Kill Blue 2 (Comic)

Tadatoshi Fujimaki
Kill Blue 1
Übersetzung: Nana Umino
Manga Cult, 2026, Paperback, 192 Seiten, 10,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

„Kill Blue“ erzählt von dem erfahrenen Auftragskiller Juzo Ogami, der mit seinen fast vierzig Jahren von einem seltsamen Insekt gebissen wurde und sich dadurch in einem Teenager zurückverwandelt. Mit seiner Karriere scheint es vorbei zu sein, denn er muss erneut die Schulbank drücken.


Und das ist nicht gerade einfach für den frustrieren Mann in seinen besten Jahren, der seinen Job zwar auch nicht mag, aber nicht viel anderes kennt. So hat er seine Probleme, nicht nur mit dem Lernen, sondern auch mit den Mitschülern. Aber dann lernt er Noren Mitsuoka kennen.

Die Tochter des Firmenchefs hat vielleicht Informationen, die ihm helfen könnten, sein wahres Alter wieder zu erlangen. Aber sie will von Männern und Jungs nichts wissen, auch wenn ihre Eltern irgendwann verkünden, dass ihr Zukünftiger eine wichtige Stellung in der Firma erhalten soll.

Das ist natürlich ein erstrebenswertes Ziel für Juzo, der immer noch so denkt und fühlt wie ein Mann um die Vierzig, auch wenn er im Körper eines Teenagers steckt und mit den Gesetzmäßigkeiten des Schüler-Daseins immer noch zu hadern hat.

Dass das Mädchen nichts mit Jungs am Hut haben will, sorgt für zusätzliche Spannung. Und als wäre das nicht genug, taucht schon bald ein Rivale auf, der in allem besser und klüger als Juzo zu sein scheint, dazu auch noch gut aussieht.

Dementsprechend geht es nun hinter den Kulissen auch rund, denn natürlich will keiner der Kontrahenten, dass sie auffliegen und sich Noren noch mehr von ihnen abwendet.

Die ahnt noch nichts von den Intrigen im Hintergrund, ist aber auch nicht auf den Kopf gefallen.


Auch der zweite Band setzt sehr auf die Elemente der Schul-Komödie und garniert sie mit ein wenig Thriller-Action. Die Mystery spielt erst einmal keine Rolle mehr, während es nun auch noch darum geht, dass sich Juzo anderweitig bewährt.

„Kill Blue“ wird humorvoll und actionreich fortgesetzt, der rote Faden unterhaltsam weitergesponnen. Die Geschichte wirkt zwar recht chaotisch, macht aber durch die schrägen Ideen durchaus Lust auf Mehr.