Tate James: Dear Reader - Devil’s Backbone Society 1 (Buch)
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- Kategorie: Rezensionen
- Veröffentlicht: Freitag, 24. April 2026 15:36

Tate James
Dear Reader
Devil’s Backbone Society 1
(Dear Reader. Devils Backbone Society - Chapter 1, 2025)
Übersetzung: Larissa Bendl
Cove, 2026, Paperback, 448 Seiten, 17,00 EUR
Rezension von Christel Scheja
Zu den beliebtesten Schauplätzen im Romance-Bereich scheinen im Moment Universitäten und Colleges zu gehören, vor allem die, die einen gewissen elitären Ruf haben und damit gewissen Themen Tür und Tor öffnen. Auch „Dear Reader“ der Auftakt von „Devil’s Backbone Society“, schlägt in diese Kerbe.
Ashley hat bisher kein konkretes Ziel in ihrem Leben gehabt, vielleicht auch, weil ihrer Mutter die Mittel fehlten. Das ändert sich aber mit einer neuen Heirat und der Tatsache, dass Ashely nur kurze Zeit später eine Einladung für die elitäre Neveah University erhält, auf die auch schon ihr Stiefbruder geht.
Doch schon bald merkt Ashley, dass das Geschenk nicht nur eine Chance ist, sondern auch noch einen bitteren Nachgeschmack hat, denn ihr neuer Bruder und seine Clique aus ähnlich reichen und skrupellosen jungen Männern haben sie im Visier und ziehen sie in die „Devil‘s Backbone Society“ mit hinein, in der grausame Mutproben und geheime Partys üblich sind.
Schon das Cover macht deutlich, dass es in dieser Geschichte nicht gerade liebevoll und kuschlig zugehen wird, sondern eher im Gegenteil. Und daher ist es auch nicht verwunderlich, dass der Verlag eine Altersempfehlung ab 18 gibt, denn neben Gewalt und Grausamkeit kommen auch noch explizite sexuelle Inhalte hinzu.
Die Autorin packt in den Auftakt ihrer Trilogie all das, was Leser erwarten dürften: eine Heldin, die mehr oder weniger eine Außenseiterin der Umgebung ist, in der sie nun landet, ebenso wie eine Gruppe verwöhnter junger Kerle, die weniger das Lernen im Kopf haben als ihr Vergnügen.
Und das hat es natürlich in sich, denn sie scheuen sich nicht, mit den Leben und Gefühlen anderer Menschen zu spielen, wie auch Ashley schon bald zu spüren bekommt, denn natürlich gerät sie in den Fokus der Bad Boys, die leider auch eine gewisse Faszination auf sie ausüben und daher in die Mitte ihrer Machenschaften ziehen.
Immerhin nimmt sich die Autorin die Zeit, Figuren und Setting einzuführen, ein paar nette fiese Andeutungen zu machen und so die Neugier zu erhöhen, wenn es dann tatsächlich ordentlich zur Sache geht, sei es nun in leidenschaftlicher Hinsicht als auch in anderen Bereichen.
Alles in allem bedient die Autorin die Erwartungen ihrer Zielleserschaft und mischt zu den üblichen Klischees auch noch eine kleine Variation hinzu, denn immerhin kann sich die Heldin erst einmal nicht entscheiden.
Das Ganze ist flott geschrieben, allerdings muss man schon das Genre mögen, um wirklich seinen Spaß zu haben. Und allzu sehr in die Tiefe geht das Geschehen auch nicht, bedient mehr oder weniger bekannte Handlungsmuster. Auch die Figuren entsprechen den gängigen Archetypen.
„Dear Reader“, der Auftakt zu „Devil’s Blackbone Society“, ist ein solider Dark-Romance-Roman, der seinen Lesern genau das bietet, was sie erwarten: knisternde, aber auch düstere Erotik und ein gefährliches Spiel am Rande der Legalität. Allerdings auch nicht mehr als das, denn Figuren und Handlung folgen im Großen und Ganzen den üblichen Klischees.