Jana Schikorra: Flammender Verrat - Wings of Ash 2 (Buch)

Jana Schikorra
Flammender Verrat
Wings of Ash 2
Moon Notes, 2026, Paperback, 368 Seiten, 18,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Mit „Schlafende Drachen“ entführte Jana Schikorra den Leser in eine Welt, die durch den Winterkönig von Eis und Kälte überzogen und in der Menschen und Fae gleichermaßen geknechtet wurden. Nun gibt es mit „Flammender Verrat“ die Fortsetzung der romantischen Dilogie „Wings of Ash“.


Gylda Endurion ist eine der letzten Feuersängerinnen. Als sie gefangengenommen und vom Winterkönig ihrer Familie und Freiheit beraubt wird, tritt Lord Neven auf den Plan, ein ebenso charismatischer als auch undurchsichtiger Fae. Gylda ist für ihn der Schlüssel zur Entmachtung des Tyrannen.

Nicht nur, dass sie die Drachen wiedererweckt, sie merkt auch schnell, dass Neven eigene Pläne hat. Dennoch gibt sie nicht auf, versteht sie nun doch immer mehr, dass sie vielleicht die Einzige ist, die den Winterkönig noch ausschalten kann. Vielleicht sogar auf einer gewagten Reise in die Vergangenheit.


Romantasy pur erwartet die Leser in dieser Geschichte, die recht genau dem Playbook des Genres folgt. Natürlich sieht es zu Anfang erst einmal schlecht für die Heldin und ihre Freunde aus, angefangen mit dem Verlust der so wichtigen Kräfte, bis hin zu einem erschütternden Verrat. Denn wie so oft endete der erste Band der Geschichte mit einem bösen Cliffhanger und zerstörte erst einmal das Vertrauen zwischen den Hauptfiguren. Das soll zusätzlich für Spannung sorgen, um die ansonsten vorhersehbare Handlung ein wenig zu strecken. Nett dabei ist die Reise in die Vergangenheit.

Alles in allem ist die Geschichte zwar unterhaltsam in Szene gesetzt, die Autorin spielt auch geschickt mit den Fantasy-Elementen, allerdings bleibt das Geschehen an der Oberfläche, ebenso wie die Charaktere, die sich auch mehr von der Handlung und dem Feind treiben lassen, als selbst etwas zu tun.

Man wird das Gefühl nicht los, dass die Magie und die Drachen zwar eine nette Dreingabe sind, die Autorin sich bei diesen allerdings auf sehr ausgetretenen Pfaden bewegt und nicht wirklich mit innovativen Ideen überzeugt. Letztendlich werden vor allem junge Leserinnen ihren Spaß haben, die auf leidenschaftliche Beziehungen setzen. Immerhin ist die Geschichte in sich geschlossen.

„Flammender Verrat“ führt die Dilogie „Wings of Ash“ zu einem zufriedenstellenden Ende, allerdings sollte man nicht allzu große Überraschungen erwarten, da die Autorin ziemlich genau dem üblichen Romantasy-Playbook folgt und die leidenschaftliche Beziehung über das Abenteuer stellt.