Handlung bleibt dennoch leidlich spannend, weil sie neue Aspekte aus der ganzen Sache herauskitzelt und dabei durchaus auch noch etwas Spannung erzeugen kann, gerade durch die Tatsache, dass der Feind viele Mittel und Wege findet sich einzuschleichen und auszubreiten, noch bevor die anderen sich dessen gewahr werden. Allerdings sollte man nicht erwarten, dass sich irgendetwas Dramatisches tut, dazu hat die Künstlerin ihre Figuren offensichtlich viel zu gerne.

„Cells at Work“ beginnt sich zwar in Vielem zu wiederholen, bietet aber immer noch ein paar schräge Ideen, die die Spannung hoch halten. Wie immer gefällt vor allem der quirlige und humorvolle Erzählstil, der über viele Längen hinwegtröstet.