Kayvion Lewis: Royal Gambit (Buch)
- Details
- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Freitag, 07. August 2026 07:10

Kayvion Lewis
Royal Gambit
Thieves’ Gambit 2
(Royal Gambit, 2024)
Übersetzung: Christa Prummer-Lehmair & Heide Horn
dtv, 2026, Taschenbuch, 352 Seiten, 12,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Während bei den Hardcover-Ausgaben noch Monate zwischen den beiden Bänden der „Thieves’ Gambit“- Reihe lagen, erscheinen die beiden Taschenbücher nun zeitgleich, so dass die Fans gleich lesen können wie es der jungen Rosalyn Quest und ihren Freunden weiter ergeht. Denn die Abenteuer drehen in „Royal Gambit“ noch ein wenig auf.
Rosalyn knackt noch immer an den Enthüllungen, die ihr den Sieg über das „Thieves’ Gambit“ so sehr vergällt haben. Zwar hat sie Freunde gefunden, aber Devroe hat sie in so Einigem belogen, genauso wie ihre Mutter. Und das ist nicht das einzige. Denn sie sitzt noch ein weiteres Jahr fest und kann die Welt der Diebe und Gauner nicht verlassen, wie sie es sich erhofft hatte. Stattdessen muss sie weitere Aufträge erfüllen und gerät in einen Machtkampf, der es in sich hat und ihr Leben kosten könnte.
Man merkt schon, dass die Autorin den ersten Band nicht so wirklich auf sich beruhen lassen konnte, auch wenn die Liebesgeschichte im Roman noch eine nicht ganz so große Rolle gespielt hat. Zudem tun die Enthüllungen Einiges dafür, dass Rosalyn nicht so einfach weitermachen kann.
Erschreckend ist es schon, dass sie wieder einmal Lügen aufgesessen ist und nicht nur von Devroe, sondern auch ihrer eigenen Mutter bitter enttäuscht wurde. Was bleibt sind natürlich Wut und Frust, was man auch dem Verhalten der jungen Frau ansieht, die ein wenig zynischer auf alles blickt und tatsächlich auch rücksichtsloser handelt - zumindest am Anfang. Denn Rosalyn kann nicht wirklich aus ihrer Haut, daran wird sie auch immer wieder von ihren Freunden erinnert. Das lässt sie sympathisch bleiben und am Ende auch die richtige Entscheidung treffen.
Die Geschichte wird flott und unterhaltsam erzählt, bietet viel Action und die Team-Arbeit, die einfach zu solchen Geschichten zu gehören scheint. Bestimmte negative Begleiterscheinungen werden dabei natürlich ausgeblendet, denn immerhin bewegen sich die Helden in einer Zone jenseits der Legalität.
Und auch wenn die Handlung diesmal wesentlich in sich geschlossener wirkt, so bleiben doch noch einige Fragen offen, die dafür sorgen, dass durchaus noch weitere Abenteuer mit Rosalyn und ihren Freunden folgen können.
„Royal Gambit“ bietet wie der erste Band unterhaltsame Abenteuer, die zwar an die Geschichten um Alex Rider und andere Agenten erinnern, auch wenn sie in einem anderen Milieu spielen. Spannend, dramatisch und dennoch auch familiär werden die Diebstähle und Gaunereien in Szene gesetzt und machen durch die sympathischen Figuren Lust auf Mehr.