Sebastian Schwarz: Das Ende des Leviathans (Buch)

Sebastian Schwarz
Das Ende des Leviathans
2026, Paperback, 502 Seiten, 19,99 EUR

Rezension von Christel Scheja

Sebastian Schwarz gehört zu den vielen Autoren, die sich durch die Werke Tolkiens dazu haben inspirieren lassen, eigene Welten zu erfinden und Geschichten in diesen zu erzählen. Er stellt nun in seinem Roman „Das Ende des Leviathans“ eine davon vor.


Nach über zweihundert Jahren auf Wanderschaft kehrt er nach Hause zurück, mit dem Ergebnis der Mission, auf die ihn sein König geschickt hat. Doch was er vorfindet, ist ein sterbendes Land mit entvölkerten Städten. Macht es da noch Sinn, weiter zu reisen und seine Aufgabe abzuschließen?

Eine einsame Kriegerin, der er in den Ruinen begegnet, macht ihm Hoffnung. Denn immerhin erzählt sie, dass sich die letzten Überlebenden seines Volkes in der Hauptstadt Solnedgang versammelt haben, obwohl der König schon lange nicht mehr gesehen wurde.


So beginnt eine Quest, die vor allem dadurch lebt, dass man nicht nur eine sterbende Welt kennenlernt, die nach einer Seuche fast vollständig entvölkert wurde, sondern auch nach und nach enthüllt bekommt, was eigentlich passiert ist.

So gesehen mag die Handlung in Teilen vorhersehbar sein, das stört aber in diesem Fall nicht wirklich, da der Autor Spannung durch die ganzen Details wie auch eine stimmige Atmosphäre erzeugt. Dabei mag dem einen oder anderen vielleicht auffallen, dass die Figuren nicht sonderlich beschrieben werden, aber das bietet auch viel Raum für die Phantasie. Magie und Hintergrund sind jedenfalls gut durchdacht und angenehm ausgearbeitet. Und auch wenn man den Namen des Wanderers nie erfährt, so wächst er einem doch ans Herz.

Vielleicht ist der Band nicht ganz so perfekt lektoriert wie andere Werke, aber dennoch gut lesbar und hat keine Längen. Der Autor spielt mit vielen Klischees und Archetypen, verleiht ihnen aber ein eigenes Leben.

So bleibt man als Leser bis zum Ende hin neugierig und kann das Buch am Ende auch zufrieden aus der Hand legen. Insgesamt beweist Schwarz, dass man auch mit einer ruhigen Handlung und ohne viele exotische Details gut unterhalten kann.

„Das Ende des Leviathans“ dürfte alle Fans von Fantasy-Abenteuern ansprechen, die vor allem durch eine gut durchdachte Handlung und interessante Details punkten können. Hier fügen sich Beschreibungen und Aktionen der Charaktere zu einem runden Bild zusammen. Obwohl die Handlung letztendlich überschaubar bleibt, so wird es doch nicht langweilig, da der Autor auch mit so manchem Klischee bricht.