Rebecca Humpert: Broken by Death (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Samstag, 13. Juni 2026 14:24

Rebecca Humpert
Broken by Death
Legends of Mictlan 2
Moon Notes, 2026, Paperback, 464 Seiten, 16,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Vor zwei Jahren erschien „Chosen by Death“ und wirkte, als sei die Geschichte als Einzelroman angelegt. Doch Rebecca Humpert legt nun mit „Broken by Death“ eine Fortsetzung nach und begründet dabei die „Legends of Mictlan“-Reihe oder zumindest -Dilogie. Wieder stehen Elena und Nan im Mittelpunkt.
Zwei Jahre sind vergangen, seit Elena ihr Dorf vor den Seelen der Toten gerettet hat. Nun ist sie schon eine Weile das Oberhaupt und versucht die Verstorbenen weiterhin zu ehren und zu besänftigen. Zudem genießt sie das Zusammensein mit Nan.
Doch dann tauchen immer wieder Wesen aus der aztekischen Mythologie auf und sorgen für Chaos und Leid. Etwas hat sich verändert - und schon bald stehen Nan und Elena auf verfeindeten Seiten. Denn Schatten aus der Vergangenheit lösen einen neuen Krieg aus.
Eigentlich war das erste Buch in sich geschlossen und hatte den Figuren Frieden und sogar ein wenig Glück geschenkt. Aber nun holen Nan ganz offensichtlich Fehler und Schwächen aus der Vergangenheit ein, die erneut Leid und Schmerzen über das Dorf Mictlan bringen.
Das entzweit auch die beiden Liebenden, die zwar noch eine ganze Weile daran arbeiten, sich nicht zu verlieren, aber dennoch irgendwann merken, dass jemand einen gehörigen Keil zwischen sie treibt und sie misstrauisch werden lässt. Aber das wirkt nicht mehr ganz so passend, ja sogar arg aufgesetzt, denn die Handlung beginnt sich etwa in der Mitte in Geplänkel zwischen den Hauptfiguren und ihren allzu blassen Gegenspielern zu verlieren und schafft es erst ganz kurz vor Schluss, wieder die Kurve zu kriegen.
Dabei bleiben das Abenteuer und der eigentlich recht interessante Hintergrund etwas außen vor, denn die Autorin verliert sich zu sehr in einem klassischen Beziehungsgeklüngel und verschenkt damit viele nette Ideen. Zudem kommen weder eine richtige Spannung noch Atmosphäre auf, da die Handlung deutliche Längen hat. Und obwohl das Ende wieder in sich rund ist, wirkt das Ganze doch nicht mehr so befriedigend wie nach dem ersten Band.
Alles in allem ist „Broken by Death“ eine Fortsetzung, die so nicht hätte sein müssen, zerstört sie doch den guten Eindruck, den man nach dem Ende des ersten Bandes von der Handlung und den Figuren hatte. Leider werden gerade diesmal viele Ideen verschenkt und die interessante und lebendige Atmosphäre verliert sich zu sehr in dem Beziehungsgeklüngel zwischen den Helden und ihren Gegenspielern.