Her Tale of Shim-Chong 5 (Comic)

Her Tale of Shim-Chong 5
Text: Seri
Zeichnungen: biwan
Übersetzung: Alexandra Dickmann
Manhwa Cult, 2026, Paperback, 288 Seiten, 18,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Auch wenn „Her Tale of Shim-Chong“ auf einer alten chinesischen Legende basieren mag, so hat die Serie doch längst ein Eigenleben entwickelt und erzählt von der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem Bettlermädchen und einer adligen Dame.


Natürlich gibt es immer wieder Menschen, vor allem Männer, die Shim-Chong Übles wollen, aber das Mädchen ist selbstbewusst genug, um den Mönch in die Schranken zu verweisen und ihre Gönnerin aufzumuntern.

Sie bringt diese dazu, sie mit auf das jährliche Fest des Drachengottes zu begleiten, nicht ahnend, das bereits neues Unheil droht, denn der Sohn des Kanzlers hat beschlossen, die unliebsame junge Stiefmutter endlich aus dem Weg zu räumen.

Doch davon merken die beiden jungen Frauen erst einmal nichts, denn sie bewegen sich verkleidet unter den Feiernden, haben dabei ihren Spaß. Die Adlige spürt dabei eine Freiheit, die sie nie zuvor so erfahren hat.


Und das erlaubt den Künstlern auch, den Lesern einen Einblick in ihre Vergangenheit zu geben und zu zeigen, warum sie so berechnend und manipulativ geworden ist, aber auch, welche Persönlichkeit wirklich in ihr steckt.

Die Spannung bleibt hoch, denn im Hintergrund laufen die perfiden Intrigen weiter und sorgen dafür, dass beide massiv in Schwierigkeiten geraten. Und wieder ist es Shim-Chong, die durch ihre ruppige Art alles retten muss.

Die Geschehnisse mögen vielleicht nicht weltbewegend sein, aber sie zeigen wieder einmal sehr anschaulich, wie Mädchen und junge Frauen in einer Kultur ähnlich dem alten China behandelt wurden und was passierte, wenn sie sich Freiheiten herausnahmen. Und das gibt der Geschichte einen besonderen Kick.

„Her Tale of Shim-Chong“ setzt die Abenteuer der beiden jungen Frauen in einer Gesellschaft fort, in der Frauen nichts zu sagen haben, aber Ruf und Ehre alles sind. Zugleich werden die Intrigen im Haus des Kanzlers deutlich forciert und zur Eskalation gebracht, was für interessante Entwicklungen sorgt.