Andreas & Monika Pross: Dicke Luft (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Sonntag, 12. Juli 2026 08:33

Andreas & Monika Pross
Dicke Luft
Mentoren-Media-Verlag, 2026, Paperback, 354 Seiten, 18,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
In den Medien wird schon seit Jahren darüber geredet, wie gesunde Ernährung, guter Schlaf und Ausgleich von Stress die Gesundheit der Menschen verbessern kann. Eine Sache dabei wird aber immer wieder außer Acht gelassen. Genau damit beschäftigen sich nun Andreas und Monika Pross in ihrem Buch „Dicke Luft: Warum geschlossene Räume uns umbringen können und wie wir dem entkommen“.
Was ist unmittelbarer, als von eigenen Erfahrungen und Erlebnissen zu berichten, die das Ehepaar geprägt haben. Beide erzählen von ihrer Jugend in stickigen Räumen, vom Kampf in den Klassenzimmern, dem bedrückenden Umfeld in Ausbildungsstätten und sogar der eigenen Wohnung.
Nach und nach verdichten sich für die Beiden die Hinweise, dass etwas mit der Luft nicht stimmt, und sie gehen dem gezielt nach, analysieren ihre Atemluft und kommen zu klaren Schlüssen - gerade diese kann vor allem die mentale Gesundheit massiv verschlechtern, wenn sie regelrecht „dick“ ist.
Gerade weil die beiden Autoren von ihren eigenen Erfahrungen in einem normalen Umfeld berichten, das die meisten von uns kennen, erreichen sie auch viele Leser, wecken deren Erinnerungen und lassen diese aufhorchen. Denn wer kennt nicht die stickige Luft im eigenen Kinderzimmer oder einem schlecht durchlüfteten Zuhause, den stetigen Kampf um die offenen Fenster in der eigenen Klasse?
Und auch im eigenen Arbeitsleben werden die Räume, in denen man sich lange aufhält, nicht selten als bedrückend empfunden - auf den naheliegendsten Grund dafür kommt natürlich erst einmal niemand.
Genau das analysieren die Autoren, aufgrund ihrer eigenen, manchmal auch bitteren Erfahrungen und machen darauf aufmerksam, wie sehr die Atemluft unser Leben beeinflusst, auch wenn die meisten das nicht wahrnehmen oder wahrnehmen wollen. Und dann versucht man die entstandenen Symptome mit Tabletten oder Schlimmerem zu bekämpfen.
Natürlich bieten die Autoren keine Patentlösung, sondern erzählen von ihrem eigenen Weg. Denn es geht ihnen auch gar nicht darum, das eigene Leben ebenfalls umzukrempeln, sondern vor allem darum, auf die Missstände aufmerksam zu machen und dazu zu inspirieren, Dinge wenigstens im Kleinen schon einmal zu verändern, vor allem aber ein neues Bewusstsein zu wecken.
Das Ganze wird ansprechend erzählt, die Kapitel lesen sich gut, und durch die Art der Erzählung findet man sich als Leser unmittelbar in dem Szenario wieder. Gerade weil die Autoren nicht belehren, sondern die Leser eigene Schlüsse ziehen lassen und dadurch sehr lebensnah bleiben.
„Dicke Luft“, spricht etwas an, was unsere Gesundheit nachhaltig beeinflussen kann, aber heute so gut wie noch nicht beachtet wird. Die Autoren machen auf sehr einfühlsame und glaubwürdige Weise auf das Thema aufmerksam und wissen mit eigenen Erfahrungen zu berühren und inspirieren.