Homer: Odyssee (Buch)

Homer
Odyssee
Anaconda, 2026, Hardcover, 382 Seiten, 7,95 EUR

Rezension von Petra Weddehage

Nach dem Trojanischen Krieg zieht es den Helden Odysseus zurück in sein Heimatland. In Ithaka warten seine Gattin Penelope und sein Sohn Telemachos. Odysseus verärgert den Gott Poseidon und wird von diesem von einer gefährlichen Situation in die andere geführt. Hilfe erhält Odysseus von anderen Göttern.

Als die zehnjährige Irrfahrt sich dem Ende zuneigt, muss Odysseus seinen wohl persönlichsten Kampf austragen. Seine treue Gemahlin Penelope wird von Freiern bedrängt, die sich nicht nur Odysseus Frau zu eigen machen wollen. In einem grandiosen Finale kämpft der Held seinen wohl wichtigsten Kampf.

 

Das wohl älteste und phantastischste Abenteuer der Weltliteratur ist unbestreitbar Homers „Odyssee“. Neben der „Ilias“ gilt es als das zweite traditionelle dem griechischen Dichter Homer zugeschriebene Epos. Beide gehören zu den ältesten schriftlich fixierten und einflussreichsten Dichtungen der abendländischen Literatur. Die „Odyssee“ gehört spätestens seit Mitte des 6. vorchristlichen Jahrhunderts zum klassischen Bildungskanon der griechischen Antike, später auch zur römischen Kultur. Die Geschichte hat sämtliche Gattungen der altgriechischen Dichtkunst, also Epos, Lyrik und Drama, grundlegend geprägt. Das Meisterwerk gehört bis heute zu den meistadaptierten Erzählungen nicht nur der Literaturgeschichte, sondern auch der Welt des Theaters, der Oper oder des Films.

Der Anaconda Verlag bringt die Geschichte des Helden Odysseus in einem gut illustrierten Hardcover heraus.

24 Zeichnungen von Bonaventura Genelli geben einen guten Eindruck in die Erzählung und machen das Hardcover zu einem wertvollen Unikat. Goldene Vignetten und ein Schiff, das auf einem ebenfalls goldenen Wellenmeer schwimmt, sind passend zu einer der wohl interessantesten Geschichten der Weltliteratur gestaltet worden.

Johann Heinrich Voß übersetzte Homers Erzählung aus dem Griechischen. Dabei ist die Sprache gewöhnungsbedürftig. Die Zeilen orientieren sich an frühere Zeiten, als eine gehobene Sprache gerne in Theaterstücken verwendet als auch so gesprochen wurde.