Ichi The Killer 2 (Comic)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Samstag, 22. August 2026 07:20

Hideo Yamamoto
Ichi The Killer 2
Übersetzung: Jan-Christoph Müller
Manga Cult, 2026, Paperback, 208 Seiten, 10,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Ichi wirkt auf die meisten Menschen wie ein ganz normaler, eher schüchterner und freundlicher Oberschüler, aber der Junge hat auch ein ganz anderes Gesicht. Denn immer, wenn er zu weinen beginnt, wird er zu einem blutrünstigen Killer.
Das hat ihn zu einem guten Auftragsmörder mit eigenem Team und Männern gemacht, die für ihn aufräumen. Allerdings fallen die auch immer wieder auf. Und das wird ihnen schließlich zum Verhängnis, denn Kakihara sucht immer noch nach seinem Boss Anjo.
Der sadistische Unterboss mobilisiert auf einen Hinweis hin seine Leute. Derweil hat Ichi ganz andere Probleme, denn ein Mädchen, das von seinem Zuhälter immer wieder misshandelt wird, weckt sein Mitgefühl.
Und wenn das passiert, kann man sich denken, was als Nächstes passieren dürfte.
Und natürlich zieht sich die Schlinge auch wieder etwas enger um ihn, sind doch auch die Yakuza, vor allem ein Clan, in ziemliche Aufruhr geraten und versuchen herauszufinden, was mit ihrem Boss passiert ist.
Er konzentriert sich auf anderes - und gerade auch in diesen Szenen kommt die besonders grausame und dunkle Welt, in der er lebt, zum Tragen. Denn natürlich werden die Gemeinheiten auch sehr deutlich in Szene gesetzt.
Das macht den zweiten Band ebenfalls nicht für zartfühlende Gemüter leicht verdaulich, eher im Gegenteil. Aber es vertieft die Abgründe der Umgebung, die ausgerechnet den kaltblütigen Killer zu einer Lichtgestalt zu machen scheinen, wenn auch zu einem Engel mit blutigen Händen.
Der zweite Band von „Ichi The Killer“ macht da weiter, wo der erste aufhörte. Es gibt wieder jede Menge Action, aber auch Einiges an Brutalität zu sehen, die nicht unbedingt jeden Leser ansprechen dürfte, gerade weil sie so realistisch in Szene gesetzt wird.