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Der MDR feiert 80 Jahre DEFA
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- Veröffentlicht: Mittwoch, 29. April 2026 09:26
Vor 80 Jahren wurde die DEFA gegründet. Der MDR würdigt dieses Jubiläum seit Jahresbeginn mit einem besonderen Programm-Angebot: dem DEFA-Dienstag. An jedem ersten Dienstag im Monat zeigt das MDR-Fernsehen einen ausgewählten DEFA-Spielfilm - darunter selten gezeigte Klassiker sowie drei Filme, die erstmals im MDR und ab dem 17. Mai in einem DEFA-Spezial in der ARD Mediathek zu sehen sind.
Am 17. Mai 1946 wurde die Deutsche Film-Aktiengesellschaft (DEFA) gegründet. Mit mehreren hundert Produktionen hat die traditionsreiche Filmgesellschaft der DDR das kulturelle Selbstverständnis vieler Menschen in Ostdeutschland geprägt und begeistert bis heute ein breites Publikum. Zahlreiche DEFA-Filme zählen längst zum festen Kanon der deutschen Filmgeschichte.
Im Rahmen des DEFA-Dienstags präsentiert der MDR ein Panorama aus fast vier Jahrzehnten Filmproduktion. Zu den besonderen Höhepunkten zählen drei MDR-Premieren (jeweils um 22.55 Uhr, MDR-Fernsehen):
"Dein unbekannter Bruder" (5. Mai) - mit Uwe Kockisch und Michael Gwisdek in den Hauptrollen
"For Eyes Only - Streng geheim" (7. Juli) - gilt als stilprägend für DEFA-Agenten-Filme
"Der Traum vom Elch" (1. Dezember) - mit Christian Steyer in einer Hauptrolle
Das Programm würdigt zugleich runde Geburtstage bedeutender DEFA-Schauspielerinnen und -Schauspieler wie Katrin Sass oder Christian Steyer sowie wichtige historische Ereignisse. Regie führten renommierte DEFA-Größen wie Konrad Wolf, Heiner Carow und Herrmann Zschoche.
Neben dem monatlichen DEFA-Dienstag zeigt das MDR-Fernsehen im Jubiläumsmonat auch im Sonntagskino (10.05 Uhr) ausschließlich DEFA-Produktionen. Ergänzt wird das Programm durch zahlreiche beliebte DEFA-Märchen-Filme. Und natürlich darf dabei das Kult-Märchen schlechthin nicht fehlen: "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" (14. Mai, 16.35 Uhr).
Am DEFA-Geburtstag, dem 17. Mai, stehen folgende Filme auf dem Programm: Um 10.05 Uhr läuft "Jungfer, Sie gefällt mir" (1969), die DEFA-Adaption von Kleists Lustspiel "Der zerbrochene Krug". Um 16.20 Uhr folgt der Märchen-Klassiker „Das kalte Herz“ (1950) mit Erwin Geschonneck in der Rolle des Holländer-Michels. Um 22.00 Uhr zeigt das MDR-Fernsehen ein Porträt des Schauspielers Peter Sodann, der neben seiner Theater-Arbeit seit den 70er Jahren auch für Film und Fernsehen tätig war. Im Anschluss daran folgt mit "Strawalde - Ein Leben in Bildern" eine Werkschau des renommierten DDR-Filmemachers Jürgen Böttcher.
Ausgewählte DEFA-Filme stehen ab dem 17. Mai in einem eigenen DEFA-Schwerpunkt im MDR-Channel der ARD Mediathek zur Verfügung. Die Filme sind in der Regel 30 Tage nach der TV-Ausstrahlung abrufbar.
Am kommenden Samstag ist Stefanie Eckert von der DEFA‑Stiftung zu Gast bei MDR KULTUR. Ab 11.05 Uhr spricht sie mit Moderator Thomas Bille über das Erbe der DEFA.
Die 1998 gegründete Stiftung bewahrt den rund 12.000 Produktionen umfassenden Filmstock und bereitet ihn digital für Kino‑ und Fernseh-Auswertungen auf.