Wonder Woman 4: Mord auf dem Olymp (Comic)

Wonder Woman 4
Mord auf dem Olymp
(Wonder Woman 20-28, 2025)
Text: Tom King
Zeichnungen: Guillem March, Caitlin Yarsky u.a.
Übersetzung: Ralph Kruhm
Panini, 2026, Paperback, 232 Seiten, 32,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Der Sovereign mag besiegt worden sein, aber das bedeutet nicht, dass das autokratische System aus Amerika verschwunden ist oder gar der Bann gegen die Amazonen aufgehoben wurde. Eher im Gegenteil. Aber Diana hat erst einmal etwas anderes zu tun, denn es gibt einen „Mord auf dem Olymp“.

 

Gerade als sie versucht, durchzuatmen und sich ein wenig mehr um ihre Tochter zu kümmern, erreicht sie ein Hilferuf ihrer Mutter. Diese lebt ja eigentlich im Olymp als Göttin, wird aber nun überraschend des Mordes an Ares angeklagt.

Zusammen mit Batman macht sich Diana an die Ermittlungen. Doch kaum ist das geklärt, muss sie sich nicht nur mit einer Quest auf einer Insel herumschlagen, auf der Superhelden nicht erwünscht sind, muss sich aber auch mit der absurden Welt des Mouse Man herumschlagen.


Die Geschichte startet gleich mit klassischer Ermittlungsarbeit an einem mythischen Ort. Aber Diana ist nicht allein. Auch wenn es ihnen nicht leicht gemacht wird, so kommen die beiden Superhelden am Ende doch dem wahren Täter auf die Schliche und lernen zudem ein wenig mehr über sich.

Danach wird es etwas absurder, denn ganz offensichtlich wird Amerika nun von einer neuen seltsamen Macht beherrscht. Der Mouse Man kontrolliert die kleinen Nager und scheinbar auch die Menschen, was die Heldin immer mehr in Schwierigkeiten bringt.

Während die erste Geschichte durchaus Sinn macht und Spannung besitzt, wirkt der Rest erschreckend absurd, weil der Leser erst einmal keine besonderen Antworten erhält und vielleicht ein wenig zu lange hingehalten wird. So wirklich kommt die Handlung im Mittelteil nicht voran, auch wenn sie mit Action garniert wird.

Alles in allem besitzen eigentlich nur die Ermittlungen im Olymp die Atmosphäre, die man von „Wonder Woman“ erwartet, der Rest kann leider inhaltlich nicht so ganz überzeugen, weil man sich mehr oder weniger fragt, was die Künstler eigentlich damit bezwecken wollten. Künstlerisch ist das Ganze guter Durchschnitt.

„Wonder Woman“ 4, „Mord auf dem Olymp“, fängt spannend und unterhaltsam mit einer gemeinsamen Ermittlungsarbeit von Batman und Wonder Woman an, fällt dann durch den absurden Inhalt und eine zu langatmige Erzählweise doch leider ziemlich ab.