A. T. Qureshi: The Baby Dragon Café (Buch)

A. T. Qureshi
The Baby Dragon Café
Baby Dragons 1
(The Baby Dragon Cafe, 2025)
Übersetzung: Michaela Link
Titelbild: Alex Cabal/Illustration X
Piper, 2026, Paperback, 352 Seiten, 18,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

„The Baby Dragon Café“ gehört zu einer Gattung von Fantasy-Büchern, die vor allem Leserinnen anspricht, die es cozy und romantisch mögen, denn hier trifft alles zu einer niedlich-märchenhaften Geschichte zusammen.


In der kleinem Stadt Starshine Valley hat die junge Saphira einen Traum wahr gemacht. Sie führt ein Café, in dem anders als in anderen, auch Babydrachen erlaubt sind, was ihr viel Zulauf bringt. Allerdings muss sie auch mit vielen Verlusten leben, da die kleinen Wesen gerne schon einmal etwas abflämmen oder zerlegen.

Dennoch gibt sie den Mut nicht auf, auch wenn es mittlerweile sehr schlecht aussieht. Aber da kommt wie ein Lichtstreif am Horizont Aiden daher. Der Besitzer eines Gartenbaubetriebs bittet sie, seinen Drachen auszubilden, mit dem er nicht zurechtkommt - und bietet ihr dafür eine stattliche Summe Geldes.

Saphira nimmt natürlich an und gewinnt den kleinen Drachen und seinen Besitzer schnell lieb - kein Wunder, funkt es doch bei den ersten Begegnungen ordentlich und schon bald möchte sie ihn nicht mehr missen.


Das ist es eigentlich auch, was die Geschichte seicht und vorhersehbar macht, denn die Autorin erfüllt so ziemlich alle Erwartungen, die man hat und führt das Ganze auch noch zu einem recht vertrauten Ende.

Die Story liest sich wie eine Slow-Burn-Liebesgeschichte, bei der die beiden Hauptfiguren erst einmal schüchtern aufeinander zugehen, aber schon bald merken, dass sie irgendwie besonders gut zusammenpassen, auch wenn sie eine gänzlich unterschiedliche Herkunft haben. Dazu kommt ein niedliches Kleinstadt-Setting, in dem jeder jeden irgendwie kennt, eine Elite, die sich ein wenig von den anderen unterscheidet - in dem Fall sind es die reichen Drachenreiter-Familien - und ein kleiner Schuss Fantasy, der vor allem durch die Drachen geboten wird. Worldbuilding sollte man keines erwarten, denn die Autorin siedelt das Geschehen in einer modernen Umgebung mit aktueller Technik an.

Auch die Figuren sind nicht sonderlich tiefgründig. Immerhin fällt Aiden durch seine liebenswürdige und nette Art einmal ein bisschen aus der Reihe, während Saphira etwas mehr Zielstrebigkeit mitbringt. Man sollte deshalb von der Geschichte nicht mehr erwarten als nette und leicht zu lesende Unterhaltung fürs Herz, die mit ein paar Fantasy-Elementen spielt, aber ansonsten doch eher mit einer konventionellen Liebesgeschichte daherkommt. Immerhin ist der Band in sich geschlossen, so dass Fortsetzungen vermutlich nur das gleiche Setting benutzen, dann aber andere Figuren.

„The Baby Dragon Café“ ist eine niedliche Kleinstadt-Romanze mit ein paar Fantasy-Elementen, die dem Ganzen ein wenig Würze geben. Nichts für hundertprozentige Genre-Fans, eher ideale Lektüre für Zwischendurch, wenn man einfach nur entspannen und gelegentlich schmunzeln möchte.