Freya Dawn: Shadowbound - Academy of Death (Buch)

Freya Dawn
Shadowbound - Academy of Death
Three Monsters and their Queen 1
Piper, 2026, Paperback, 288 Seiten, 18,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Freya Dawn ist das Pseudonym einer Autorin, die unter einem anderen Namen bereits Liebesgeschichten - vor allem mit dunklen Zügen - veröffentlicht hat. Nun erobert sie mit „Shadowbound - Academy of Death“ nun auch die Dark Romantasy für sich. Der Roman ist der Auftakt zur Reihe „Three Monsters and their Queen“.


Liora ist ganz und gar nicht davon begeistert, eine Elite-Universität in einem alten Schloss besuchen zu müssen, die man durch ihre gruselige Atmosphäre auch „Academy of Death“ nennt. Denn es gibt dort nicht nur strenge Regeln, sondern auch Monster.

In Gestalt von höchst attraktiven jungen Männern leben und studieren hier auch Werwölfe, Vampire und Dämonen. Drei von ihnen sind besonders schlimm und verfolgen einen dunklen Plan, der letztendlich auch Liora involviert.


Die phantastischen Elemente mögen der Geschichte zwar ihre Würze geben und sie etwas exotisch wirken lassen, sind allerdings nur ein Setting für das Geschehen, das konventioneller nicht sein könnte. Denn die drei Männer, die die junge Heldin schon bald umkreisen sehen nicht nur verboten gut aus, sie sind auch grausame Monster, Bad Boys wie sie im Buche stehen, gerade im Reich der Dark Romance. Und natürlich führen sie sich auch dementsprechend auf, erniedrigen und töten sogar andere junge Frauen, vergehen sich an ihnen auf perverse Art und Weise. Und natürlich wird das in dieser Geschichte mit einem erotischen Prickeln garniert.

Die Autorin lässt kein Klischee des Genres aus, was die eigentliche Handlung auf eine Aneinanderreihung von scheinbar erotisch kribbelnden Szenen reduziert. Der rote Faden bleibt schwach, die Ideen, die das Ganze zusammenhalten könnten, bleiben schwammig. Letztendlich zählt es nur, was die drei jungen Männer fühlen - aus deren Sicht auch einige Geschehnisse geschildert werden - und vor allem die Heldin. Obwohl sie recht stark und selbstbewusst daherkommt, zerplatzt dieses Bild sehr schnell, wenn sie einem der Typen über den Weg läuft.

Am Ende bietet die Geschichte all das, was heute in Dark Romance so beliebt ist und der Verlag tut recht daran, das Buch mit einem „Ab 18“-Sticker zu versehen, und zwar weniger wegen einiger expliziter Szenen als dem moralisch verworfenen Umgang mit Frauen und rückständigen Rollenbildern.

„Shadowbound - Academy of Death“ unterscheidet sich nicht viel von anderen Dark-Romance-Büchern. Da die Autorin eine in großen Teilen vorhersehbare Handlung abspult und dabei alle Klischees des Genres mit einbringt, wirkt der Roman wie ein Schnellschuss, um auch Anteil am Kuchen zu bekommen. Wirklichen Eindruck hinterlässt die Geschichte allerdings nicht.