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Star Wars: Die Hohe Republik - Phase 3 Band 3: Die Prüfungen der Jedi, Charles Soule (Buch)

Star Wars: Die Hohe Republik - Phase 3 Band 3
Die Prüfungen der Jedi
Charles Soule
(Star Wars: Trials of the Jedi - The High Republic Phase 3, Book 3, 2025)
Übersetzung: Andreas Kasprzak
Titelbild: Grant Griffin
Blanvalet, 2026, Paperback, 528 Seiten, 16,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Das Ende eines Experiments ist erreicht. Über mehr als vier Jahre durften Autoren und Zeichner in Comics und Zeichnungen Geschichten um die Alte Republik und die Jedi erzählen, in denen die Sith noch kein Thema waren. Lockere Verbindungen bestehen sogar zur Streaming-Serie „The Acolyte“, aber alles in allem steht die Epoche, die das zweite und dritte Jahrhundert vor der Schlacht vor Yavin abhandelt, für sich allein. Es ist nun an Charles Soule dem Abschluss der Saga in „Die Prüfungen der Jedi“ zu erzählen.

 

Sind die Nihil wirklich immer noch so siegreich, wie es ihnen ihr Anführer Marchion Ro weismachen will? Oder beginnt ihre Macht, die auf geheimnisvolle Kreaturen und überlegene Technik gründete, zu bröckeln? Einige wenige ahnen, dass dem tatsächlich so ist, weil die Jedi viel dazu gelernt haben.

Während es an der Flotte der Hohen Republik ist, den Sturmwall zu durchbrechen und die Flotte der Nihil über dem Planeten Eriadu zu stellen, geht eine Gruppe Jedi einen anderen Weg, will sie doch auf dem Planet der Namenlosen eine Möglichkeit finden, die von Marchion Ro versklavte, ebenfalls machtsensitive Spezies zu retten, die ihnen vor einiger Zeit noch so zugesetzt hatte.


So springt die Geschichte natürlich auch zwischen den verschiedenen Handlungsebenen hin und her, konzentriert sich aber ab dem zweiten Drittel dann doch mehr auf die Jedi, die sich in die Höhle des Löwen wagen und dabei erstaunliche Entdeckungen machen.

Natürlich gibt es wieder einmal ein paar Opfer, um die Gefahr deutlich zu machen, aber dennoch ist der Ausgang des Ganzen klar. Daher bildet der Roman natürlich vor allem den Weg ab und verbindet nun endlich die verschiedenen Handlungsfäden - auch die der Comics und Nebenromane - miteinander, um einen sauberen Abschluss der Epoche zu finden.

Die Charakterisierung der Figuren bleibt daher eher schwach, die wichtigen Jedi und auch Gegenspieler erhalten allerdings genug Profil, um mit ihnen zu fiebern und entsprechende Gefühle zu entwickeln. Auch zwei der Gegenspieler wirken etwas vielschichtiger, während alle anderen mehr oder weniger nur als Kanonenfutter, Stichwortgeber oder zur Illustration der Lage dienen. Das ist aber ein typisches Vorgehen bei vielen Franchise-Romanen.

Man merkt zwar, dass der Autor versucht, den Roman weitestgehend für sich stehen zu lassen, dennoch ist es ganz gut, zumindest einige wichtige Eckpunkte der Epoche und ihrer verschiedenen Phasen zu kennen.

Es gibt auch ein paar lockere Verbindungen zur Skywalker-Saga, auch wenn sie nur aus Yoda und dem Planeten Eriadu bestehen, der immerhin die Heimat Grand Moff Tarkins war. Deshalb ist es auch recht amüsant, ein paar von dessen Vorfahren kennenzulernen. Und es gibt noch ein paar weitere Kleinigkeiten, die aufhorchen lassen, ohne den Kanon zu verändern.

Der Abschluss jedenfalls ist sauber und lässt tatsächlich keine Wünsche offen.

„Die Prüfungen der Jedi“ beschließt damit die vielen Geschichten um „Die Hohe Republik“ auf zufriedenstellende Weise und knüpft sogar einige wenige Verbindungen in die Zukunft. Alles in allem dominiert aber das typische SF-Abenteuer im „Star Wars“-Universum, wie man es auch von anderen Geschichten um die Jedi kennt.